Energiewende

„Dialogforum Energiewende und Naturschutz“ verlängert

Die Landesverbände des NABU und BUND erhalten für vier weitere Jahre eine Förderung von knapp 1,5 Millionen Euro für das Projekt „Dialogforum Energiewende und Naturschutz“.

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 Windräder stehen auf den Anhöhen in der Nähe des Kandels bei Waldkirch. (Bild: dpa)
Symbolbild

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft verlängert seine Unterstützung für das erfolgreiche Projekt „Dialogforum Energiewende und Naturschutz“. Die baden-württembergischen Landesverbände des NABU und BUND erhalten für vier weitere Jahre eine Förderung in Höhe von knapp 1,5 Millionen Euro. Damit übernimmt das Land erneut 90 Prozent der Gesamtkosten des gemeinsamen Projekts.

Vermittlerrolle zwischen Naturschutz und Energiewende

„Zur Erreichung der Klimaschutzziele bis 2040 und der hiermit eng verzahnten Ziele in der Energiewende sind weiterhin große Anstrengungen nötig. Gleichzeitig steht der Ausbau von Erzeugungsanlagen für Erneuerbare Energien, wie beispielsweise Windkraftanlagen oder (Freiflächen-)Photovoltaik-Anlagen, häufig in Konkurrenz zu wichtigen Naturschutzbelangen“, erklärt Ministerin Thekla Walker. Um beiden Zielen gerecht zu werden und dabei sowohl die Energiewende voranzubringen als auch die Biodiversität und den Naturschutz im Land nicht zu gefährden, sei gegenseitiges Verständnis und Rücksichtnahme von großer Bedeutung. „Das Dialogforum Energiewende und Naturschutz hat bereits viele fruchtbare Prozesse zum naturverträglichen Ausbau der Erneuerbaren Energien im Land angestoßen und begleitet – und wird diese wichtige Arbeit mit unserer Förderung weiter fortsetzen.“ 

Information, Beratung und Konfliktmoderation

Ziel des Projekts ist es, Konflikte mit dem Naturschutz im Zuge des Ausbaus der erneuerbaren Energien im Land zu vermeiden beziehungsweise zu vermindern. Dies erfolgt insbesondere durch verschiedene Veranstaltungen, Publikationen und Schulungen der Akteure. Darüber hinaus begleitet das Dialogforum (strittige) Projekte von Beginn an, um Konflikten frühzeitig zu begegnen. Die Nachfrage nach der Arbeit des Dialogforums sei weiterhin auf allen bespielten Ebenen groß und werde landesweit als Bereicherung gesehen, so Ministerin Walker.

„Das Dialogforum hat in den letzten Jahren konstruktiv an zahlreichen Projekten mitgewirkt, unterschiedliche Akteure der Energiewende vernetzt und sich so eine zentrale Rolle in der Vermittlung des Naturschutzes in der Energiewende erarbeitet“, betont Umwelt- und Energieministerin Thekla Walker. „Damit hat sich das Format als erfolgreiches Instrument für die Umsetzung der Energiewende bewährt.“

Bereits im Laufe des Vorgängerprojekts „Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz“ hat sich gezeigt, dass insbesondere die Arbeit mit ehrenamtlich aktiven Umwelt- und Naturschützern und das Vorhandensein direkter Ansprechpersonen bei den Verbänden zur Akzeptanz von Erneuerbaren Energien-Anlagen und Verteilnetzen beitragen kann. In vielen Fällen konnte so zu einer Entspannung der Situation vor Ort und damit letztlich auch zur Beschleunigung von Planungs- und Genehmigungsverfahren beitragen werden.

Zahlen, Daten, Fakten

  • Das Dialogforum wurde bereits im Jahr 2012 ins Leben gerufen: zunächst als „Dialogforum Erneuerbare Energien und Naturschutz“, seit 2022 dann als „Dialogforum Energiewende und Naturschutz“.
  • Das Projekt wurde nun um weitere vier Jahre verlängert und wird mit insgesamt knapp 1,5 Millionen Euro vom Land gefördert.
  • Träger des gemeinsamen Projekts sind die Landesverbände NABU und BUND.

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