Digitalisierung

Wirtschaftsministerium fördert „Mobiles Plug-In Labor“

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Ein Mitarbeiter der Robert Bosch GmbH überprüft mit einem Tablet die Betriebsdaten von vernetzten Maschinen für Metallspritzguss. (Foto: © dpa)

Mit rund 713.000 Euro fördert das Wirtschaftsministerium ein Mobiles Plug-In Labor. Damit soll neben der Demonstration neuer Technologien vor Ort auch die Qualifizierung von Mitarbeitern und eine individuelle Beratung der kleinen und mittleren Unternehmen ermöglicht werden.

Das Wirtschaftsministerium fördert ein Mobiles Plug-In Labor für das „Advanced System Engineering“ (ASE) mit rund 713.000 Euro. Dies gab Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut bekannt. „Mit dem mobilen Plug-In Labor können wir Unternehmen neue und intelligente Technologien für die digitalisierte Entstehung von Produkten direkt vor Ort demonstrieren. Gerade für kleine und mittlere Unternehmen ist das Advanced System Engineering eine effiziente Methode, um Produktentstehungsprozesse zu optimieren, zu digitalisieren und agiler zu machen“, sagte die Ministerin.

Das Projekt mit einer Laufzeit von zwei Jahren wird durch das Fraunhofer-Institut für Arbeitswirtschaft und Organisation (IAO) umgesetzt, das eine Vorreiterposition im Themenfeld ASE einnimmt. Ziel des Projekts ist die Entwicklung, der Aufbau und der Betrieb eines Labors, das neben der Demonstration neuer Technologien vor Ort auch die Qualifizierung von Mitarbeitern und eine individuelle Beratung der kleinen und mittleren Unternehmen (KMU) ermöglicht.

Kleine und mittlere Unternehmen können vor Ort beraten werden

In ersten kurzen Pilotprojekten sollen die Unternehmen an die Technologie des Advanced System Engineering herangeführt werden. Die Methoden des ASE werden dabei in einem Labor transportabel gemacht, KMU vor Ort beraten und in die Technik eingewiesen. Dazu wird das Labor in einen mobilen Container integriert, der mit einer eigenen Stromversorgung ausgestattet wird. Somit kann es im ganzen Land betrieben und von Entwicklern und Entscheidern vor Ort besucht werden.  

Das Advanced System Engineering verfolgt das Ziel, KMU zur Entwicklung und Fertigung autonomer Systeme, zum Einsatz künstlicher Intelligenz sowie zur Nutzung dynamisch vernetzter Systeme zu qualifizieren. „Damit wollen wir die Wettbewerbsfähigkeit der kleinen- und mittleren Unternehmen im Land fördern und ausweiten. Mithilfe des ASE können die Betriebe die neuen Herausforderungen für die Wirtschaft wie Digitalisierung, Transformation zur Industrie 4.0 oder auch die interdisziplinäre und unternehmensbergreifende Entwicklung von komplexen Systemen praktisch angehen“, sagte Hoffmeister-Kraut. Mit den Methoden des ASE werde zudem auch untersucht, welche Formen der Prozessorganisation in Unternehmen einen optimalen Einsatz von lernfähigen Softwarewerkzeugen durch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in der Produktentwicklung begünstigen.

Produktentstehungsprozesse effizienter machen

Das Mobile Plug-In Labor hilft den Entwicklern und Unternehmen dabei, sich den Anforderungen bewusst zu werden, welche die Digitalisierung an sie stellt. Dadurch sollen nötige Qualifikationen und Maßnahmen für KMU und deren Beschäftigte ausgemacht und Konzepte zur Schulung entwickelt werden. Außerdem erhalten die Unternehmen eine Unterstützung beim Technologie- und Methodentransfer von ASE und können direkt kleine Pilotprojekte starten.

Die Leistungs- und Qualitätsmerkmale moderner Produkte werden unmittelbar in Produktentstehungsprozessen festgelegt. Diese sind bei komplexen Konsum- oder Investitionsgütern wie beispielsweise Maschinen und Fahrzeugen besonders herausfordernd. Innovative digitale und lernfähige Werkzeuge können dabei die Entwicklungsteams maßgeblich unterstützen und die Produktentstehungsprozesse effizienter machen.

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