Öffentlicher Nahverkehr

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn

Der kleine Fahrplanwechsel steht an. Für Fahrgäste im Land bringt er ab Sonntag, 14. Juni, einige Verbesserungen im Schienenverkehr. So greifen neue Regeln für mehr Anschlusssicherheit im Land.

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Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.

Mit dem Fahrplanwechsel treten die Regeln für eine flächendeckend zuverlässigere Anschlusssicherung in Baden-Württemberg in Kraft. Dazu haben das Land, DB InfraGO und den Eisenbahnverkehrsunternehmen die „Wartezeitregel“ für Umsteigeknoten grundlegend überarbeitet. Ziel ist es, Fahrgäste auch bei Verspätungen möglichst verlässliche Umsteigemöglichkeiten anzubieten.

Verkehrsministerin Nicole Razavi sagte im Vorfeld des Kleinen Fahrplanwechsels: „Damit alle Menschen gerne in Bus und Bahn steigen, müssen diese zuverlässig und pünktlich sein. Für das Land steht die Qualitätssteigerung ganz oben auf der Prioritätenliste. Unser neues automatisiertes Anschlusssicherungssystem trägt maßgeblich zur Verlässlichkeit der Reiseketten bei – über alle Eisenbahnverkehrsunternehmen hinweg.“

Wartezeiten für Anschlüsse verlängert

Die neuen Regelungen legen klar fest, wie lange Züge bei Verspätungen auf Anschlüsse warten sollen. Insbesondere für die Abendstunden wurden die Wartezeiten verlängert, sodass die Reiseketten der letzten Verbindung des Tages künftig verlässlicher gesichert werden können.

Bereits Ende des vergangenen Jahres startete die Testphase des neuen landesweiten Softwaretools zur Automatisierung von Anschlussentscheidungen. Auf Basis von Echtzeitdaten überwacht es alle Züge und gibt Warteempfehlungen an die Eisenbahnverkehrsunternehmen weiter.

Um die Qualität der Anschlussempfehlungen so hoch wie möglich zu gestalten, wurden auch die Umsteigezeiten der Fahrgäste an allen relevanten Knoten auf Basis der aktuellen Infrastruktur neu berechnet. Damit kann die Ermittlung der Anschlüsse in Zukunft auch gleisgenau und insgesamt deutlich praxisnäher erfolgen. Gerade Anschlüsse, in denen es nur um wenige Minuten geht, können dadurch zuverlässiger gesichert werden.

Halbstundentakt für die Hermann-Hesse-Bahn

Die neue Hermann-Hesse-Bahn zwischen Calw und Weil der Stadt geht mit dem Fahrplanwechsel in den Vollbetrieb: Montags bis freitags erweitert das Land den bisherigen Stundentakt tagsüber zwischen 5 und 19 Uhr auf den Halbstundentakt. Zusätzlich werden zu Zeiten, in denen die Stuttgarter S-Bahn-Linie S62 planmäßig nicht verkehrt, alle Züge bis Renningen verlängert. Dort besteht für die Pendlerinnen und Pendler ein S-Bahn-Anschluss an die Arbeitsplatzschwerpunkte in Böblingen und Sindelfingen.

Verkehrsministerin Razavi machte deutlich: „Seit Februar verbinden die hochmodernen batterieelektrischen Züge der Hermann-Hesse-Bahn den Landkreis Calw mit der Landeshauptstadt. Mit dem neuen Fahrplan können die Pendlerinnen und Pendler nun montags bis freitags von morgens bis abends alle halbe Stunde schnell und klimafreundlich zum Arbeitsplatz, zum Studium oder zum Sport fahren. Auch die Stuttgarterinnen und Stuttgarter kommen nun wieder komfortabel in den Nordschwarzwald. Das ist gut für den Wirtschafts- und Tourismusstandort. Allzeit gute Fahrt auf der reaktivierten Hermann-Hesse-Bahn!“

Was ist neu?

Was ändert sich im August noch?

Der Fahrplanwechsel

Europaweit werden Fahrpläne zweimal jährlich angepasst – mit dem Großen Fahrplanwechsel im Dezember und dem Kleinen Fahrplanwechsel im Juni.

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