Schienenverkehr

Bahnunternehmen erkennen Mitarbeiterfahrten gegenseitig an

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein FLIRT-Triebwagen des Betreibers Go-Ahead Baden-Württemberg im Bahnhof Aalen (Bild: © Sebastian Berger).

Das Land hat sich mit den Bahnunternehmen geeinigt, dass Fahrvergünstigungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig gegenseitig anerkannt werden. In Zeiten von Personalmangel wird damit die Attraktivität der Eisenbahnberufe deutlich gestärkt.

Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der in Baden-Württemberg fahrenden Bahnunternehmen können bisher beim eigenen Unternehmen geltende Fahrtvergünstigungen künftig auch bei anderen Anbietern in Anspruch nehmen. Eine entsprechende Regelung hat das Landesverkehrsministerium mit den Eisenbahnverkehrsunternehmen Deutsche Bahn, Südwestdeutsche Verkehrs-Aktiengesellschaft (SWEG), Go-Ahead und Abellio vereinbart. 

Land einigt sich mit Bahnunternehmen

Das Land Baden-Württemberg hatte in den vergangenen Jahren eine Vielzahl an Leistungen im Schienenpersonennahverkehr neu ausgeschrieben. Dies hat zur Folge, dass auf einigen Nahverkehrsstrecken im Land neue Anbieter fahren werden.

Beschäftigte der Deutschen Bahn haben derzeit die Möglichkeit, stark rabattierte Fahrkarten zu erwerben und diese auf Strecken, auf denen die DB verkehrt, zu nutzen. Für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsort und für geschäftliche Fahrten besteht diese Möglichkeit zukünftig auch auf Strecken im Land, welche von Mitbewerbern gefahren werden. 

Die Beschäftigten der privaten Bahnunternehmen im Land erhalten ebenfalls die Möglichkeit, vergünstigte Fahrkarten für Fahrten zwischen Wohn- und Arbeitsort zu erwerben, um landesweit die Eisenbahnen im Regional- und Fernverkehr zu nutzen.

Das Land und die Eisenbahnverkehrsunternehmen DB, SWEG, Go-Ahead und Abellio schaffen mit dieser im Bundesvergleich einmaligen Regelung auch auf diesem Gebiet den Einstieg in gleichwertige Arbeitsbedingungen für Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Eisenbahnverkehr.

Attraktivität der Eisenbahnberufe deutlich gestärkt

Der Amtschef im Verkehrsministerium, Ministerialdirektor Dr. Uwe Lahl, hob hervor: „Das Land Baden-Württemberg hat sich zum Ziel gesetzt, mit der gegenseitigen Anerkennung von den sogenannten Mitarbeiterfahrten in Zeiten von Personalmangel die Attraktivität der Eisenbahnberufe deutlich zu stärken. Beschäftigte der Eisenbahnverkehrsunternehmen können somit zukünftig unabhängig vom Streckenbetreiber günstig zu ihrem Arbeitsplatz an- und abreisen.“

David Weltzien, Vorsitzender der Regionalleitung DB Regio Baden-Württemberg, ergänzt: „Bei dieser Vereinbarung gibt es nur Gewinner! Vielen Dank an alle Beteiligten, dass sie sich so konstruktiv um eine Lösung bemüht haben.“

„Diese Übereinkunft zur gegenseitigen Anerkennung der Fahrvergünstigungen zeigt erneut, dass der Aufgabenträger und die Eisenbahnverkehrsunternehmen im Stuttgarter Netz an einem Strang ziehen. Herzlichen Dank an alle für diese Einigung, von der vor allem die Mitarbeiter im Zug profitieren“, so Dr. Roman Müller, Vorsitzender der Geschäftsführung der Abellio Rail Baden-Württemberg GmbH.

„Dies ist ein weiterer wichtiger und pragmatischer Schritt, der nicht nur symbolisch Anerkennung für die Leistungen der Triebfahrzeugführer und Triebfahrzeugführerinnen im Ländle ausdrückt. Zudem entspricht er unserem Credo: Nach einer Ausschreibung sind alle EVU Partner im Sinne der besten Dienstleistung für alle Fahrgäste“, sagt Hans-Peter Sienknecht, Geschäftsleiter von Go-Ahead Baden-Württemberg.

Weitere Meldungen

Zwei Radfahrer:innen fahren einen Weg an einem Fluss entlang.
Radverkehr

Baden-Württemberg stärkt seine Position im Radtourismus

Ein fahrender Regionalzug
Schienenverkehr

Deutsch-französische Freifahrten für junge Menschen

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Masterplan Wasserversorgung

Beirat für sichere Wasserversorgung gegründet

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 verliehen

Ein Mitarbeiter montiert im Porsche Werk in Stuttgart-Zuffenhausen eine Vorderachse mit Elektromotor. (Foto: © dpa)
Automobilindustrie

Anpassungen bei EU-CO₂-Regulierung gefordert

Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.
Nahverkehr

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn

Einsatzkräfte der Feuerwehr errichten am Nonnenbach in Bad Saulgau im Ortsteil Moosheim einen Damm mit Sandsäcken gegen das Hochwasser.
Klimawandel

Land rüstet sich für Extremwasserereignisse

Regiobahn fährt auf Schienen durch eine grüne Landschaft.
Schienenverkehr

18 Millionen Euro für sichere Schieneninfrastruktur

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Bodenverunreinigungen

1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

German Expo Pavilion / Hotaka Matsumura - German Pavilion - to download, click on "high-res download"
Kreislaufwirtschaft

Expo-Ausstellung aus Osaka kommt nach Stuttgart

Ein selbstfahrendes Auto des Forschungszentrumes Informatik fährt während der Eröffnung des "Testfelds Autonomes Fahren" in Karlsruhe mit zwei Entwicklern autonom im Straßenverkehr. (Foto: © dpa)
Autonomes Fahren

Land gestaltet Europas Testfelder für autonomes Fahren mit

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Verkehr

Bundesstraße 29 zwischen Urbach und Lorch saniert

Windräder
Windenergie

Land setzt sich für Ausbau der Windenergie ein

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben

Neu gebaute Häuser stehen hinter einer noch unbebauten Fläche eines Neubaugebiets.
Bauen

Fristen für Förderaufrufe verlängert