Maut

PKW-Maut muss ökologisiert werden

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Autobahnabschnitt mit wenig Verkehr (Bild: © dpa)

Nach Ansicht von Verkehrminister Winfried Hermann ist die deutsche Ausländermaut vom Europäischen Gerichtshof zurecht als diskriminierend und europarechtswidrig gekippt worden. Hermann plädiert dafür, nicht generell für die zeitliche Nutzung der Straßen bezahlen zu müssen, sondern zeitlich und kilometerbezogen.

Als wichtige Entscheidung auf dem Weg hin zu einer ökologischen Verkehrswende hat Verkehrsminister Winfried Hermann das Urteil des Europäischen Gerichtshofes (EuGH) gegen eine deutschen PKW-Maut bezeichnet. „Die deutsche Ausländermaut wurde vom Europäischen Gerichtshof zurecht als diskriminierend und europarechtswidrig gekippt. Das Modell hatte aber auch ökologische Schwächen. Denn die geplante Flatrate-Maut war eine pauschalisierte Infrastrukturabgabe und damit klima-, umwelt- und verkehrspolitisch die schlechteste aller denkbaren Lösungen. Jetzt bietet sich die Chance umzusteuern und die Maut zu ökologisieren“, so Hermann. „Nutzerabgaben sind nur dann ein sinnvolles Instrument, wenn sie eine ökologische und verkehrstechnische Lenkungswirkung entfalten können, die im Sinne eines Klimaschutzes auch dringend notwendig ist.“

Der Verkehrsminister plädiert dafür, nicht generell für die zeitliche Nutzung der Straßen bezahlen zu müssen, sondern zeitlich und kilometerbezogen. Mit zeit- und entfernungsabhängigen elektronischen Mautsystemen können Straßenbenutzungsgebühren differenziert erhoben werden. Die Abrechnung erfolgt fahrleistungsbezogen nach der gefahrenen Strecke. Die Kosten könnten zu verschiedenen Tageszeiten variieren.

Sinnvoll sei auch die Staffelung der Mautsätze nach Emissionsklassen und die steuerliche Entlastung von emissionsarmen Fahrzeugen. „Wer viel fährt und mit seinem Auto auch viele Treibhausgase produziert, der muss mehr bezahlen. Das wäre ein intelligenter und sinnvoller Beitrag zur Finanzierung der Mobilität der Zukunft“, so Hermann. „Es gilt, klimafreundliche Mobilität zu fördern und die Transformation zu neuer Mobilität voranzutreiben.“

Weitere Meldungen

Ein Fahrradfahrer fährt auf einer Fahrradstraße.
Radverkehr

Neue Radwege im Land

Weg im ländlichen Raum
Ländlicher Raum

Land unterstützt Modernisierung Ländlicher Wege

In einer braunen Biomülltonne liegen Lebensmittel.
Ernährung

Zweite Runde der Lebensmittelretter-Challenge startet

Blick über Hohenlohe
Landwirtschaft

Hauk kritistiert EU-Wiederherstellungsverordnung

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Polizisten kontrollieren ein Auto.
Verkehrssicherheit

Autoposerszene bundesweit im Fokus

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Bescheidübergabe am 31. März 2026
Wirtschaft

Land stärkt Automotive-Standort im Rems-Murr-Kreis

Ein Zug fährt an einem mit Häusern übersäten Hügeln durch eine grüne Landschaft.
Schienenverkehr

Grundlage für Erhalt der Panoramabahn vereinbart

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Straßenbau

500 Millionen Euro für Straßenerhalt im Land

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Verkehr

Landesmobilitätsgesetz macht gute Mobilität einfacher

Deutsche Delegation beim 4. Treffen der deutsch-polnischen Freundschaftsgruppen
Europa

Treffen der deutsch-polnischen Freundschaftsgruppen

Die Fahnen von Deutschland (links) und Polen (rechts)
Internationales

Delegation bei Treffen der deutsch-polnischen Freundschaftsgruppen

Ein Mann geht mit Kinderwagen und Hund auf einem Gehweg in Heidelberg.
Fußverkehr

Land startet Modellprojekt für barrierefreie und sichere Gehwege

Straßenverkehr in Stuttgart
Bundesrat

Gegen erneute Verbote für Automobilbranche