Agrarkongress

Weiterentwicklung der Landwirtschaft im Sinne des Green Deals

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Ein Mähdrescher erntet in Langenenslingen-Andelfingen ein Getreidefeld mit Wintergerste ab.

Der Internationale Agrarpolitische Kongress hat in diesem Jahr im Rahmen des 101. Landwirtschaftlichen Hauptfestes in Stuttgart stattgefunden. Im Fokus stand dabei die Weiterentwicklung der Landwirtschaft im Sinne des Green Deals.

„Mit Minister Zdeněk Nekula als amtierenden Vorsitzenden im Agrarrat der Europäischen Union (EU) und Norbert Lins, Vorsitzender des AGRI-Ausschusses im Europäischen Parlament, ist unser internationaler Agrarkongress zum Green Deal im Rahmen des 101. Landwirtschaftlichen Hauptfestes hochkarätig besetzt. Hinzukommen Videobotschaften des EU-Agrarkommissars Janusz Wojciechowski und des Bundeslandwirtschaftsministers Cem Özdemir, die die Diskussion anregen und untermauern. Es freut mich besonders, auch im Namen unserer Bäuerinnen und Bauern im Land, dass somit heute auch auf europäischer und Bundesebene nach Baden-Württemberg geschaut wird und wir für heute das Zentrum der internationalen Agrarpolitik sind“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am 28. September 2022 anlässlich des Internationalen Agrarpolitischen Kongresses in Stuttgart, der 2022 im Rahmen des 101. Landwirtschaftlichen Hauptfestes stattfindet.

Landwirtschaft im Sinne des Green Deals zukunftsfähig aufstellen

„Durch den Krieg in der Ukraine sowie den zunehmend spürbarer werdenden Auswirkungen des Klimawandels wird uns nach der Corona-Pandemie erneut vor Augen gehalten, wie wichtig und wertvoll eine verlässliche Versorgung mit regional erzeugten Lebensmitteln ist. Nur, wenn wir als Gesamtgesellschaft eine gemeinsame Diskussion darüber führen, wie wir leben, konsumieren, arbeiten und produzieren wollen, werden wir auch gemeinsam die Landwirtschaft im Sinne des Green Deals zukunftsfähig aufstellen und damit eine dauerhafte Ernährungssicherung schaffen. Ziel der Agrarpolitik muss dabei immer sein, eine auf allen Ebenen – ökologisch, ökonomisch und sozial – nachhaltige Land- und Lebensmittelwirtschaft aufzubauen und zu gewährleisten“, betonte Minister Peter Hauk. Dass das keine alleinigen Anliegen Baden-Württembergs sind, zeigten die interessanten Diskussionen mit der Präsidentin des europäischen Bauernverbandes (COPA) Christiane Lambert aus Frankreich und Joachim Rukwied, dem Präsidenten des Landesbauernverbands sowie des Deutschen Bauernverbandes (DBV).

Theresia Kübler, Bundesvorstandsvorsitzende von Junges Bioland e. V., sowie der Vizepräsident des EU-Landjugend (CEJA), Adam Nowak aus Polen, vertraten die nächste Generation von Landwirtinnen und Landwirten und erläuterten beim Agrarkongress, wie die Umsetzung der Ziele des Green Deals in zukunftsfähigen Modellen der Landwirtschaft gelingen kann.

Arnaud Lécuyer, Vizepräsident der Region Bretagne (Frankreich) und Vertreter des Netzwerks AGRI-Regions, warb dafür, dass sich die landwirtschaftlich bedeutenden Regionen der EU, die sich in den „Agri-Regions als Stimme der Regionen zur GAP“ zusammengeschlossen haben, zu Modellregionen des Green Deals weiterentwickeln sollten. Staatssekretär Zdravko Tušek aus Kroatien und Arnold Schuler, Landesrat in Südtirol, erläuterten, wie sich die Landwirtschaft im Einklang mit der Gesellschaft weiterentwickeln kann.

250 Expertinnen und Experten im Publikum

Insgesamt rund 250 Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen aus Forschung, Verwaltung und Verbänden aus dem In- und Ausland waren als Publikum der Einladung zum Agrarkongress gefolgt.

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