Kunst und Kultur

Clara Vetter gewinnt Jazz-Preis Baden-Württemberg 2023

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Clara Vetter

Die Pianistin und Komponistin Clara Vetter erhält den Jazz-Preis Baden-Württemberg 2023. Vetter ist als Musikerin tiefgründig, vielseitig und mutig.

Der Jazz-Preis des Landes Baden-Württemberg 2023 geht in diesem Jahr an die Pianistin und Komponistin Clara Vetter. Die 26-Jährige bekommt den mit 15.000 Euro dotierte Preis am 6. Oktober 2023 im Theaterhaus Stuttgart verliehen.

„Clara Vetter ist als Musikerin tiefgründig, vielseitig und mutig. Ob als Pianistin oder Komponistin – ihre individuelle künstlerische Handschrift ist stets erkennbar. Sie hat ihren Fokus über die Bundesgrenzen hinaus geweitet, studierte in Dänemark und entwickelte internationale Projekte. Schön, dass sie in ihr Heimatland zurückgekehrt ist und die Szene hier und weit über die Grenzen Baden-Württembergs hinaus bereichert“, sagte Kunststaatssekretär Arne Braun am Mittwoch, 12. April 2023, in Stuttgart.

Der Vorsitzende der Fach-Jury, Thomas Siffling, sagte: „Mit der Pianistin Clara Vetter haben wir dieses Jahr eine besondere junge Frau als Preisträgerin, die durch ihre musikalische Reife und Vielfalt mit ihrem Trio, sowie ihrer Fähigkeit als Arrangeurin und Komponistin für Großensembles die Jury überzeugte.“

Preisträgerin Clara Vetter

Die Pianistin und Komponistin Clara Vetter (geboren am 24. April 1996 in Baden-Baden) entdeckte bereits im Alter von drei Jahren ihre Leidenschaft für das Klavierspiel. Ab ihrem 13. Lebensjahr begann sie an der Musikhochschule Stuttgart klassischen Klavierunterricht zu nehmen und begeisterte sich bereits früh für Jazz, Improvisation und Komposition. Mit 15 Jahren wurde sie in das Landesjugendjazzorchester Baden-Württemberg aufgenommen.

Im Oktober 2012 gewann Clara Vetter den ersten Preis im Landeswettbewerb „Jugend jazzt“. Ihr Bachelorstudium im Fach Jazz-Klavier an der Stuttgarter Musikhochschule schloss sie 2018 ab und wurde im selben Jahr mit dem „Steinway & Sons Förderpreis Stuttgart“ ausgezeichnet. Die Erweiterung Ihres künstlerischen Wirkungskreises auf internationaler Ebene ermöglichte das Performance Masterstudium von 2019 bis 2021 am Kopenhagener Konservatorium.

Clara Vetter ist fasziniert davon, verschiedene Persönlichkeiten durch Musik zu vereinen. Aus dieser Motivation heraus schrieb sie Big Band Arrangements, mit denen sie 2022 den Bundesjazzorchester Kompositionswettbewerb gewann. Im Herbst 2021 wurde sie ausgewählt, ein Konzert für „Large Ensemble“ für das Stuttgarter Jazztage Festival zu komponieren und aufzuführen.

„Clara Vetter Collective“

Clara Vetters am längsten bestehendes Projekt ist ihr Trio, das sie 2014 gründete und das auf viele Konzerte zurückblicken kann, etwa bei den Stuttgarter Jazzopen oder der Bremer jazzahead! Kolleginnen und Kollegen, die ihr auf ihrem musikalischen Weg begegnen, bringt sie in ihrem „Clara Vetter Collective“ zusammen. Zu ihren Projekten zählt auch ihre norwegisch-deutsche Band „Letters From Nowhere“ mit Konzerten in Skandinavien und Deutschland.

Clara Vetters Debütalbum „Leading Impulse“ erschien 2020, gefolgt von einer zwölf Konzerte umfassenden Release-Tour durch Deutschland und die Schweiz. Im März 2023 wurde das aktuelle Album „Live In Cologne" veröffentlicht, für das sie erstmals auch das Cover selbst gestaltet hat.

