Forschung

Rund 500.000 Euro für Forschungsvorhaben zur Effizienzsteigerung von Nutzfahrzeugen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Fuso eCANTER (Foto: © Daimler AG)

Das Land fördert im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft ein Forschungsvorhaben zur Effizienzsteigerung von Nutzfahrzeugen mit rund einer halben Million Euro. Das Ziel ist es, bei schweren Nutzfahrzeugen die fahrzeugbedingten Emissionen und den Energieverbrauch weiter zu reduzieren.

Mit rund einer halben Million Euro fördert das Wirtschaftsministerium im Rahmen des Strategiedialogs Automobilwirtschaft der Landesregierung aus Mitteln der Landesinitiative Marktwachstum Elektromobilität das Forschungsvorhaben „Effizienzsteigerungspotenzial bei Nutzfahrzeugen durch den Einsatz eines neuartigen Abwärmenutzungssystems (Thermoelektrik)“ am Institut des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) für Fahrzeugkonzepte und am Forschungsinstitut für Kraftfahrwesen und Fahrzeugmotoren Stuttgart (FKFS).

„Unser Ziel ist es mittel- und langfristig, emissionslose Mobilität möglich zu machen. Daher wächst der Handlungsdruck, auch bei schweren Nutzfahrzeugen die fahrzeugbedingten Emissionen und den Energieverbrauch weiter zu reduzieren. Welche Technologien sich durchsetzen werden, um diese Ziele zu erreichen, kann nur auf dem Wege intensiver vorwettbewerblicher Forschung entschieden werden, nicht durch politische Beschlüsse“, sagte Wirtschaftsministerin Nicole Hoffmeister-Kraut im Zusammenhang mit der Projektbewilligung.

Vor allem der Aspekt der Energieeffizienzsteigerung für den Einsatz im Nutzfahrzeug sei von großem Interesse, wenn man bedenke, dass eine weitere Steigerung der Transportleistungen bis 2030 von circa 30 Prozent prognostiziert werde, womit sowohl die relative Bedeutung im Verkehrssektor als auch die absoluten CO2-Emissionen des Straßengüterverkehrs sehr wahrscheinlich weiter ansteigen würden, so die Ministerin.

Die enge Zusammenarbeit der Projektpartner DLR und FKFS gebe dem Projekt die einzigartige Möglichkeit, Wissen und umfangreiche Erfahrung beider Einrichtungen und Fachrichtungen in das Projekt einfließen zu lassen und der Technologie im Nutzfahrzeug somit zum Durchbruch zu verhelfen, so Hoffmeister-Kraut.

Thermoelektrische Generatoren

Thermoelektrische Generatoren (TEG) arbeiten emissionslos, geräuschlos, vibrationsfrei und äußerst zuverlässig. Im Projekt soll die Effizienz von modernen, schweren Nutzfahrzeugen durch den Einsatz eines neuartigen Abwärmenutzungssystems demonstriert werden. Dabei wird erstmals ein nutzfahrzeugspezifisches Abwärmenutzungssystem basierend auf der Thermoelektrik mit Hilfe eines gesamtheitlichen Ansatzes entwickelt und das Potential dieser Technologie für heutige und zukünftige Nutzfahrzeuge dargestellt. Als Referenzfahrzeug ist ein innovatives Serien-Nutzfahrzeug mit Gasmotor geplant, das eine Schlüsseltechnologie für den zukünftigen emissionsärmeren Straßengüterverkehr im Nah- und auch im Fernbereich sein kann. Hierbei werden neben der Systemauslegung erstmals auch alle Wechselwirkungen mit dem Nutzfahrzeug betrachtet und qualifiziert.

Weitere Meldungen

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. Februar 2026

Kinder sind auf einer Straße mit dem Fahrrad unterwegs zur Schule. (Foto: © dpa)
Sicherer Schulweg

Mehr Verkehrssicherheit durch Schulstraßen und Schulzonen

Autos fahren über eine Kreuzung in Reutlingen. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Verkehrssicherheit

Vernetzte Verkehrssicherheitsarbeit im Fokus

Eine Mitarbeiterin demonstriert im 3D-Druck-Applikationszentrum des Maschinenbauers Trumpf in Ditzingen die Bedienung einer 3D-Druck-Maschine per Tablet. (Foto: © dpa)
Innovation

Industrienahe Dienstleistungen als Wachstumstreiber

Minister Strobl Einweihung Schnellladesäule
Polizei

Polizei Baden-Württemberg testet Schnellladesäule

von links nach rechts: Wissenschaftsministerin Petra Olschowski, Prof. Dr. Gerhard Huisken, Prof. Dr. Karla Pollmann (Rektorin der Eberhard Karls Universität Tübingen)
Forschung

Bundesverdienstkreuz für Prof. Dr. Gerhard Huisken

Ein Mann geht mit Kinderwagen und Hund auf einem Gehweg in Heidelberg.
Fußverkehr

Baden-Württemberg stärkt das Gehen im Alltag

Parken und Mitfahren (Quelle: Straßenverkehrs-Ordnung, DIN-Normen und Verkehrsblatt)
Mobilität

Verkehrsministerium startet Plattform Mitfahren-BW

Ein Krebsforscher arbeitet in einem Labor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg mit einer Pipette. (Bild: picture alliance/picture alliance / dpa)
Forschung

Land fördert Präventionsnetzwerk mit rund zwei Millionen Euro

Unterzeichnung der Gründungsvereinbarung für das Graduierten- und Forschungszentrum connAIx in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Künstliche Intelligenz

Gründungsvereinbarung für Graduiertenzentrum connAIx unterzeichnet

Die Altstadt von Meersburg am Bodensee.
Tourismus

Nationale Tourismusstrategie setzt klaren Kurs auf Wachstum und Wettbewerbsfähigkeit

Herr Peter S. Krause, Frau Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut und Frau Barbara Resch bei der Unterzeichnung der gemeinsamen Erklärung
Wirtschaft

Agenda für eine starke Metall- und Elektroindustrie im Land

Auf dem Bild ist Ministerin Dr. Nicole-Hoffmeister-Kraut mit Herrn Dr. Andreas Zekorn zu sehen. Beide lächeln in die Kamera. Die Ministerin hält eine Urkunde in beiden Händen.
Ehrung

Dr. Andreas Zekorn mit Staufermedaille geehrt

Die Strohgäubahn steht im Bahnhof von Korntal. (Foto: dpa)
Schienenverkehr

Land stärkt kommunale Nebenbahnen

Ein Biber, fotografiert an einem Fluss (Quelle: dpa).
Artenschutz

Biberverordnung hilft bei Konfliktfällen