Zusammenhalt

Landesfachtag mit über 120 Migrantenorganisationen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Landesfachtag Migrantenorganisationen

Im Rahmen des Impulsprogramms „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ sind über 120 Migrantenorganisationen zu einem Landesfachtag zusammengekommen. Diskutiert wurden die Stärkung der Organisationen, die Artikulation und Bündelung ihrer Interessen sowie die Bildung von Partnerschaften.

Beim ersten Landesfachtag Migrantenorganisationen des Sozialministeriums in Kooperation mit dem Forum der Kulturen Stuttgart e. V. in Stuttgart konnte Sozial- und Integrationsminister Manne Lucha knapp 400 Teilnehmerinnen und Teilnehmer begrüßen.

Die Veranstaltung, die im Rahmen des Impulsprogramms „Gesellschaftlicher Zusammenhalt“ der Landesregierung am 23. November 2019 stattfand, war damit ein voller Erfolg. Mehr als die Hälfte der Teilnehmenden kam aus Vereinen und Organisationen, insgesamt waren über 120 Migrantenorganisationen bei dem Vernetzungstreffen vertreten.

Wichtiger Impuls für Stärkung, Vernetzung und Teilhabe von Migrantenorganisationen

„Der Fachtag zeigt, welch beeindruckende Vielfalt auf Seiten der Vereine und Organisationen existiert,“ so der Minister. Lucha weiter: „Migranten-Organisationen sind durch ihr vielfältiges Engagement relevante zivilgesellschaftliche Akteure. Gleichzeitig gilt es, sie weiter zu stärken, damit sie ihre Potenziale noch besser entfalten können. Der Fachtag ist ein richtungsweisender Impuls für den besseren Austausch und die Vernetzung der Migranten-Organisationen untereinander, aber auch mit nicht-migrantischen Vereinen, kommunalen Akteuren und staatlichen Stellen. Es geht um gleichberechtigte Teilhabe in einer vielfältigen Gesellschaft, die die Kompetenzen migrantischer Vereine für die Stärkung des gesellschaftlichen Zusammenhalts braucht.“ Sami Aras, erster Vorstandsvorsitzender des Forums der Kulturen, freute sich: „Die enorm hohe Teilnehmerzahl von Seiten der Migrantenvereine aus allen Landesteilen hat ein klares Zeichen gesetzt und deutlich gemacht, dass den Migranten-Organisationen Vernetzung und Teilhabe auch auf der Landesebene äußerst wichtig sind.“

In einem Fachvortrag von Professor Aladin El-Mafaalani, in Workshops und einem Podiumsgespräch mit Minister Manne Lucha sowie Akteuren aus der Praxis wurden Themen wie das politische und bürgerschaftliche Engagement von Migranten-Vereinen vertieft. Gleichzeitig hatten diese die Möglichkeit, ihre Bedarfe und Vorstellungen gegenüber den gesellschaftlichen und politischen Akteuren zu artikulieren – und Möglichkeiten der Kooperationen mit Kommunen auszuloten.

Auftakt für weitere Veranstaltungen auf kommunaler Ebene

„Der heutige Landesfachtag ist für die Landesregierung nur der Auftakt für die weitere Stärkung und Vernetzung von Migrantenorganisationen“, sagte Minister Lucha. „Wir werden die aktive Teilhabe migrantischer Vereine am gesellschaftlichen und politischen Geschehen im Rahmen des Impulsprogramms ‚Gesellschaftlicher Zusammenhalt‘ der Landesregierung in den nächsten beiden Jahren weiter vertiefen.“ Auch Sami Aras zeigt sich mit den Ergebnissen der Tagung zufrieden: „Die heutige Tagung und das daran anschließende Landesprogramm tragen mit dazu bei, dass die Migrantenszene Baden-Württembergs weiter zusammenrückt.“

Das Sozial- und Integrationsministerium plant in Kooperation mit dem Forum der Kulturen dezentrale Veranstaltungen in rund 20 baden-württembergischen Kommunen. Dadurch soll der Impuls des Fachtags für Vernetzung und Teilhabe in die Fläche getragen und auf lokaler Ebene verankert werden.

Weitere Meldungen

Ein Schild mit der Aufschrift „Flüchtlingserstaufnahmestelle“, im Hintergrund ein Fahrzeug an einer Einfahrt.
Migration

Vereinbarung zur Erstaufnahmeeinrichtung in Tübingen

Young Heroes
Katastrophenschutz

Austauschprogramm im Katastrophenschutz geplant

Eine Frau sitzt mit einem Laptop an einem Tisch im Homeoffice.
familyNET 4.0

Wettbewerb für moderne Unternehmenskultur geht in achte Runde

Landeskreditbank Baden-Württemberg
Jahresbilanz

L-Bank sieht hohen Bedarf an Unterstützung im Strukturwandel

Richter im Landgericht Stuttgart
Justiz

Neues KI-Werkzeug für effiziente Justizverfahren

Eine Rollstuhlfahrerin fährt in einer Wohnanlage zu ihrer Wohnung.
Konferenz

Behindertenbeauftragte kritisieren Leistungskürzungen

Teilnehmende der Integrationsministerkonferenz 2026 sitzen in großer Runde an Konferenztisch, das Logo der IntMK ist auf eine große Leinwand projiziert.
Integration

Land setzt Impulse bei der Integrationsministerkonferenz

v.l.n.r.: Landespolizeipräsidentin Dr. Stefanie Hinz, Leitender Kriminaldirektor Ralf Keller, Polizeivizepräsident Ralf Keppler und Innenstaatssekretär Thomas Blenke MdL
Polizei

Neuer Polizeivizepräsident beim Polizeipräsidium Reutlingen

Absperrung auf einer Straße. Im Hintergrund eine Autobrücke.
Kommunaler Straßenbau

Land unterstützt Kommunen beim Umbau der Straßeninfrastruktur

Neubau Kollegiengebäude 1, Pädagogische Hochschule Freiburg, Birk Heilmeyer und Frenzel Architekten, Stuttgart
Holzbau

Klimafreundlich Bauen mit Holz

Renato Gigliotti
Polizei

Neue Leitung für das Polizeipräsidium Ravensburg

Verleihung Gigabitkommune@BW
Breitbandausbau

33 weitere Gigabitkommunen

Projektteam, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges (Dritte von links), Direktorin des Amtsgerichts Nürtingen Dr. Sabine Kienzle-Hiemer (Vierte von links), Dr. Markus Volz Vizepräsident des Landgerichts Stuttgart (5. v. l.)
Justiz

Pilotprojekt „Zivilgerichtliches Online-Verfahren“ gestartet

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (links) überreicht Dr. Edwin Ernst Weber (rechts) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Staufermedaille an Dr. Edwin Ernst Weber

Landessieger von „Jugend debattiert“ stehen fest (Bild: Kultusministerium Baden-Württemberg)
Schule

Siegerinnen und Sieger von „Jugend debattiert“ gekürt