Digitale Verwaltung

Neuer BW-Empfangsclient treibt Digitalisierung der Verwaltung voran

Mit dem BW-Empfangsclient schafft das Land eine sichere, pragmatische und sofort einsetzbare Lösung für Behörden, die digitale Verwaltungsdienste ihren Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen anbieten wollen.

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Ein Beamter sitzt an seinem papierlosen Schreibtisch und arbeitet an einer E-Akte.
Symbolbild

Baden-Württemberg geht einen wichtigen Schritt auf dem Weg zur vollständig digitalen Verwaltung: Mit dem neuen BW-Empfangsclient (BW-EC) können ab sofort alle zuständigen Stellen im Land digitale Anträge empfangen – ganz ohne spezielle Fachsoftware. Der BW-Empfangsclient wurde auf Initiative des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus entwickelt und steht Landes- und Kommunalbehörden kostenfrei zur Verfügung. Damit nimmt Baden-Württemberg bundesweit eine Vorreiterrolle bei der Digitalisierung der Verwaltungsprozesse ein.

„Mit dem BW-Empfangsclient schaffen wir eine sichere, pragmatische und sofort einsetzbare Lösung für Behörden, die digitale Verwaltungsdienste ihren Bürgern und Bürgerinnen sowie Unternehmen anbieten wollen. Besonders wichtig ist uns, dass digitale Anträge von Unternehmen schnell und sicher von Behörden empfangen werden können“, sagte Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg.

Flächendeckende Lösung für Land und Kommunen

Ab dem 8. Dezember 2025 können Behörden in Baden-Württemberg mit dem BW-EC Antragsdaten aus Onlinediensten nach dem Onlinezugangsgesetz (OZG), die mit dem bundesweiten Standard „FIT Connect“ transportiert werden, einfach und sicher empfangen. Landesinstitutionen und Behörden in Baden-Württemberg können sich einfach und kostenlos selbstregistrieren.

Mit Blick auf die vielen künftigen Leistungen des OZG von Land und Kommunen, wie zum Beispiel Gewerbeanmeldungen oder Gaststättenzulassungen, richtet sich der BW-EC an Stellen, die hierfür derzeit keine spezialisierte Fachsoftware („Fachverfahren“) einsetzen. Damit können beispielsweise zuständige Behörden ihren Bürgerinnen und Bürgern sowie Unternehmen künftig auch selten genutzte Verwaltungsleistungen digital anbieten und Antragsdaten aus Onlinediensten abrufen. Besonders für einkommensschwache Kommunen bietet der BW-EC eine Lösung, um Verwaltungsvorgänge digital bearbeiten zu können und zugleich ihr Personal zu entlasten. Der BW-Empfangsclient fungiert hier als „digitaler Postkorb“ für Behörden und bildet eine Brücke auf dem Weg zur vollständigen Digitalisierung von Verwaltungsprozessen in Baden-Württemberg. Ministerin Hoffmeister-Kraut sagte: „Unser Ziel ist eine Verwaltung, die für Bürgerinnen, Bürger und Unternehmen gleichermaßen einfach, schnell und digital erreichbar ist. Der BW-Empfangsclient ist ein weiterer Schritt auf diesem Weg – er steht für Digitalisierung mit Augenmaß, die sofort Nutzen stiftet und alle mitnimmt.“

Nahtlose Anbindung an die E-Akte BW

Ein zentrales Leistungsmerkmal des BW-Empfangsclient für zuständige Landesbehörden ist die direkte Anbindung an das landesweite digitale Aktensystem, die so genannte E-Akte BW. Die Antragsdaten, die in einem Onlinedienst zum Beispiel auf der E-Government-Plattform des Landes, service-bw, eingegeben werden, landen über den neuen BW-EC automatisch in der gewünschten digitalen Akte und können dort direkt weiterbearbeitet werden.

Sicherheit und Verfügbarkeit

Die Datensicherheit der Bürgerinnen und Bürger sowie Unternehmen steht beim Betrieb des BW-EC im Vordergrund: Ein Behördenzugriff auf den BW-EC ist ausschließlich über das kommunale Verwaltungsnetz (KVN) sowie das Landesverwaltungsnetz (LVN) möglich. Die Registrierung der Behörden erfolgt komfortabel über ein sogenanntes ELSTER-Organisationszertifikat.

Das Produkt wurde vom Landes-IT-Dienstleister BITBW federführend im Auftrag des Ministeriums für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus Baden-Württemberg (WM) und in Zusammenarbeit mit dem Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg (SM) und dem Ministerium des Inneren, für Digitalisierung und Kommunen Baden-Württemberg (IM) entwickelt.

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