Gesundheit

Land prüft Masern-Impfpflicht für Kindergarten- und Schulkinder

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Eine Ärztin impft ein junges Mädchen mit einer Spritze in den Oberarm.

Auch Baden-Württemberg prüft derzeit mit allen Akteuren intensiv die Einführung einer Masern-Impfpflicht für Kinder und Jugendliche, die Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas, Kindergärten und Schulen besuchen.

Gesundheitsminister Manne Lucha sagt zur Debatte um eine Masern-Impflicht: „Zunächst einmal empfehle ich dringend eine Überprüfung des aktuellen Impfstatus – und zwar nicht nur bei Kindern und Jugendlichen, sondern auch für Erwachsene. Aufgrund der unbefriedigenden, stark verbesserungsbedürftigen Masern-Impfquote bei uns im Land sind wir derzeit dabei, mit allen Akteuren intensiv zu prüfen, ob auch in Baden-Württemberg eine Impfpflicht für Kinder und Jugendliche, die Gemeinschaftseinrichtungen wie Kitas und Schulen besuchen, sinnvoll sein könnte.

Eine Impfpflicht darf kein Tabu sein. Grundsätzlich ist es immer besser, auf Zwang und Sanktionen zu verzichten und auf eine gute Beratung und Appelle zu setzen. Die aktuelle Zunahme der Masernerkrankungen und die permanente Unterschreitung der empfohlenen Impfquote von 95 Prozent für die zweite Masernimpfung im Land zeigen jedoch, dass Impf-Appelle und Aufklärung alleine offenbar nicht genügen. Aufgrund des schweren Verlaufs der Krankheit mit dem Risiko lebensbedrohlicher Komplikationen und zum Schutz der Gesundheit von Säuglingen, deren Immunsystem noch keinen Impfschutz entwickeln kann, aber auch älterer Kinder und Erwachsener, die aus gesundheitlichen Gründen nicht geimpft werden können, halte ich es für wichtig, die Diskussion um eine Impfpflicht nun ernsthaft zu führen.“

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