Ländlicher Raum

30 Jahre Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum

Seit 30 Jahren ist das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum Impulsgeber für gleichwertige Lebensverhältnisse in Stadt und Land.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Symbolbild

„Seit 30 Jahren ist das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) das zentrale Förderprogramm des Landes, zur integrierten Strukturentwicklung von Städten und Gemeinden und hat viele zukunftsorientierte Projekte auf den Weg gebracht. Viele umfangreiche Veränderungen in immer kürzeren Zeiträumen fordern den Ländlichen Raum heraus und prägen auch das bewährte Förderprogramm, das mit dieser Entwicklung Schritt halten muss. Die Grundversorgung im Ländlichen Raum steht aktuell vor tiefgreifenden und vielschichtigen Herausforderungen, die in Umfang und Dynamik überaus anspruchsvoll sind. So ist eine gute medizinische Grundversorgung auch mit Blick auf den demographischen Wandel notwendig. Dorfgaststätten, Bäckereien und andere Grundversorger müssen investieren, bei schwierigen gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen und sind meist auf weitere Unterstützung angewiesen. Das ELR-Programm hat sich in 30 Jahren zu einer verlässlichen und tragenden Säule des Ländlichen Raums entwickelt, das auch in Zukunft Akzente setzen wird“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, in Schwarzach im Neckar-Odenwald-Kreis, anlässlich der Jubiläumsveranstaltung zu 30 Jahre Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum.

Verlässliche und tragende Säule des Ländlichen Raum

Die Veränderungen in der Arbeitswelt sind tiefgreifend und eine Chance für die ländlichen Gebiete. „Das mobile Arbeiten ist heute die Regel. Die Ansprüche an die moderne Arbeitswelt sind heute komplett andere, wie vor 30 Jahren. Daher beschäftigen wir uns bei der Fördermittelvergabe heute mit flexiblen Homeoffice-Plätzen in Co-Working-Spaces und generationenübergreifenden Quartieren mit barrierefreien Angeboten. In ländlichen Gemeinden wird dies bereits erkannt“, betonte Minister Hauk.

Der Klimawandel werde immer mehr zur kommunalen Aufgabe und habe enorm an Bedeutung gewonnen. „Die Hitzetage nehmen deutlich zu. Starkregenereignisse machen vielen Gemeinden immer häufiger große Probleme. Was noch vor wenigen Jahren als Jahrhunderthochwasser bezeichnet wurde, wiederholt sich heute in kürzeren Abständen. Wir sind alle gefordert, umzudenken. Daher appelliere ich an alle Gemeinden, sich mehr als bisher mit klimaresilienten Wohnumfeldgestaltungen zu befassen“, sagte Minister Hauk.

Die ELR-Projekte in Schwarzach überzeugen

Im Rahmen der Jubiläumsveranstaltung konnten bei einem Rundgang in der knapp 3.000 Einwohner zählende Gemeinde Schwarzach verschiedene ELR-Projekte besichtigt werden. „Beim ELR geht es in der Regel um eine strukturelle Aufwertung vor Ort. Daher ist das Programm so vielseitig und nah an den Bedarfen der Bürgerschaft“, betonte Minister Hauk.

In Schwarzach sei dies beispielhaft durch die Umnutzung einer Scheune in Wohnraum, die Modernisierung alter Wohnhäuser im Ortskern, die komplette Neugestaltung des Freibadgeländes in ein barrierefreies, modernes Wohlfühlareal erreicht worden. Auch die Schwarzachhalle, der Veranstaltungsort der Festveranstaltung, ist ein ELR-Projekt.

Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR)

Das Entwicklungsprogramm Ländlicher Raum (ELR) hat vier Förderschwerpunkte: Innenentwicklung/Wohnen, Grundversorgung, Arbeiten und Gemeinschaftseinrichtungen. Gefördert werden sowohl kommunale als auch private Investitionen mit Zuschüssen. Interessierte private Investoren erhalten nähere Informationen bei ihrer Gemeinde (Investitionsort).

Eine neue ELR-Broschüre (PDF) gibt Inspirationen für Zukunftsmacher: 30 Beispielprojekte zeigen das Potenzial des ELR-Programms für Gemeinden.

Weitere Meldungen

Die Faxen
Landesjubiläum 2027

Jubiläumssong für Baden-Württemberg gewählt

Ein Mitarbeiter einer Straßenschilderfirma befestigt in Freiburg ein Verkehrsschild, das auf eine Umweltzone in der Innenstadt hinweist (Bild: dpa).
Digitalisierung

Baden-Württemberg startet digitales Verkehrszeichenkataster

Von links nach rechts im Bild: Ministerialdirektorin Gerda Windey, Präsident des Landgerichts Baden-Baden a.D. Dr. Frank Konrad Brede, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt, Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe Jörg Müller.
Justiz

Präsident des Landgerichts Baden-Baden geht in Ruhestand

Verdienstkreuz für Volker Jobst
Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Volker Jobst

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Arbeitslosigkeit bleibt trotz leichtem Rückgang auf höherem Niveau

Labor-Utensilien bei einem Drug-Checking-Projekt
Suchthilfe

Land bereitet Drug-Checking-Verordnung vor

Alexander Föhr spricht im Deutschen Bundestag.
Regierungspräsidien

Wechsel an der Spitze des Regierungspräsidiums Karlsruhe

Eine Frau und ein Mann bei der Weinlese.
Weinbau

Förderprogramm für den Weinbau gestartet

Logo der Wirtschaftsministerkonferenz der Länder
Wirtschaftsministerkonferenz

Wirtschaftsminister der Länder tagen in Konstanz

Logo von Start up BW
Start-up BW

energieleser im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Bescheidübergabe Digitalisierungszentrum Ulm | Alb-Donau | Biberach | Neu-Ulm
Wirtschaft

Digitalisierungszentrum mit rund 500.000 Euro gefördert

A 6 über das Kochertal. Quelle: Regionalverband Heilbronn-Franken
Mobilitätspakt

Verkehrsmanagement in der Region Heilbronn-Neckarsulm

Sojabohnenernte in Umkirch
Landwirtschaft

Ernte auf gentechnisch veränderte Organismen untersucht

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Mitte) mit dem Gewinnerteam „Cover Curtains“ des „Start-up BW Young Talents 2026“-Wettbewerbs.
Start-up BW

Schülerteam „Cover Curtains“ gewinnt „Start-up BW Young Talents“

BW blüht
Biodiversität

Vorbildliche Projekte für Artenvielfalt ausgezeichnet