Agrarkongress

Weiterentwicklung der Landwirtschaft im Sinne des Green Deals

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Mähdrescher erntet in Langenenslingen-Andelfingen ein Getreidefeld mit Wintergerste ab. (Bild: picture alliance/Thomas Warnack/dpa)

Der Internationale Agrarpolitische Kongress hat in diesem Jahr im Rahmen des 101. Landwirtschaftlichen Hauptfestes in Stuttgart stattgefunden. Im Fokus stand dabei die Weiterentwicklung der Landwirtschaft im Sinne des Green Deals.

„Mit Minister Zdeněk Nekula als amtierenden Vorsitzenden im Agrarrat der Europäischen Union (EU) und Norbert Lins, Vorsitzender des AGRI-Ausschusses im Europäischen Parlament, ist unser internationaler Agrarkongress zum Green Deal im Rahmen des 101. Landwirtschaftlichen Hauptfestes hochkarätig besetzt. Hinzukommen Videobotschaften des EU-Agrarkommissars Janusz Wojciechowski und des Bundeslandwirtschaftsministers Cem Özdemir, die die Diskussion anregen und untermauern. Es freut mich besonders, auch im Namen unserer Bäuerinnen und Bauern im Land, dass somit heute auch auf europäischer und Bundesebene nach Baden-Württemberg geschaut wird und wir für heute das Zentrum der internationalen Agrarpolitik sind“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am 28. September 2022 anlässlich des Internationalen Agrarpolitischen Kongresses in Stuttgart, der 2022 im Rahmen des 101. Landwirtschaftlichen Hauptfestes stattfindet.

Landwirtschaft im Sinne des Green Deals zukunftsfähig aufstellen

„Durch den Krieg in der Ukraine sowie den zunehmend spürbarer werdenden Auswirkungen des Klimawandels wird uns nach der Corona-Pandemie erneut vor Augen gehalten, wie wichtig und wertvoll eine verlässliche Versorgung mit regional erzeugten Lebensmitteln ist. Nur, wenn wir als Gesamtgesellschaft eine gemeinsame Diskussion darüber führen, wie wir leben, konsumieren, arbeiten und produzieren wollen, werden wir auch gemeinsam die Landwirtschaft im Sinne des Green Deals zukunftsfähig aufstellen und damit eine dauerhafte Ernährungssicherung schaffen. Ziel der Agrarpolitik muss dabei immer sein, eine auf allen Ebenen – ökologisch, ökonomisch und sozial – nachhaltige Land- und Lebensmittelwirtschaft aufzubauen und zu gewährleisten“, betonte Minister Peter Hauk. Dass das keine alleinigen Anliegen Baden-Württembergs sind, zeigten die interessanten Diskussionen mit der Präsidentin des europäischen Bauernverbandes (COPA) Christiane Lambert aus Frankreich und Joachim Rukwied, dem Präsidenten des Landesbauernverbands sowie des Deutschen Bauernverbandes (DBV).

Theresia Kübler, Bundesvorstandsvorsitzende von Junges Bioland e. V., sowie der Vizepräsident des EU-Landjugend (CEJA), Adam Nowak aus Polen, vertraten die nächste Generation von Landwirtinnen und Landwirten und erläuterten beim Agrarkongress, wie die Umsetzung der Ziele des Green Deals in zukunftsfähigen Modellen der Landwirtschaft gelingen kann.

Arnaud Lécuyer, Vizepräsident der Region Bretagne (Frankreich) und Vertreter des Netzwerks AGRI-Regions, warb dafür, dass sich die landwirtschaftlich bedeutenden Regionen der EU, die sich in den „Agri-Regions als Stimme der Regionen zur GAP“ zusammengeschlossen haben, zu Modellregionen des Green Deals weiterentwickeln sollten. Staatssekretär Zdravko Tušek aus Kroatien und Arnold Schuler, Landesrat in Südtirol, erläuterten, wie sich die Landwirtschaft im Einklang mit der Gesellschaft weiterentwickeln kann.

250 Expertinnen und Experten im Publikum

Insgesamt rund 250 Expertinnen und Experten verschiedener Fachrichtungen aus Forschung, Verwaltung und Verbänden aus dem In- und Ausland waren als Publikum der Einladung zum Agrarkongress gefolgt.

Weitere Meldungen

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Jetzt noch für „Spitze auf dem Land!“ bewerben

Landesgartenschau Ellwangen 2026
Ländlicher Raum

Positive Halbzeitbilanz der Landesgartenschau 2026

Ein Ausbilder im Garten- und Landschaftsbau (r.) erklärt einem angehenden Gärtner (l.) das Einpflanzen einer Dachbegrünung. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Meisterbriefe für Floristen und Gärtner

Ein Hauskaninchen wartet in seinem Stall in einem Gartengeschäft auf einen neuen Besitzer.
Tierschutz

Schülerinnen und Schüler machen sich für Tiere stark

Eine Zauneidechse (Bild: © dpa)
Naturschutz

1,1 Millionen Euro für Naturschutzprojekte

Flurneuordnung Hildrizhausen
Ländlicher Raum

7,5 Millionen Euro für Zukunftsforum Oberkochen

Einsatzkräfte der Feuerwehr errichten am Nonnenbach in Bad Saulgau im Ortsteil Moosheim einen Damm mit Sandsäcken gegen das Hochwasser.
Krisenvorsorge

Gemeinsam gesellschaftliche Resilienz stärken

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Ländlicher Raum

Investition in die Zukunft des Ländlichen Raums

Eine Wildbiene sucht an Blüten des Mehlsalbeis nach Nektar. (Bild: © Uwe Anspach/dpa)
Naturschutz

Zusätzliche Mittel für den Arten- und Biotopschutz

Landwirtschaft
Ländlicher Raum

Vereinbarkeit von Ernährungssicherung und Naturschutz

Blick über Baden-Württemberg
Landwirtschaft

Gemeinsamen Antrag 2026 bis 30. September korrigieren

Elzbach im Odennwald
Landwirtschaft

Prekäre Lage in den Gewässern Baden-Württembergs

Ein Auerhuhn steht im Wald.
Forst

Weniger Auerhähne als im Vorjahr

Junganlage im Weinberg
Weinbau

Rebflächenförderung 2027 geöffnet

Kreativland
Ländlicher Raum

„KreativLand BW gestalten!“ stärkt die Kreativwirtschaft