Kriminalität

Minister Wolf begrüßt Gesetzespaket zur Bekämpfung von Hasskriminalität im Internet

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Paragrafen-Symbole an Türgriffen (Foto: © dpa)

Baden-Württembergs Justizminister Guido Wolf begrüßt die Beschlüsse in Bundesrat und Bundestag zum Gesetzespaket zur Bekämpfung von Hass und Hetze im Internet.

Zu den heutigen Beschlüssen in Bundestag und Bundesrat zum Kompromiss über die Regelungen zur Bestandsdatenauskunft und zum Gesetzespaket Bekämpfung von Hass und Hetze im Internet sagte Baden-Württembergs Minister der Justiz und für Europa Guido Wolf: „Die heutigen Beschlüsse sind ein wichtiger Schritt zur Bekämpfung von Hasskriminalität im Netz, der dringend notwendig war. Hass und Hetze im Netz sind ein erhebliches Problem. Was teilweise im Netz zu lesen ist, ist widerwärtig und menschenverachtend. Die heutigen Beschlüsse sind ein Kompromiss, der den Strafverfolgungsbehörden jedenfalls wichtige zusätzliche Instrumente gibt, um gegen Hass und Hetze im Netz vorzugehen. Wer im Internet Hass sät, muss genauso verfolgt und bestraft werden können, wie wenn er das persönlich tut. Künftig sollen soziale Netzwerke nicht nur zur Löschung strafbarer Postings verpflichtet sein, sondern strafbare Inhalte auch an das Bundeskriminalamt melden müssen. Tritt das Gesetzespaket in Kraft, werden auch auf die baden-württembergischen Staatsanwaltschaften zusätzliche Verfahren zukommen. Dies beobachten wir sorgsam und werden dann auch reagieren.“

Bundestag und Bundesrat haben einer Beschlussempfehlung des Vermittlungsausschusses von Bundestag und Bundesrat (19/27900) zum Gesetz zur Anpassung der Regelungen über die Bestandsdatenauskunft an die Vorgaben aus der Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts vom 27. Mai 2020 zugestimmt. Damit steht dem Gesetz zur Bekämpfung des Rechtsextremismus und der Hasskriminalität, das der Bundestag bereits im Juni 2020 beschlossen hatte, aber vom Bundespräsidenten bislang wegen verfassungsrechtlicher Bedenken nicht verkündet worden war, nichts mehr im Wege. Mit dem so genannten Hatespeech-Gesetz wird im Netzwerkdurchsetzungsgesetz (NetzDG) eine weitreichende Meldepflicht für Anbieter sozialer Netzwerke eingeführt. Zu melden sind bestimmte Straftaten, die in einem Katalog aufgeführt sind, unter anderem Volksverhetzungen und Gewaltdarstellungen (Paragraphen 130, 131 Strafgesetzbuch) sowie Bedrohungen mit Verbrechen gegen das Leben, die sexuelle Selbstbestimmung, die körperliche Unversehrtheit oder die persönliche Freiheit (Paragraph 241 Strafgesetzbuch). Die elektronische Übermittlung muss an das Bundeskriminalamt (BKA) erfolgen. Sollte in der Folge eine örtliche Zuständigkeit festgestellt werden, wird das Verfahren vom BKA an die zuständige Staatsanwaltschaft abgegeben. Dadurch wird auch für baden-württembergische Staatsanwaltschaften mit zusätzlichen Verfahren gerechnet.

Deutscher Bundestag: Gesetz gegen Rechts­extre­mismus und Hass­krimi­na­lität beschlossen

Weitere Meldungen

Symbolbild: Bewohner des Mehrgenerationenhauses in Überlingen stehen auf Balkonen.
Jugend und Familie

Land setzt Schwerpunkte für gesellschaftlichen Zusammenhalt

IW JUNIOR Landeswettbewerb - Dorfgemeinschaftsladen
Start-up BW

Zwei Schülerfirmen beim Landeswettbewerb ausgezeichnet

Ministerpräsident Cem Özdemir bei seiner Regierungserklärung im Landtag von Baden-Württemberg
Regierungserklärung

„Wir brauchen neuen Mut für eine neue Zeit“

Ein Neubaugebiet von Weissach
Grundsteuer

Baden-württembergisches Grundsteuermodell bestätigt

Von links nach rechts: Staatssekretär im Ministerium der Justiz und für Migration Siegfried Lorek, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt, Ministerialdirektorin Gerda Windey
Justiz

Gerda Windey ist neue Ministerialdirektorin

SEK Baden-Württemberg
Polizei

50 Jahre Spezialeinsatz­kommando Baden-Württemberg

Landtagspräsident Thomas Strobl (links) und Cem Özdemir (rechts) bei dessen Vereidigung als Ministerpräsident von Baden-Württemberg
Landesregierung

Cem Özdemir ist neuer Ministerpräsident

Von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Leiterin der JVA Mannheim Annette Hügle, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges und Leiter der Abteilung Justizvollzug Martin Finckh
Justiz

Neue Leiterin der Justizvollzugsanstalt Mannheim

Von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Leitender Oberstaatsanwalt der Staatsanwaltschaft Mosbach Holger Schmitt, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges
Justiz

Neuer Leiter der Staatsanwaltschaft Mosbach

Von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Präsident des Landgerichts Stuttgart Till Jakob, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges und Vizepräsident des Oberlandesgerichts Stuttgart Christoph Haiß
Justiz

Neuer Präsident des Landgerichts Stuttgart

Euro-Banknoten
Steuerschätzung

Steuereinnahmen des Landes sinken nur leicht

Eine Doktorandin aus Venezuela arbeitet im Labor. (Bild: © dpa)
Europäischer Sozialfonds

Mehr Frauen mit Migrationserfahrung in Arbeit

Ministerpräsident Kretschmann und Minister Strobl
Bundesrat

Strobl hält letzte Rede im Bundesrat

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) im Gespräch mit Bundesratspräsident Andreas Bovenschulte (rechts), Bürgermeister von Bremen.
Bundesrat

Kretschmann im Bundesrat verabschiedet

Eine Haltekelle der Polizei ist bei einer Kontrolle vor einem Polizeifahrzeug zu sehen. (Foto: © dpa)
Innere Sicherheit

Bilanz zum länderübergreifenden Fahndungs- und Sicherheitstag