Polizei

Ökumenische Gedenkfeier für im Dienst verstorbene Polizeibeamte

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Am Totensonntag hat in Heilbronn die traditionelle Ökumenische Gedenkfeier für die im Dienst verstorbenen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten stattgefunden. 84 Menschen haben im Dienst der Polizei ihr Leben gelassen.

„Bei der Polizei zu arbeiten, ist wahrlich keine einfache Aufgabe. Umso mehr gibt es mir zu denken, dass in manchen Kreisen scheinbar immer weniger wahrgenommen wird, dass in jeder Uniform auch ein Mensch steckt. Das ist bitter. Gerade deshalb ist unsere Pflicht, heute an all diejenigen zu erinnern, die ihr Leben ließen, während sie für den Schutz der Leben anderer einstanden. Für Außenstehende waren es Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte. Für viele, die heute unter uns sind, waren sie Ehefrau oder Ehemann, Tochter oder Sohn, Mutter oder Vater, Schwester oder Bruder, Freundin oder Freund. Sie waren Menschen, mit denen man das Leben teilte, die man liebte, mit denen man die Zukunft plante, lachte und auch mal weinte“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl am Totensonntag bei der Ökumenischen Gedenkfeier für die im Dienst verstorbenen Polizeibeamtinnen und Polizeibeamten in Heilbronn.

Die Ökumenische Gedenkfeier findet traditionell am Totensonntag in unterschiedlichen Städten Baden-Württembergs statt: dieses Jahr im Deutschordensmünster St. Peter und Paul in Heilbronn.

84 Menschen haben im Dienst der Polizei ihr Leben gelassen

„An diesem Novembertag wollen wir uns erinnern: 84 Menschen haben im Dienst der Polizei ihr Leben gelassen und wir gedenken ihrer, im Bewusstsein dafür, dass unsere Polizeibeamtinnen und Polizeibeamte für die Freiheit und Sicherheit stets ein persönliches Risiko für Leib und Leben in Kauf nehmen. Sie halten wortwörtlich ihren Kopf für uns alle hin“, so Innenminister Thomas Strobl. „An dieser Stelle will ich an drei Schicksale erinnern: an den damals 39-jährigen Polizeiobermeister Horst Gäckle, der am 3. August 2000 auf der A6 von einem vorbeifahrenden Fahrzeug erfasst wurde und so schwere Verletzungen erlitten hat, dass er noch an der Unfallstelle verstarb. Der damalige Angehörige der Polizeidirektion Heilbronn wollte gerade ein Verkehrsschild aufstellen, als es zu dem tragischen Unfall kam“, schilderte der Innenminister.

„Heute hier in Heilbronn denken wir auch an den 25. April 2007. Der Tag, an dem ein hinterhältiger Mord das Leben einer jungen Polizeibeamtin auslöschte. Wir erinnern uns an die 22-jährige Polizeimeisterin Michelle Kiesewetter, die auf der Theresienwiese erschossen wurde, und wir denken an ihren Streifenpartner, der dort lebensgefährlich verletzt wurde. Für die Beiden war es ein ganz alltäglicher Auftrag – der durch einen heimtückischen Angriff ein schreckliches Ende fand. Eine extrem kaltblütige und hinterhältige Tat.“

„Taten, die uns bis heute traurig machen“

„In wenigen Tagen jährt sich zum 20. Mal der Tod von Polizeiobermeister Markus Paul. Er war als Polizeihundeführer des Polizeipräsidiums Mannheim am 11. Dezember 1998 anlässlich eines Einbruchs bei Durchsuchungsmaßnahmen am Tatort eingesetzt. Der junge Familienvater wurde dabei von einem jugendlichen Einbrecher angegriffen und durch Messerstiche tödlich verletzt. Trotz seiner Schutzweste und seines Diensthundes, der bei dem Angriff ebenfalls tödlich verletzt wurde, hatte er keine Chance. Ich bin – als Mensch und als Innenminister – tief berührt und traurig. Und den traurigen Familien und Freunde sage ich: Ihr seid nicht alleine. Wir teilen Euren Schmerz. Wir sind mit unseren Gedanken bei Euch“, so Innenminister Thomas Strobl.

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