Jazz-Preis Baden-Württemberg 

Der Jazz-Preis Baden-Württemberg ist mit 15.000 Euro einer der bestdotierten Nachwuchspreise für Jazz in Deutschland. Er wird seit 1985 jährlich von einer unabhängigen Jury verliehen. Die Auszeichnung geht an Künstlerinnen und Künstler, die nicht älter als 35 Jahre sind und in Baden-Württemberg leben oder durch ihre künstlerische Arbeit eine enge Beziehung zum Land haben.

Der Jury 2023 gehören neben Thomas Siffling (Juryvorsitz) weiter an: Gudrun Endress, Gee Hye Lee, Alexandra Lehmler, Julia Neupert, Thomas Staiber, Konrad Bott und Arndt Weidler.

Preisträgerinnen und Preisträger der vergangenen fünf Jahre waren Jakob Manz (2022 / Saxophon), Christoph Neuhaus (2021 / Gitarre), Franziska Ameli Schuster (2020 / Gesang), Olivia Trummer (2019 / Piano) sowie Alexander Bühl (2018 / Saxophon).

Zu den nominierten Künstlerinnen und Künstlern in der diesjährigen Jurysitzung zählten neben der Preisträgerin Clara Vetter in alphabetischer Reihenfolge: Jakob Bänsch, Lukas DeRungs, Fe Fritschi, Seyda Sibel und Lukas Wögler.

Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst, Mediathek: Jazz-Preis Baden-Württemberg 2023 geht an Pianistin und Komponistin Clara Vetter

Weitere Meldungen

Baden-Württemberg-Empfang am Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse
Kultur- und Kreativwirtschaft

Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse

GAP 2026
Landwirtschaft

Internationaler Agrarkongress in Stuttgart

LWH 2026. Eingang Halle 1
Landwirtschaft

Positive Bilanz zum 102. Landwirtschaftlichen Hauptfest

Besucher laufen über das Landwirtschaftliche Hauptfest auf dem Cannstatter Wasen.
Landwirtschaft

Ehrungsabend auf dem 102. Landwirtschaftlichen Hauptfest

Grafik zum POPLÄND Award
Kunst und Kultur

Gewinner des POPLÄND Awards 2026 stehen fest

DOSB wählt deutschen Olympia-Bewerber
Olympia

Schopper gratuliert München zu Olympia-Nominierung

Verleihung Staatspreis Kunsthandwerk
Kunst

Staatspreise „Gestaltung Kunst Handwerk 2026“ verliehen

Landwirtschaftliches Hauptfest
Landwirtschaft

Eröffnung des 102. Landwirtschaftlichen Hauptfestes

Kinder beim Schwimmunterricht.
Schulsport

Land prüft Vergabe von Rettungsschwimmernachweisen

Das Opernhaus in Stuttgart (Foto: © dpa)
Sanierung Opernhaus

Expertenanhörung zur Sanierung der Stuttgarter Oper vorgeschlagen

Eine Trachtengruppe beim Landesfestumzug der Heimattage 2018 in Waldkirch (Bild: © picture alliance/Achim Keller/dpa).
Kunst und Kultur

Land ehrt zehn Bürgerinnen und Bürger mit Heimatmedaille

Heimat

Höhepunkt der Heimattage 2026: Landesfesttage in Oberkirch

Bio-Musterregion Freiburg
Weinbau

Weinbauland Baden-Württemberg stärken

Ministerin Theresa Schopper spricht auf der Pressekonferenz anlässlich der landesweiten Eröffnung des Tages und der Nacht des offenen Denkmals 2026 in Rottweil.
Denkmalpflege

Nacht und Tag des offenen Denkmals 2026

von links nach rechts: Sebastian Gehring, Vorstand Marketing & Medien der SG Sonnenhof Großaspach, Christian Fischer, Vizepräsident Karlsruher SC, Dominik Schwärzel, Vorstandsvorsitzender des SSV Ulm, Vorstandsvorsitzender Alexander Wehrle (VfB Stuttgart), Manuel Hagel, Innenminister von Baden-Württemberg, Daniel Förderer, Geschäftsführer der TSG 1899 Hoffenheim und Holger Sanwald, Vorstandsvorsitzender des 1. FC Heidenheim
Sicherheit

Baden-Württemberg stärkt die Stadionallianzen