Coronavirus

Baden-Württemberg hält auch in der Krise zusammen

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Mitarbeiterinnen des Malteser Hilfsdienstes stehen mit Lebensmitteln vor einer Haustür.

In der aktuellen Situation sind praktische Hilfen wie einkaufen gehen genauso wichtig wie das Zeichen: Niemand ist allein. Staatssekretärin Bärbl Mielich dankt den tausenden freiwilligen Helferinnen und Helfern für ihre Solidarität, ihren Gemeinsinn und ihre Hilfsbereitschaft.

„Man sieht sie mittlerweile fast überall: Zettel, die an der Haustür hängen oder im Wohnblock, Posts und Facebook-Gruppen. Nachrichten, die unsere Mitmenschen geschrieben haben und online wie offline ihre Hilfe anbieten: Es sind Angebote wie einkaufen gehen, den Müll wegbringen, Regale im Supermarkt auffüllen, Gassi gehen mit dem Hund der Nachbarin – freiwillig, selbstlos und ohne Zwang. In Baden-Württemberg erleben wir derzeit eine Flut an Solidaritätsbekundungen“, sagte Staatssekretärin Bärbl Mielich anlässlich der großen Hilfsbereitschaft im ganzen Land. Es zeige sich wieder einmal: Baden-Württemberg hält zusammen! Auch und vor allem auch in diesen Zeiten.

Dank an tausende Helferinnen und Helfer

Die Corona-Pandemie stelle uns alle vor ganz neue Herausforderungen. Wir erleben eine Situation, die wir so in unseren Zeiten nie erlebt haben. Vor allem jetzt zeige sich, wie sehr wir uns in Baden-Württemberg auf die festen Strukturen des Bürgerschaftlichen Engagements verlassen können, die seit vielen Jahren zusammengewachsen sind.

„Zusätzlich zu all denjenigen, die sich schon länger engagieren, sind überall im Land in nur wenigen Tagen neue Gruppen und Netzwerke entstanden, zahlreiche Menschen bieten ihre Hilfe an. Es sind zum Beispiel Strukturen der Nachbarschaftshilfe, Kirchen und Vereine, Gewerbetreibende, Firmen und Unternehmen, Hotels und Ausbildungsstätten, Hausgemeinschaften, Kommunen und Verbände: Sie und noch viele mehr haben innerhalb von nur wenigen Tagen neue und passende Hilfsangebote geschaffen – vor allem auch für all diejenigen in unserem Land, die in diesen Zeiten zu Hause bleiben sollten: Ältere, Hochbetagte oder chronisch Kranke. Insbesondere jetzt brauchen sie unsere Hilfe.“ Auch von zu Hause aus sei Hilfe möglich: Manche helfen beispielsweise bei der Koordination von Hilfsangeboten, Schülerinnen und Schüler rufen Seniorinnen und Senioren an, damit sie sich nicht einsam fühlen. Kinder malen Bilder für die Bewohnerinnen und Bewohner im Altersheim.

„Dafür möchte ich allen Engagierten hier im Land schon jetzt von Herzen danken. Ihre Solidarität, Ihr Gemeinsinn und Ihre Hilfsbereitschaft sind in diesen schwierigen Zeiten durch nichts zu ersetzen“, so die Staatssekretärin weiter. „Praktische Hilfen wie einkaufen gehen ist dabei genauso wichtig wie das Zeichen: Ihr seid nicht allein, ihr seid uns nicht gleichgültig, wir sind für euch da.“

Große Welle der Solidarität aufrechterhalten

Mit ihrem Dank verband die Staatssekretärin zugleich den Appell an alle, sich nach Möglichkeit weiterhin zu engagieren: „Wir wissen noch nicht, wie lange dieser Zustand dauern wird. Ich bitte deswegen alle, auch in den nächsten Wochen zu helfen und am Ball zu bleiben. Sprechen Sie andere an, rufen Sie zur Solidarität auf, halten Sie die große Welle der Hilfsbereitschaft am Laufen“.

Die Staatssekretärin ermunterte auch zur Aktion „Frag Fünf“: Jede und jeder solle dabei Kontakt zu mindestens fünf Personen aufnehmen und Hilfe anbieten. Auch wenn die Hilfe abgelehnt werden würde, hätte man damit möglichst viele hilfsbedürftige Personen angesprochen. Und es diesen Menschen manchmal sogar leichter gemacht, um Hilfe zu bitten beziehungsweise Hilfe anzunehmen.

Auch als Helfer Abstands- und Schutzregeln einhalten

Wer sich engagieren möchte, kann sich bei Freiwilligenagenturen, bei der Gemeinde, bei Kirchen oder Wohlfahrtsverbänden melden und seine Hilfe anbieten. „Einige Institutionen brauchen derzeit auch verstärkt Hilfe, wie beispielsweise die Tafeln. Sie müssen einerseits auf viele ältere Ehrenamtliche verzichten und wollen andererseits auch Lieferservices aufbauen“, so Staatssekretärin Mielich. „Erkundigen Sie sich in ihrem Umfeld, wo derzeit Hilfe gesucht wird.“

Die Staatssekretärin betonte dabei noch einmal, den Eigenschutz nicht zu vernachlässigen: „Bitte vergessen Sie nicht, sich als Helferin oder Helfer selbst zu schützen. Gehen Sie auf Distanz, halten Sie räumlichen Abstand. Vor allem dann, wenn Sie selbst zur Risikogruppe gehören. Helfen Sie nur, wenn dies keine Gefahr für Sie selbst ist.“

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