Verwaltung

Ministerialdirektor Wolf-Dietrich Hammann geht in den Ruhestand

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Porträt Prof. Dr. Wolf-Dietrich Hammann

Als Amtschef des Ministeriums für Soziales und Integration hat Prof. Dr. Wolf-Dietrich Hammann an maßgeblicher Stelle die Maßnahmen des Landes gegen die Corona-Pandemie gesteuert. Nun geht er nach über 30-jähriger Tätigkeit in der baden-württembergischen Landesverwaltung in den Ruhestand.
 
Nach über 30 Jahren in der baden-württembergischen Landesverwaltung endet für Prof. Dr. Wolf-Dietrich Hammann nunmehr eine Ära. „Mit ihm geht ein höchst anerkannter Landesbeamter in den verdienten Altersruhestand“, sagte Ministerpräsident Winfried Kretschmann über den 66-jährigen scheidenden Amtschef des Ministeriums für Soziales und Integration.

Über 30-jährige Tätigkeit in der Landesverwaltung

„Ich möchte Herrn Professor Dr. Wolf-Dietrich Hammann für seine über dreißigjährige Tätigkeit in der baden-württembergischen Landesverwaltung herzlich danken. Herr Prof. Dr. Hammann hat auf zahlreichen wichtigen Positionen für das Land Außerordentliches geleistet“, würdigte Ministerpräsident Winfried Kretschmann die Verdienste von Hammann. „Besonders hervorzuheben sind seine hervorragenden Leistungen und sein enormer Einsatz im letzten Jahr. Als Amtschef des Ministeriums für Soziales und Integration hat er an maßgeblicher Stelle die Maßnahmen des Landes gegen die Corona-Pandemie gesteuert. Herr Prof. Dr. Hammann war in diesen schwierigen Zeiten eine außerordentlich wichtige Stütze und ein sehr geschätzter Ratgeber.“

Nach seiner Ausbildung im gehobenen Verwaltungsdienst mit Studium an der Verwaltungshochschule Kehl hat Prof. Dr. Hammann 1981 sein Studium der Rechtswissenschaften an der Universität Tübingen beendet und das erste juristische Staatsexamen abgelegt. Vier Jahre später legte der promovierte Jurist das zweite juristische Staatsexamen ab. 1986 wurde Hammann zum Rechts- und Koordinierungsreferenten beim Regierungspräsidium Tübingen berufen. Von Dezember 1987 bis August 1989 war er als Sprecher des baden-württembergischen Umweltministers und Leiter der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit im Umweltministerium tätig. Weitere Stationen von Hammann waren die Dozentur für Öffentliches Recht an der Fachhochschule für öffentliche Verwaltung in Kehl, an der Führungsakademie Baden-Württemberg in Karlsruhe sowie Ausbildungsleitung und stellvertretender Personalreferent beim Regierungspräsidium Tübingen und der Lehrauftrag für Öffentliches Recht an der Universität Konstanz mit Ernennung zum Honorarprofessor 2010. Im Jahr 2005 wurde er mit der Leitung der Abteilung Umwelt im Regierungspräsidium Tübingen betraut. 2008 wurde er zudem zum Regierungsvizepräsidenten in Tübingen berufen.

Von Juli 2009 bis September 2013 bekleidete Hammann die Funktion als Landespolizeipräsident Baden-Württembergs. Im Anschluss wurde er Ministerialdirektor im Integrationsministerium Baden-Württemberg. Seit Juni 2016 leitete Prof. Dr. Wolf-Dietrich Hammann als Ministerialdirektor die Geschicke im Sozialministerium Baden-Württemberg. „Mit Prof. Dr. Hammann konnte ich 2016 einen erfahrenen Behördenleiter für das Ministerium für Soziales und Integration gewinnen, der zuvor seine Qualitäten in verschiedenen Positionen eindrucksvoll unter Beweis gestellt hatte“, sagte Sozialminister Manne Lucha über seinen langjährigen Amtschef. Er betonte: „Mit ihm verabschiedet sich ein treuer, loyaler und hochkompetenter Spitzenbeamter, der die Landesverwaltung kennt wie seine eigene Westentasche, in den Ruhestand. Mit all seiner Erfahrung trug er entscheidend dazu bei, sowohl die Herausforderungen der Flüchtlingskrise als auch der Corona-Pandemie zu meistern. In den vergangenen fünf Jahren konnte ich mich stets auf ihn verlassen.“

