Energie

Bericht zur Energiewende: Versorgungssicherheit gewährleistet

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Windrad im Hardthäuser Wald im Sonnenuntergang.

Das Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft hat den Monitoring-Bericht zur Energiewende in Baden-Württemberg 2016 veröffentlicht. Danach ist die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung im Land auch bei einem weiter wachsenden Anteil der erneuerbaren Energien gewährleistet. Stromkunden profitieren von rückläufigen Großhandelspreisen.

Die Studie widmet sich vorrangig den Themen Versorgungssicherheit und Energieeffizienz. Darüber hinaus beleuchtet der Bericht die Entwicklung der Energiepreise. Der Monitoring-Bericht wurde vom Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) im Auftrag des Ministeriums erarbeitet.

Sicherheit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung ist gewährleistet

„Als leistungsfähiger Wirtschafts- und Industriestandort ist Baden-Württemberg in besonderem Maße auf eine sichere und stabile Energieversorgung angewiesen. Der Bericht zeigt, dass die Sicherheit und Zuverlässigkeit der Stromversorgung in Baden-Württemberg auch bei einem weiter wachsenden Anteil der erneuerbaren Energien gewährleistet ist“, sagte Umwelt- und Energieminister Franz Untersteller.

Steigende Bedeutung der Windkraft im Land

Zum Ausbau der erneuerbaren Energien ergänzte Professor Frithjof Staiß vom ZSW: „Während der Zubau von Photovoltaikanlagen derzeit rückläufig ist, steigt mittlerweile die Bedeutung der Windkraft in Baden-Württemberg. Insgesamt wurden 2015 Windenergieanlagen mit einer Gesamtleistung von rund 150 Megawatt installiert. In diesem Jahr können wir einen noch größeren Erfolg verbuchen. Ist im Monitoring-Bericht noch die Rede von 95 Anlagen mit rund 260 Megawatt, die bis Ende September errichtet wurden, ging im November schon die 100. Windkraftanlage in diesem Jahr in Betrieb.“ Der steigende Anteil der Windenergie an der Stromerzeugung könne als positive Entwicklung bei der Umsetzung der Energiewende im Land gewertet werden, sagte Staiß.

Ausbau der Stromnetze wichtig für nachhaltige Energieversorgung

Wesentliches Element einer nachhaltigen Energieversorgung sei mittelfristig auch der Ausbau der Stromnetze von Nord nach Süd, betonte Franz Untersteller. Dabei führe der Monitoring-Bericht in diesem Bereich zwar einige Verzögerungen vor Augen, zum Beispiel bei der Nord-Süd-Verbindung SuedLink von Brunsbüttel in Schleswig-Holstein nach Großgartach bei Heilbronn. „Der Verlauf unseres hierzu erst kürzlich erfolgreich durchgeführten Dialogverfahrens stimmt mich aber optimistisch, dass das Verfahren künftig den aktuellen Zeitplan einhalten wird.“

Endenergieproduktivität entwickelt sich positiv

Der Endenergieverbrauch lag dem Bericht zufolge im Jahr 2015 um etwa 2,6 Prozent über dem Vorjahresniveau. Als Ursachen werden zum einen die kühle Witterung und zum anderen das starke Wirtschafts- und Bevölkerungswachstum gesehen. Die Endenergieproduktivität, die das Verhältnis zwischen Bruttoinlandsprodukt und Energieverbrauch wiedergibt und damit ein Indikator für die gesamtwirtschaftliche Energieeffizienz ist, entwickelt sich hingegen weiterhin positiv. „Das ist ein ermutigendes Zeichen“, erklärte Umwelt- und Energieminister Untersteller. „Um unser ehrgeiziges Ziel zu erreichen, im Jahr 2050 nur noch halb so viel Energie zu verbrauchen wie im Jahr 2010, müssen wir uns hier künftig noch weiter verbessern“, so Untersteller weiter.

Stromkunden profitieren von rückläufigen Großhandelspreisen

Der durchschnittliche Haushaltsstrompreis fiel von 29,1 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2014 auf 28,7 Cent pro Kilowattstunde im Jahr 2015. „Das zeigt, dass inzwischen auch die Haushaltskunden von den rückläufigen Preisen im Großhandel profitieren“, so der Minister weiter.

Monitoring der Energiewende in Baden-Württemberg - Statusbericht 2016 (PDF)

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Monitoring-Bericht zur Energiewende in Baden-Württemberg

Energiewende in Baden-Württemberg 

Weitere Meldungen

Ein Biber, fotografiert an einem Fluss (Quelle: dpa).
Artenschutz

Biberverordnung hilft bei Konfliktfällen

Ein Wanderer geht beim Naturschutzzentrum Kaltenbronn im Schwarzwald einen Weg entlang. (Bild: © Uli Deck / dpa)
Forst

Appell zur Stärkung des Waldumbaus

Seitenansicht eines Doppelstockzuges
Schienenverkehr

Weitere 26 Doppelstockzüge für Baden-Württemberg

Ein Haus, dessen Grundgerüst aus Holz besteht, steht in einem Tübinger Neubaugebiet. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Baurecht

Bauen mit Holz wird erleichtert

Freiflächen-Photovoltaik-Anlage im Solarpark Kuchen
Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Boom setzt sich auch 2025 fort

Feuerwerk am Nachthimmel
Silvester

Tiere vor Silvesterfeuerwerk schützen und Müll ordnungsgemäß entsorgen

Ein Silvesterböller wird mit einem Feuerzeug gezündet. (Foto: © dpa)
Silvester

Mit kleinem Feuerwerk sicher ins neue Jahr

Rauch steigt aus einem Schornstein in einen wolkenlosen sonnigen Himmel auf. (Foto: © dpa)
Klimaschutz

Engmaschig überwachter Testbetrieb mit Solvay vereinbart

Hinter einem Hinweisschild „Kernkraftwerk“ erheben sich die Kühltürme des Kernkraftwerks Philippsburg. (Foto: © dpa)
Meldepflichtiges Ereignis

Meldepflichtiges Ereignis im Kernkraftwerk Philippsburg, Block 2

Fischer fischen im Bodensee (Foto: dpa)
Artenschutz

Projekt zum Fischartenschutz und Kormoranmanagement startet

Ministerin Thekla Walker (vierte von rechts, vordere Reihe) mit Vertreterinnen und Vertretern der Zuwendungsempfänger bei der Übergabe der Verträge für das Landesförderprogramm für Elektrolyseure (ELY)
Erneuerbare Energien

Land baut Produktion von grünem Wasserstoff aus

Ein frischer Radweg mit Bausstellenfahrzeugen, inmitten von landwirtschaftlicher Fläche.
Radverkehr

Neuer Rad- und Gehweg zwischen Tettnang-Büchel und Schwanden

Ein Mitarbeiter der Porsche AG montiert im Porsche-Stammwerk in Stuttgart-Zuffenhausen einen Porsche 718 Cayman. (Foto: dpa)
Automobilwirtschaft

Hoffmeister-Kraut kritisiert Automobilpaket der EU-Kommission

Wort-Bild-Marke der RegioClusterAgentur
Innovation

Land fördert RegioClusterAgentur BW bis 2029

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 16. Dezember 2025