Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit geht weiter leicht zurück

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Auszubildende in einer Berufsschule (Foto: © dpa)

Seit Beginn der Corona-Pandemie sind die Arbeitslosenzahlen in Baden-Württemberg gestiegen. Im November sanken die Zahlen nun im dritten Monat in Folge wieder leicht. Die Arbeitslosenquote lag in Baden-Württemberg bei 4,2 Prozent, die Jugendarbeitslosenquote bei 3,4 Prozent.

Der Arbeitsmarkt in Baden-Württemberg erholt sich trotz der Corona-Pandemie weiter. Der November war der dritte Monat in Folge, in dem die Arbeitslosigkeit wieder zurückging. Trotzdem liegt die Arbeitslosenquote mit jetzt 4,2 Prozent noch deutlich über der Quote von 3,1 Prozent im November 2019. 

„Es ist eine gute Nachricht, dass sich der leichte Aufschwung am Arbeitsmarkt, der im Oktober eingesetzt hat, im November fortgesetzt und von den Corona-Einschränkungen unbeeindruckt gezeigt hat“, sagte Wirtschafts- und Arbeitsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut anlässlich der Veröffentlichung der neuen Arbeitsmarktdaten für Baden-Württemberg. „In der Corona-Pandemie kämpfen wir um jeden Arbeitsplatz, die Existenzgrundlagen der Menschen im Land und die beruflichen Perspektiven der jungen Generation. Die verlängerten Corona-Sonderregeln beim Kurzarbeitergeld, unser Modellversuch zum zeitversetzen Ausbildungsstart und unsere Corona-Hilfen für Unternehmen und Solo-Selbstständige sind richtige und wichtige Antworten auf die Herausforderungen der nächsten Monate in der Pandemie“, zeigte sich Hoffmeister-Kraut überzeugt. 

Starker Rückgang bei der Jugendarbeitslosigkeit

Nachdem die Arbeitslosenzahlen seit Beginn der Corona-Pandemie im März bis August 2020 monatlich angestiegen waren, sind die Zahlen nun im dritten Monat in Folge leicht rückläufig. So waren im November 2,7 Prozent weniger Menschen arbeitslos als im Oktober, im Oktober 2020 5,2 Prozent weniger als im September.

Von der insgesamt wieder etwas robusteren Arbeitsmarktverfassung haben vor allem arbeitslose Jugendliche unter 25 Jahren mit einem Rückgang um rund 2.700 bzw. 10,1 Prozent im Vergleich zum Oktober 2020 profitiert. Die Jugendarbeitslosenquote sank im Vergleich zum Oktober 2020 um 0,4 Prozentpunkte auf jetzt 3,4 Prozent – ein Prozent mehr als noch im November 2019.

 „Der spürbare Rückgang der Arbeitskräftenachfrage in den vergangenen Monaten dürfte mittlerweile die Talsohle durchschritten haben. Dass wieder mehr junge Menschen aus der Arbeitslosigkeit herausgefunden haben, freut mich besonders und ist ein Silberstreifen am Horizont“, so die Ministerin weiter. 

Zahl der Langzeitarbeitslosen nimmt weiter zu

Während die Arbeitslosigkeit bei den Jugendlichen deutlich rückläufig ist, fällt der Rückgang der Zahlen bei den älteren Arbeitslosen schwach aus. Im November gab es bei den über 50-jährigen nur 362 Arbeitslose (minus 0,4 Prozent) weniger als im Oktober 2020. Bei den über 55-jährigen gab es sogar einen Anstieg um 0,1 Prozent. Der Anstieg der Zahl der Langzeitarbeitslosen setzt sich im November fort, der achte Anstieg in Folge. 

In den kommenden Monaten werde es darauf ankommen, die nachhaltige Erholung der Konjunktur nicht zu gefährden. „Mit den an das Infektionsgeschehen angepassten Corona-Einschränkungen und der Aussicht auf die baldige Verfügbarkeit von Impfstoffen sind wir auf dem richtigen Weg,“ sagte die Wirtschafts- und Arbeitsministerin. Sie verwies auf die Bedeutung der Hilfen für die Betriebe und erklärte, „die Stabilisierung des Arbeitsmarktes ist auch ein Erfolg der von Bund und Ländern bereitgestellten Hilfsprogramme.“

Pressemitteilung der Bundesagentur für Arbeit: Arbeitslosigkeit nimmt weiterhin leicht ab (PDF)

Arbeitsmarktreport November 2020 für Baden-Württemberg (PDF)

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