Fachkräfte

Welcome Center sind ein Erfolgsmodell

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Beratung von internationalen Fachkräften in einem Welcome Center

Die Welcome Center in Baden-Württemberg bieten mit ihren Fachberatungen und Informationsveranstaltungen Informationen zu Einreise, Aufenthalt, Bewerbung und Jobsuche, Spracherwerb, Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen und Leben in Deutschland und unterstützen Unternehmen dabei, Fachkräfte im Ausland zu gewinnen.

Die Welcome Center in Baden-Württemberg haben im Jahr 2021 insgesamt rund 3.150 internationale Fachkräfte und rund 630 Unternehmen beraten. Bei über 300 Informationsveranstaltungen konnten weitere 4.500 internationale Fachkräfte und etwa 1.300 Unternehmen erreicht werden. „Mit ihrer engagierten Arbeit trägt jedes Welcome Center dazu bei, dass in Baden-Württemberg Willkommenskultur und Fachkräftesicherung Hand in Hand gehen“, sagte Arbeits- und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und zog eine positive Bilanz zu den Aktivitäten der Welcome Center 2021.

Die neun regionalen Welcome Center sowie das landesweit zuständige Welcome Center Sozialwirtschaft Baden-Württemberg, das insbesondere für den Pflege- und den Erziehungsbereich zuständig ist, beraten internationale Fachkräfte zu Einreise, Aufenthalt, Bewerbung und Jobsuche, Spracherwerb, Anerkennung ausländischer Berufsqualifikationen und Leben in Deutschland. Sie informieren und unterstützen zudem vor allem kleine und mittlere Unternehmen bei der Gewinnung von Fachkräften aus dem Ausland und deren Integration in den Betrieb.

Fachkräfte aus 128 Staaten beraten

In rund 3.800 Beratungen von etwa 3.150 internationalen Fachkräften standen vor allem Arbeitsplatzsuche und Bewerbungen, Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen, Sprache sowie Anerkennung beruflicher Qualifikationen im Mittelpunkt. Dabei kamen die Anfragen der internationalen Fachkräfte zu 80 Prozent aus dem Inland, 20 Prozent der beratenen internationalen Fachkräfte befanden sich im Ausland. Die Zahl der Auslandsanfragen hat sich gegenüber dem Jahr 2020 um fast ein Fünftel erhöht, was auf den erweiterten Einsatz von digitalen Veranstaltungs- und Beratungsformaten der Welcome Centern zurückzuführen sein dürfte.

Die beratenen internationalen Fachkräfte kamen aus 128 verschiedenen Staaten, vier Fünftel davon aus Drittstaaten. Indien, die Türkei und Syrien waren häufigsten Herkunftsländer, gefolgt von den EU-Staaten Italien und Rumänien. Die meisten der beratenen internationalen Fachkräfte verfügten über eine akademische oder formale Ausbildung im Herkunftsland oder eine akademische Ausbildung in Deutschland oder über Berufserfahrung im Herkunftsland.

Bei den etwa 630 Unternehmen ging es in insgesamt rund 820 Beratungen vor allem um Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen, Rekrutierung, Anerkennung beruflicher Qualifikationen und Integration ins Unternehmen.

Die Welcome Center in Baden-Württemberg

Die Welcome Center in Baden-Württemberg, die 2014 ins Leben gerufen wurden, dienen insbesondere kleinen und mittleren Unternehmen als Anlauf-, Erstberatungs- und Informationsstelle für Fragen rund um die Rekrutierung und zügige, erfolgreiche Integration internationaler Fachkräfte. Gleichzeitig sind die Welcome Center auch für internationale Fachkräfte und ihre Familien einschließlich der internationalen Studierenden an den Hochschulen des Landes eine wichtige Anlaufstelle.

Die Erstberatung umfasst Themen wie Einreise- und Aufenthaltsbestimmungen, Informationen über den regionalen Arbeitsmarkt und seine Unternehmen, Arbeitsplatzsuche und Bewerbung, Anerkennung beruflicher Qualifikationen sowie Deutschkurse. Durch die Vernetzung der Welcome Center untereinander und mit Partnern des regionalen Arbeitsmarkts sind die Welcome Center umfassende Kompetenzzentren für die Arbeitsmarktintegration internationaler Fachkräfte. Dadurch können sie den Unternehmen im Land auch als eine erste Informationsquelle zum beschleunigten Fachkräfteverfahren dienen. Dieses besondere Verfahren, in dem die Aufenthaltsbehörden mit Unternehmen bei aufenthaltsrechtlichen Fragen fallbezogen zusammenarbeiten, wurde mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz möglich gemacht.

Den Welcome Centern stand 2021 insgesamt eine Personalkapazität von 28 Vollzeitäquivalenten zur Verfügung. Aktuell fördert das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus folgende Welcome Center:

Wirtschafstministerium: Welcome Center in Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Arbeitsmarkt bleibt unter Druck

von links nach rechts: Thomas Uhl von der Justizvollzugsanstalt Ravensburg, Amtschefin des Ministeriums der Justiz und für Migration Gerda Windey, Kevin Brennecke von der Justizvollzugsanstalt Heimsheim
Justiz

108 neue Vollzugsanwärter

Green Bond BW
Finanzmarkt

Land gibt sechsten Green Bond über 600 Millionen Euro aus

LKWs stehen auf einem Parkplatz.
Verkehr

Land verlängert Erleichterungen für Lkw-Transporte

Digital Hub Neckar-Alb
Förderung

500.000 Euro für Digital Hub Neckar-Alb

Minister Bundesrat
Bundesrat

Bundespolizeigesetz wird modernisiert

Ein kleines Spielzeughaus steht auf Geldscheinen (Quelle: dpa).
Steuern

Steuerbefreiung für Scheidungsimmobilien soll kommen

4. AG Stuttgart
Justiz

241 neue Auszubildende als Justizfachangestellte

von links nach rechts: Amtschefin des Ministeriums der Justiz und für Migration Gerda Windey, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt, Präsident des Sozialgerichts Reutlingen a. D. Martin Rother und Präsident des Landessozialgerichts Bernd Mutschler
Justiz

Präsident des Sozialgerichts Reutlingen tritt in den Ruhestand

Logo Netzwerkkonferenz Baukultur 2026
Baukultur

Netzwerkkonferenz Baukultur am 8. Oktober

von links nach rechts: Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe Jörg Müller, Präsidentin des Landgerichts Baden-Baden Nicole Helms, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt, Amtschefin des Ministeriums der Justiz und für Migration Gerda Windey.
Justiz

Neue Präsidentin des Landgerichts Baden-Baden

Innenminister Manuel Hagel (Mitte) spricht bei der Auftaktsitzung der Zukunftskommission für Baden-Württemberg.
Verwaltung

Land und Kommunen starten Entlastungsoffensive

Luftaufnahme des Bodensees mit niedrigem Wasserstand und freigelegtem Uferbereich neben bewaldetem Land
Klimaschutz

Folgen des Hitzesommers 2026 und entsprechende Maßnahmen

Gruppenbild mit EU-Generaldirektorin Kerstin Jorna (5. von links) und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (4. von rechts)
Wirtschaft

EU-Generaldirektorin Kerstin Jorna besucht Baden-Württemberg

Gründungsveranstaltung Medicus
Digitalisierung

MEDI:CUS-Plattform wird zukunftsfest aufgestellt