Prof. Dr. Uwe Lahl übernimmt übergangsweise Nachfolge

Nach Behandlung im Ministerrat soll Prof. (apl.) Dr. Uwe Lahl ab Mittwoch, dem 24. März übergangsweise die Geschäfte des Amtschefs im Ministerium für Soziales und Integration führen. „Ich freue mich, dass wir mit Dr. Uwe Lahl einen erfahrenen und krisenerprobten Nachfolger finden konnten. Dr. Uwe Lahl hat sowohl auf Bundes- als auch auf Landesebene hervorragende Arbeit geleistet. Mit seiner Erfahrung wird er auch im Sozialministerium eine große Stütze sein“, so Minister Lucha.

Dr. Uwe Lahl studierte Germanistik, Erziehungs- und Gesellschaftswissenschaften sowie Chemie an der Universität Bremen. Nach seiner Promotion im Bereich analytischer Chemie war er von 1986 bis 1991 als Beigeordneter der Stadt Bielefeld tätig. Von 1992 bis 1994 war Lahl Staatsrat in Bremen. Ab 1995 war Dr. Uwe Lahl Geschäftsführer der BZL Kommunikation und Projektsteuerung GmbH. Von 1997 bis 1998 habilitierte er an der Technischen Universität Darmstadt im Bereich Immissionsschutz und ist dort seitdem außerplanmäßiger Professor. Im Jahr 2001 wechselte er als Ministerialdirektor ins Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit. Von 2009 bis 2014 war Lahl erneut Geschäftsführer der BZL Kommunikation und Projektsteuerung GmbH. 2011 wurde er zum assoziierten Professor an die University of Indonesia (Jakarta) berufen. Seit 2014 ist er Amtschef im baden-württembergischen Ministerium für Verkehr.

Weitere Meldungen

Landgericht Ulm
Justiz

Bekämpfung von sexuellem Kindesmissbrauch auf der Kippe

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Hochschulen

Schnellbau-Initiative bringt zusätzlichen Investitionsschub

Symbolbild: Eine Frau sitzt an einem Dorfbrunnen. (Foto: © dpa)
Baukultur

Land fördert kommunale Gestaltungsbeiräte

Staatssekretär Florian Haßler spricht beim Festakt zum Donauraum
Europa

Der Donauraum gehört zu unserer europäischen Identität

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
EU-Donauraumstrategie

Europäische KI-Netzwerke stärken Witschaft

Die frisch gekürte Badische Weinkönigin Rosa Kost (Mitte) steht mit den beiden ebenfalls frisch gekürten Badischen Weinprinzessinnen Tina Müller (links) und Viktoria Benz (rechts) auf der Bühne.
Weinbau

Rosa Kost ist neue Badische Weinkönigin

Unser Dorf hat Zukunft - Landesentscheid 2025: Griessen
Ländlicher Raum

Klettgau-Grießen gewinnt Silber bei „Unser Dorf hat Zukunft“

Eine Person erntet eine Traube bei der Weinlese.
Weinbau

Neue Verwaltungsvorschrift unterstützt Weinbau

Die Faxen
Landesjubiläum 2027

Jubiläumssong für Baden-Württemberg gewählt

Von links nach rechts im Bild: Ministerialdirektorin Gerda Windey, Präsident des Landgerichts Baden-Baden a.D. Dr. Frank Konrad Brede, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt, Präsident des Oberlandesgerichts Karlsruhe Jörg Müller.
Justiz

Präsident des Landgerichts Baden-Baden geht in Ruhestand

Verdienstkreuz für Volker Jobst
Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Volker Jobst

Labor-Utensilien bei einem Drug-Checking-Projekt
Suchthilfe

Land bereitet Drug-Checking-Verordnung vor

Alexander Föhr spricht im Deutschen Bundestag.
Regierungspräsidien

Wechsel an der Spitze des Regierungspräsidiums Karlsruhe

Eine Frau und ein Mann bei der Weinlese.
Weinbau

Förderprogramm für den Weinbau gestartet

Logo der Wirtschaftsministerkonferenz der Länder
Wirtschaftsministerkonferenz

Wirtschaftsminister der Länder tagen in Konstanz