Atomenergie

Land informiert über Zwischenlagerung radioaktiver Abfälle

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Das Atomkraftwerk Neckarwestheim. (Bild: Patrick Seeger / dpa)

Am 19. Januar findet die zweite Sitzung des Infoforums Nukleare Sicherheit und Strahlenschutz statt. Thema ist die Rückführung radioaktiver Abfälle aus der Wiederaufarbeitungsanlage in La Hague nach Philippsburg. Das Infoforum informiert über Transport und Sicherheitsaspekte.

Zum zweiten Mal lädt das Umweltministerium zum Infoforum Nukleare Sicherheit und Strahlenschutz ein. Dieses Mal geht es um radioaktive Abfälle, die bei der Wiederaufarbeitung von Brennelementen in La Hague angefallen sind und in Philippsburg zwischengelagert werden sollen. „Die Abfälle sind bei der Aufarbeitung von Brennelementen aus deutschen Atomkraftwerken entstanden. Wir müssen sie zurücknehmen“, sagte die für die Atomaufsicht zuständige Umweltministerin Thekla Walker. „Was wir genau bekommen, in welchen Behältern die Abfälle transportiert werden und vor allem wie die Sicherheit bei der Lagerung gewährleistet wird, ist Inhalt des zweiten Infoforums. Wir wollen transparent informieren und aufklären.“

Maximal fünf Castorbehälter für Philippsburg

Geplant ist, die aus der französischen Wiederaufarbeitung zurückzunehmende Menge an Radioaktivität in Form von hochradioaktiven Glaskokillen in drei bis fünf Castor-Behältern im Zwischenlager Philippsburg unterzubringen. So lange bis ein Endlager zur Verfügung steht, also für vermutlich rund drei Jahrzehnte. Weitere Abfälle aus der Anlage in Sellafield (England) sollen an Standorten in Bayern, Hessen und Schleswig-Holstein zwischengelagert werden. Die Verteilung geht auf eine Bund-Länder-Einigung aus dem Jahr 2015 zurück. Im vergangenen Jahr wurde dann festgelegt, welche Abfälle konkret nach Philippsburg gebracht werden sollen.

Spätestens bis 2024 soll der Transport stattfinden, ein genaues Datum dafür steht noch nicht fest. Zuständig für die Genehmigung des Transports und die Genehmigung der Lagerung im Zwischenlager Philippsburg ist das Bundesamt für die Sicherheit der nuklearen Entsorgung (BASE). Die atomrechtliche Aufsicht über das Zwischenlager hat das Umweltministerium Baden-Württemberg.

Infoforum ist online und öffentlich

Neben Umweltministerin Thekla Walker und Vertretern der für die Atomaufsicht zuständigen Abteilung im Ministerium werden auch Fachleute der EnBW Kernkraft GmbH als Betreiberin der Kernkraftwerke in Baden-Württemberg und der Gesellschaft für Zwischenlagerung (BGZ) am Infoforum teilnehmen. Die BGZ betreibt das Zwischenlager in Philippsburg, in dem die Behälter gelagert werden sollen.

Die Veranstaltung am Mittwoch, 19. Januar, ab 18:00 Uhr ist online und richtet sich an alle interessierten Bürgerinnen und Bürger. Wer teilnehmen möchte, muss sich vorher registrieren.

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Infoforum „Nukleare Sicherheit und Strahlenschutz“

Weitere Meldungen

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Polizisten kontrollieren ein Auto.
Verkehrssicherheit

Autoposerszene bundesweit im Fokus

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Bescheidübergabe am 31. März 2026
Wirtschaft

Land stärkt Automotive-Standort im Rems-Murr-Kreis

Ein Reh springt bei Bodnegg (Baden-Württemberg) über eine Wiese, auf der Löwenzahn blüht. (Bild: picture alliance/Felix Kästle/dpa)
Forst

Forstliches Gutachten 2024 Baden-Württemberg

Ein Zug fährt an einem mit Häusern übersäten Hügeln durch eine grüne Landschaft.
Schienenverkehr

Grundlage für Erhalt der Panoramabahn vereinbart

Straßenbaustelle an der B31 im Schwarzwald (Bild: © dpa).
Straßenbau

500 Millionen Euro für Straßenerhalt im Land

Bauarbeiter laufen in Stuttgart an Neubauten der Stuttgarter Wohnungs- und Städtebaugesellschaft mbH (SWSG) vorbei. (Foto: © dpa)
Wohnraumförderung

Bau von 3.367 Sozialwohnungen bewilligt

Gruppenbild mit Ministerpräsident Winfried Kretschmann (vorne, Mitte) und den Ordensprätendentinnen und Ordensprätendenten
Auszeichnung

Verdienstorden des Landes an 27 verdiente Persönlichkeiten

Icon eines Gesetzbuches mit aufgedrucktem Paragrafenzeichen.
Verkehr

Landesmobilitätsgesetz macht gute Mobilität einfacher

Neue Herausforderungen für die Kriminaltechnik in Bayerns
Wirtschaft

Länder fordern Anpassung der Chemieagenda 2045

Gruppenbild bei Agrarministerkonferenz in Bad Reichenhall
Landwirtschaft

Frühjahrs-Agrarministerkonferenz 2026 in Bad Reichenhall

Deutsche Delegation beim 4. Treffen der deutsch-polnischen Freundschaftsgruppen
Europa

Treffen der deutsch-polnischen Freundschaftsgruppen

Siegerehrung Start-up BW Elevator Pitch Vorentscheid Rems-Murr
Start-up BW

Fibryx GmbH im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch"