Flächenmanagement

Neue Prämien für Entsiegelung und Flächenmanagement

Mit einer Entsiegelungs- und einer Verstetigungsprämie unterstützt das Land ab sofort Kommunen beim nachhaltigen Umgang mit Flächen. Insgesamt stehen dafür rund 800.000 Euro bereit.

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Luftbild vom Quartier Kanadaring in Lahr
Symbolbild

Mit zwei neuen Prämien belohnt das Land ab sofort Kommunen, die Flächen entsiegeln, sowie Kommunen und Regionalverbände, die kommunale Flächenmanagerinnen und -manager dauerhaft einstellen. „Damit setzen wir einen weiteren Teil unseres ‚Aktionsplans Flächensparen‘ um und bieten unseren Städten und Gemeinden, aber auch Regionalverbänden zusätzliche Anreize, mit dem wertvollen Gut Fläche möglichst klimaschonend und effizient umzugehen“, sagte die Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen, Nicole Razavi. Insgesamt stehen für beide Prämien in diesem Jahr rund 800.000 Euro zur Verfügung.

Entsiegelungsprämie

Mit der neuen Entsiegelungsprämie können Kommunen für die vollständige Entsiegelung einer Fläche, die in ihrem Eigentum steht, je nach entstandenen Kosten eine Zuwendung von bis zu 40.000 Euro bekommen, für eine Teilentsiegelung bis zu 24.000 Euro. Teilentsiegelungen sind Maßnahmen, bei denen eine zuvor versiegelte Fläche mit wasserdurchlässigen Bodenbelägen versehen wird. Die Prämie wird pro kommunaler Fläche ausgezahlt. Voraussetzung ist, dass der Antrag innerhalb von zwölf Monaten nach Abschluss der Maßnahme gestellt wird. 

In Baden-Württemberg sind nach Auswertungen des Instituts für Landes- und Stadtentwicklungsforschung für die Raumanalyse Baden-Württemberg rund 220.000 Hektar versiegelt. Dies entspricht einem Anteil von 6,2 Prozent der Landesfläche. Damit ist knapp die Hälfte der für Siedlungs- und Verkehrszwecke genutzten Fläche versiegelt. Der Versiegelungsgrad (Anteil der versiegelten Fläche an der Gesamtfläche) schwankt zwischen rund 30 Prozent in Großstädten wie Mannheim und Stuttgart und knapp vier Prozent im Ländlichen Raum.

Verstetigungsprämie

Mit der neuen Verstetigungsprämie belohnt das Land mit bis zu 40.000 Euro Kommunen sowie Träger der Regionalplanung, die eine kommunale Flächenmanagerin oder einen kommunalen Flächenmanager dauerhaft in ihrem Stellenplan verankern oder dies bereits in den vergangenen zwölf Monaten getan haben. Kommunale Flächenmanagerinnen und -manager fungieren als Bindeglied zwischen Kommune(n), Eigentümern, Investoren und Bürgerschaft, beraten zum Thema „Innenentwicklung“ und mobilisieren Flächen für die zeitnahe Nutzung. 

Die befristete Einstellung kommunaler Flächenmanagerinnen und- manager wird vom Land bereits für bis zu drei Jahre und mit bis zu 120.000 Euro im Rahmen seines Programms „Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ gefördert. Seit 2016 konnte so landesweit die Arbeit von 39 Flächenmanagerinnen und -managern zeitlich befristet finanziell unterstützt werden.

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