Virenforschung

25 Millionen Euro für Aufbau einer Fraunhofer-Einrichtung

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In einem ärztlichen Labor untersucht eine Frau eine Probe am Mikroskop.
Symbolbild

Das Wirtschaftsministerium fördert mit rund 25 Millionen Euro den Aufbau einer Fraunhofer-Einrichtung für Virus-basierte Therapien in Biberach. Damit soll der Pharmastandort Baden-Württemberg insbesondere in der Region zwischen Ulm und Bodensee weiter gestärkt werden.

Um den Pharmastandort Baden-Württemberg insbesondere in der Region zwischen Ulm und Bodensee weiter zu stärken, fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus den Aufbau einer Außenstelle „Virus-basierte Therapien“ des Fraunhofer-Instituts für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik (IGB) in Biberach. Den Bewilligungsbescheid über rund 25 Millionen Euro überreichte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus, am 12. Oktober 2023 in Stuttgart an den Leiter des Fraunhofer IGB, Markus Dr. Wolperdinger.

Land ist bundesweit stärkster Pharmastandort

„Unser Land bietet ideale Voraussetzungen für die Entwicklung und Herstellung von viralen Therapien. Baden-Württemberg ist bundesweit der stärkste Pharmastandort. Besonders viele Pharmaunternehmen sind in der Region zwischen Ulm und Bodensee angesiedelt, wo sich der Bio-Pharma Cluster South Germany befindet. Die Region zählt zu den umsatzstärksten und bedeutendsten Forschungs-, Entwicklungs- und Produktionsstandorten der pharmazeutischen Industrie in Deutschland“, sagte die Wirtschaftsministerin anlässlich der Übergabe des Förderbescheids. „Viren und virale Vektoren sind hochinnovative Therapieoptionen für bisher nicht oder nur unzureichend therapierbare Erkrankungen. Daher fördern wir den Aufbau einer Außenstelle für ‚Virus-basierte Therapien‘ des Fraunhofer IGB“, so Hoffmeister-Kraut weiter.

Der Ansatz zur Bekämpfung von Krankheiten mit Therapeutischen Viren birgt nach Auffassung der Wirtschaftsministerin enorme Möglichkeiten, sowohl für die Entwicklung neuer Heilmethoden als auch für die Stärkung der Pharmaindustrie. „Viele große und namhafte Pharmaunternehmen investieren derzeit massiv in dieses Themenfeld. Durch die Stärkung der wirtschaftsnahen Forschung auf diesem Gebiet besteht die Chance, Forschung und Produktion in diesem zukunftsträchtigen Bereich in Baden-Württemberg anzusiedeln“, sagte die Wirtschaftsministerin.

Gesamter Pharmastandort Baden-Württemberg wird profitieren

Mit dem Fraunhofer IGB verfüge das Land über eine wirtschaftsnahe Forschungseinrichtung, die im Bereich der Virenforschung eine einzigartige Expertise vorzuweisen hat. Im Innovationsfeld Virus-basierte Technologien forscht es seit über einem Jahrzehnt an pathogenen Viren und viralen Vektoren und ist der ideale Partner, um die Unternehmen bei der Weiterentwicklung viraler Therapien zu unterstützen. „Von der Außenstelle Virus-basierte Therapien des Fraunhofer IGB werden nicht nur die Unternehmen und die Pharmaregion zwischen Ulm und Bodensee profitieren, sondern der gesamte Pharmastandort Baden-Württemberg“, sagte Ministerin Dr. Hoffmeister-Kraut abschließend.

Die Fraunhofer-Gesellschaft ist die führende Organisation für angewandte Forschung in Europa. Im Bereich der therapeutischen Viren verfügt das Fraunhofer-Institut für Grenzflächen- und Bioverfahrenstechnik IGB in Stuttgart über eine langjährige Forschungserfahrung.

Bio-Pharma Cluster South Germany

Der Bio-Pharma Cluster South Germany ist ein weltweit führender Biotech-Standort und das Herzstück der biopharmazeutischen Entwicklung und Produktion. Zum Bio-Pharma Cluster South Germany gehören mehr als 100 Unternehmen und Forschungseinrichtungen aus der Biotechnologie, der Pharmazie und der Medizintechnik. Der Schwerpunkt der Forschung liegt auf der medizinischen Biotechnologie. Der Cluster entwickelt vor Ort therapeutische oder diagnostische Verfahren und forscht auf dem Gebiet der personalisierten Medizin. Er leistet somit einen einzigartigen Beitrag zur Medizin der Zukunft.

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Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
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