Bauen

Land unterstützt weitere 15 Kommunen bei der Innenentwicklung

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Felsbrocken liegen in Braunsbach auf einer Baustelle. (Bild: Marijan Murat / dpa)

Mit dem Programm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ fördert das Land die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum und den Einsatz kommunaler Flächenmanager. Nun wurden weitere 15 Kommunen in das Förderprogramm aufgenommen.

Das Wirtschaftsministerium fördert im Rahmen des Programms „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ weitere 15 Projekte zur Innenentwicklung in den Kommunen mit rund 585.000 Euro.

„Angesichts des großen Wohnraummangels im Land ist es für Städte und Gemeinden wichtiger denn je, ihre Innenentwicklungspotenziale zu nutzen und damit gezielt zusätzlichen Wohnraum zu schaffen“, so Wirtschafts- und Wohnungsbauministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut. „Mit unserem Programm helfen wir den Kommunen dabei, sich als attraktive Standorte zu positionieren und zugleich lebendige Ortskerne zu schaffen und zu erhalten.“ Denn gerade die Kommunen könnten hier wichtige Impulse setzen. „Ich freue mich sehr, dass wir damit zahlreiche innovative Ideen und Konzepte fördern können, damit Kommunen ihre innerörtlichen Flächen effizient nutzen und so insbesondere Wohnungsbau, aber auch Gewerbenutzungen ermöglichen können“, betonte die Ministerin.

2019 wurden 30 Innenentwicklungsprojekte gefördert

„Im Förderfokus stünden darüber hinaus insbesondere auch besonders pilothafte Ansätze, bei denen Innenentwicklung, innovativer Städtebau und Bürgerbeteiligung Hand in Hand gehen“, betonte die Ministerin. Denn es sei enorm wichtig, dass die Kommunen hier neue Wege zur Mobilisierung von Flächen für den Wohnungsbau gingen. Die Kommunen sollen mit Hilfe der Förderung die vielfältigen Möglichkeiten der Innenentwicklung konzeptionell ausloten und dabei auch die Öffentlichkeit miteinbeziehen. Denn nur mit der Akzeptanz der Bevölkerung könne es gelingen, behutsam nachzuverdichten und gleichzeitig eine hohe Aufenthaltsqualität zu wahren, so Hoffmeister-Kraut.

Insgesamt wurden im Jahr 2019 damit 30 Innenentwicklungsprojekte mit rund einer Million Euro gefördert. Dazu gehören auch vier kommunale Flächenmanager für Wohnzwecke in Giengen an der Brenz, Mulfingen, Radolfzell am Bodensee und Tuttlingen. Seit 2009 wurden rund 340 Projekte zur Innenentwicklung mit insgesamt rund 8,5 Millionen Euro unterstützt.

Förderprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“

Das Förderprogramm „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wurde zusammen mit den kommunalen Landesverbänden entwickelt. Es richtet sich an alle Städte, Gemeinden, Gemeindeverwaltungsverbände, Landkreise und Zweckverbände in Baden-Württemberg. Das Programm unterstützt nicht-investive Maßnahmen eines kommunalen Flächenmanagements. Förderschwerpunkt ist die Schaffung von bezahlbarem Wohnraum. Bestehende Leerstände und innerörtliche Flächen, wie Baulücken und Brachflächen, aber auch Potenziale zur Nachverdichtung sollen aktiviert werden, insbesondere durch Aufstockungen oder Dachausbau.

Auch der Einsatz kommunaler Flächenmanager wird im Rahmen des Programms gefördert, um innerorts Flächen für den Wohnungsbau zu gewinnen. Die Flächenmanager dienen als zentrale Ansprechpartner und Koordinatoren für Prozesse der Innenentwicklung. Sie sind das Bindeglied zwischen Verwaltung, Grundstückseigentümerinnen und -eigentümern, Investorinnen und Investoren sowie allen beteiligten Akteuren. Baden-Württemberg ist mit diesem Fördertatbestand, der seit 2016 besteht, bundesweit Vorreiter.

Wirtschaftsministerium: Flächen gewinnen durch Innenentwicklung

Weitere Meldungen

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Eine Mitarbeiterin des Kunstmuseums in Stuttgart geht durch eine Ausstellung.
Kunst und Kultur

Land fördert nichtstaatliche Museen mit 300.000 Euro

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Verhaltene Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Bescheidübergabe am 31. März 2026
Wirtschaft

Land stärkt Automotive-Standort im Rems-Murr-Kreis

Euro-Banknoten
Haushalt

Ratingagenturen bestätigen Spitzenbewertungen für das Land

Ein Student im Praktischen Jahr am Universitätsklinikum Heidelberg spricht mit einem Patienten.
Gesundheitsberufe

Neuer Weg ins Medizinstudium startet

Hand hält Smartphone mit geöffneter MeinELSTER+-App, die eine vorausgefüllte Steuererklärung und Abgabe per Klick zeigt, im hellen Bürohintergrund.
Steuern

Anmeldestart für Steuererklärung mit einem Klick

Ehrenamtskarte Baden-Württemberg
Bürgerengagement

Neue Angebote bei Ehrenamtskarte

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Straßenbau

500 Millionen Euro für Straßenerhalt im Land

Bauarbeiter laufen in Stuttgart an Neubauten der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) vorbei. (Foto: © dpa)
Wohnraumförderung

Bau von 3.367 Sozialwohnungen bewilligt

Gruppenbild mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (vorne, Mitte) und den Ordensprätendentinnen und Ordensprätendenten
Auszeichnung

Verdienstorden des Landes an 27 verdiente Persönlichkeiten

Titelseite der Broschüre Roadmap Antidiskriminierung „Stark gegen Diskriminierung – Unser gemeinsamer Weg“
Antidiskriminierung

Roadmap Antidiskriminierung 2026 bis 2030 veröffentlicht