Klimawandel

Land rüstet sich für Extremwasserereignisse

Baden-Württemberg rüstet sich mit mehr Hochwasserschutz, Prävention und Schwammstadt-Konzepten gegen zunehmende Extremwetterlagen.

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Hochwassereinsatz der Feuerwehr (Symbolbild)
Sturzflut in Braunsbach vor zehn Jahren
Niedrigwasser am Bodensee
Hochwasserschutz am Rhein (Symbolbild)

Das Frühjahr 2026 hat in Baden-Württemberg Rekorde gebrochen. Laut dem Deutschen Wetterdienst (DWD) waren die Monate Januar bis Mai nicht nur außergewöhnlich mild, sondern auch außergewöhnlich trocken. Die Niederschlagsmenge lag bei nur knapp der Hälfte des üblichen Frühjahrsniederschlags. Die aktuell gültigen Klimaprognosen sagen neben längeren Trockenperioden allerdings auch heftigere Niederschläge voraus. Nach den Berechnungen werden Extremniederschläge, die zu Hochwasser und Starkregenschäden führen können, gegen Ende des 21. Jahrhunderts rund zwei- bis dreimal so häufig auftreten wie gegen Ende des 20. Jahrhunderts. Darüber, wie sich das Land darauf vorbereitet, hat Umweltministerin Thekla Walker am Dienstag, 9. Juni 2026, dem Kabinett berichtet.

Der Klimawandel ist längst kein Zukunftsszenario mehr, sondern nicht erst seit der aktuellen Niedrigwassersituation am Bodensee oder der Sturzflut von Braunsbach vor ziemlich genau zehn Jahren schonungslose Realität.
Ministerpräsident Cem Özdemir

„Der Klimawandel ist längst kein Zukunftsszenario mehr, sondern nicht erst seit der aktuellen Niedrigwassersituation am Bodensee oder der Sturzflut von Braunsbach vor ziemlich genau zehn Jahren schonungslose Realität. Die Folgen solcher Ereignisse können verheerend sein: Schäden in Millionenhöhe, menschliches Leid und starke Beeinträchtigungen der Umwelt. Als Landesregierung haben wir das Wassermanagement fest im Blick und sind aktiv. Im Koalitionsvertrag haben wir vereinbart, dass der Hochwasserschutz Vorrang haben muss, insbesondere dort, wo Leib und Leben in Gefahr sind und große Sach- und Vermögensschäden drohen“, so Ministerpräsident Cem Özdemir im Anschluss an die Sitzung des Ministerrats.

Umweltministerin Thekla Walker betonte: „Wir wollen die Anpassung an die nicht mehr zu vermeidende Erderwärmung nutzen, um die Lebensqualität zu verbessern. Mehr Grün und Wasser in den Orten erhöht diese genauso wie die Renaturierung von Gewässern und die Schaffung von Auenlandschaften für den Hochwasserschutz. Um Schäden für Mensch und Umwelt so gering wie möglich zu halten, investieren wir daher in Infrastruktur und Prävention.“

Vorsorge und Anpassung

Hochwasserschutz

Die bestehenden Hochwasserschutzanlagen schützen mit über 1.000 Kilometern landeseigenen Hochwasserschutzdämmen und über 800 Hochwasserrückhaltebecken bereits Vermögenswerte in Höhe von 10,7 Milliarden Euro bei einem hundertjährlichen Hochwasser. Die meisten der Dämme sind inzwischen über 80 Jahre alt. Das Land hatte daher bereits 2015 das Dammertüchtigungsprogramm erarbeitet. Für das gesamte Programm sind 1,1 Milliarden Euro zur Instandsetzung von rund 725 Dammkilometern veranschlagt. Aus dem Länder-und-Kommunal-Infrastrukturfinanzierungsgesetz (LUKIFG) werden für Hochwasserschutz-Maßnahmen/Dammertüchtigungen für die Jahre 2026 bis 2035 88 Millionen Euro bereitgestellt.

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Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
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