Menschen mit Behinderungen

Hunderte Menschen setzen starkes Zeichen für Inklusion in Stuttgart

Hunderte Menschen haben in Stuttgart gegen die geplanten Einsparungen im Bereich Inklusion demonstriert.

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Dem Aufruf der Beauftragten der Landesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Nora Welsch, folgten am 5. Mai 2026 hunderte Menschen nach Stuttgart, um gegen die geplanten Einsparungen im Bereich Inklusion zu demonstrieren.

Trotz strömenden Regens versammelten sich die Teilnehmerinnen und Teilnehmer auf dem Kronprinzplatz, um auf ihre Situation aufmerksam zu machen und ein deutliches Zeichen für gesellschaftliche Teilhabe zu setzen. Mit Plakaten und Bannern machten sie ihre Botschaften sichtbar: „Teilhabe ist ein Menschenrecht“, „Nett hier, aber kein Schlaraffenland“ oder „Schulische Inklusion darf kein Glücksfall sein“.

Neben Nora Welsch richtete sich auch der Beauftragte der Bundesregierung für die Belange von Menschen mit Behinderungen, Jürgen Dusel, mit klaren Worten an Politik und Gesellschaft.

Nora Welsch betonte in ihrer Rede: „Wir führen ständig Spardebatten, kaum noch Inklusionsdebatten.“ Dabei seien Ausgrenzung, Stillstand und Chancenungerechtigkeit langfristig deutlich teurer als Inklusion. Inklusion müsse endlich als Investition in eine gerechte Gesellschaft verstanden werden.

Auch Jürgen Dusel machte deutlich: „Inklusion und Demokratie gehören zusammen! Lasst uns nicht bei den Leistungen sparen, sondern bei der völlig überbordenden Bürokratie.“

Gesprächsrunde zu Barrieren, Vorurteilen und Herausforderungen

In einer Gesprächsrunde berichteten Menschen mit Behinderungen und ihre Angehörigen eindrücklich von ihren Erfahrungen im Alltag, von Barrieren, Vorurteilen und den Herausforderungen, denen sie weiterhin begegnen.

Musikalisch wurde die Veranstaltung von mehreren Künstlerinnen und Künstlern begleitet. Der Berliner Rapper Graf Fidi sorgte mit seinen Songs und klaren Botschaften für den richtigen Einstieg in die Veranstaltung. Besonders bewegend war zudem der Auftritt der Sign Singers, die unter anderem das Lied „Sound of Silence“ in Gebärdensprache interpretierten. Das DJ-Duo „Plustwo“ rundete die Kundgebung musikalisch ab und sorgte für Party-Stimmung zum Ausklang.

Dank an alle Beteiligten und Teilnehmenden

Besonders beeindruckend waren die ausgelassene Stimmung und die große Entschlossenheit der Teilnehmenden. Die Kundgebung machte deutlich, wie sehr das Thema Einsparungen bei Inklusion die Menschen bewegt – und wie viel weiterhin bewegt werden muss.

Nora Welsch dankte allen Beteiligten auf und hinter der Bühne sowie den zahlreichen Unterstützerinnen und Unterstützern: „Hier in Stuttgart haben wir gezeigt, wie sehr die Behindertenbewegung zusammensteht. Herzlichen Dank an alle Teilnehmenden von überall in Baden-Württemberg, die dafür gesorgt haben, dass die Veranstaltung ein voller Erfolg geworden ist!“.

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