Kunst und Kultur

Land feiert 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Skulptur des Künstlers Waldemar Schröder, die Friedrich Hölderlin darstellt, steht vor Bäumen. (Bild: picture alliance/Marijan Murat/dpa)

In diesem Jahr feiert das Land und mit ihm die literarische Welt Friedrich Hölderlins 250. Geburtstag. In europaweit rund 650 Veranstaltungen wird an die Bedeutung und Aktualität Hölderlins erinnert.

„Friedrich Hölderlin hat seine Wurzeln in der einzigartigen Literaturlandschaft Baden-Württembergs“, betonte Kunststaatssekretärin Petra Olschowski anlässlich eines Pressegesprächs zur Eröffnung des Hölderlinjahres 2020 im Deutschen Literaturarchiv Marbach. „Die Landesregierung ist sich der besonderen Verantwortung für sein reiches literarisches Erbe bewusst.“

Dem Land war es ein Anliegen, mit dem Jubiläum Formen und Orte der Begegnung mit Friedrich Hölderlin, geboren am 20. März 1770, zu ermöglichen, die über das Hölderlinjahr 2020 hinausweisen. So konnte in Lauffen am Neckar, dem Geburtsort des Dichters, ein ganz neuer Hölderlinort zugänglich gemacht werden. Das Haus, in dem Hölderlin vermutlich geboren wurde, wird nun saniert und mit einer Ausstellung versehen der Öffentlichkeit übergeben. Im Hölderlinhaus in Nürtingen, wo der Dichter Kindheit und Jugend verbrachte, entsteht über das Jubiläumsjahr hinweg ebenfalls eine neue Dauerausstellung.

Friedrich Hölderlin wieder und auch ganz neu entdecken

„Das Jubiläumsjahr zum 250. Geburtstag bietet die Gelegenheit, Hölderlin wieder und auch ganz neu zu entdecken“, sagte Olschowski. „Neue Vermittlungsangebote, Veranstaltungen und Ausstellungen an Erinnerungsorten, mit denen Hölderlin biografisch oder in seinem Werk verbunden ist, bieten die Chance, gerade auch die jüngere Generation für das Werk Hölderlins zu begeistern.“

„Mit Hölderlin verbinden wir Begriffe und Bilder seiner Heimat, die sich auf den Neckar, auf die Städte und Landschaften hier im Südwesten beziehen. Sein Werk ist aber auch weltumfassend und entzieht sich Festlegungen. Friedrich Hölderlin ist weltweit bedeutend – er gehört zum Kanon der Weltliteratur“, sagte Olschowski. „Diese Spannbreite zwischen räumlicher Enge und weitem Horizont, die Hölderlin charakterisiert, wird im Jubiläumsjahr eindrucksvoll abgebildet.“

Die Vielfältigkeit und die Fülle der rund 650 Veranstaltungen europaweit seien ein Beweis für die Bedeutung und die Aktualität Hölderlins. „Ich freue mich, dass so viele Städte, Gemeinden und Kultureinrichtungen nach ihren ureigenen Berührungspunkten mit Hölderlin gesucht haben und dass sie sich in dieses Hölderlin-Jahr einbringen.“ Dank gelte auch den vielen Förderern und Partnern von der Hölderlin-Gesellschaft bis zur Baden-Württemberg Stiftung, der Beauftragten für Kultur und Medien des Bundes und vielen anderen. 

Zwei sanierte Gedenkstätten werden eröffnet

„Mit Dr. Thomas Schmidt haben wir im Deutschen Literaturarchiv Marbach einen hochkompetenten Koordinator dieses Jubiläums gewonnen“, so Olschowski weiter. „Das Deutsche Literaturarchiv ist wie keine andere Einrichtung in Deutschland geeignet, die geistigen und kulturellen Querverbindungen aufzuzeigen, die Hölderlin in seiner Zeit und bis heute entfaltet hat.“ Ebenfalls mit im Boot ist die Württembergische Landesbibliothek, die mit ihrem Hölderlin-Archiv die Hauptbewahrerin des Hölderlinschen Nachlasses ist.

Erste Höhepunkte im Programm sind die Eröffnungen zweier auch mit Landesmitteln sanierter Gedenkstätten, des Hölderlinturms in Tübingen am 15. Februar und des Geburtshauses in Lauffen mit besagter Ausstellung am 20. März. Bereits am 19. März, eröffnet Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier in Marbach die Ausstellung „Hölderlin, Celan und die Sprachen der Poesie“. Am 21. April folgt die Ausstellung „Aufbrüche-Abbrüche. 250 Jahre Friedrich Hölderlin“, mit der die Württembergische Landesbibliothek Einblick in ihre einzigartige Sammlung von Hölderlin-Handschriften gibt.

Das gesamte Veranstaltungsprogramm wird von der Arbeitsstelle für literarische Museen im Auftrag des Landes Baden-Württemberg koordiniert.

250 Jahre Friedrich Hölderin

Weitere Meldungen

von links nach rechts: Prof. Dr. Dr. h.c. Hans-Georg Kräusslich, Präsident der Heidelberger Akademie der Wissenschaften; Prof. Dr. Irena Kogan, Mannheimer Zentrum für Europäische Sozialforschung; Prof. Dr. Largus Angenent, Mathematisch-Naturwissenschaftliche Fakultät der Universität Tübingen; Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Dr. Robert Zeiser, Medizinische Fakultät der Universität Freiburg
Forschung

Landesforschungspreise 2026 in Stuttgart verliehen

Tamas Detrich und Petra Olschowski bei Vertragsunterzeichnung
Kunst

Tamas Detrich bleibt Intendant des Stuttgarter Balletts

Anzeigetafel mit Abfahrtszeiten von Zügen an einem Bahnhof.
Nahverkehr

Neuer Fahrplan für Bus und Bahn

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Bodenverunreinigungen

1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

Ministerpräsident Cem Özdemir spricht während des BMDS-Akademiegesprächs „Staatsmodernisierung mit Wirkung“.
Staatsmodernisierung

Schulterschluss für weniger Bürokratie

Das Bild ist in vier orangefarbene Kacheln unterteilt. Jede Kachel beinhaltet eine Empfehlung zum Umgang mit großer Hitze. Kachel eins: In der Mittagshitze Schatten aufsuchen und große Anstrengungen möglichst meiden. Kachel zwei: Ausreichend trinken, zum Beispiel Wasser oder Saftschorle. Koffein und Alkohol meiden. Kachel drei: Leichte Baumwollkleidung in hellen Farben tragen. Sonnenbrille und Mütze oder Hut aufsetzen. Kachel vier: Auf Menschen achten, die die Empfehlungen nicht selbst umsetzen können und ihnen helfen. Im Zentrum des Bildes ist ein Kreis in dem eine Sonne strahlt. Ein Thermometer zeigt eine Temperatur von 40 Grad Celsius.
Gesundheitsschutz

Wenn Hitze zur Gesundheitsgefahr wird

Promotionsfahrzeug Mehr Leben im Eigenheim
Wohnraumoffensive

Online-Dialog zu „Mehr Leben im Eigenheim“ am 25. Juni

Blick auf die Burg Hohenzollern.
Heimatforschung

Landespreis für Heimat­forschung 2027 ausgeschrieben

von links nach rechts: Präsidentin des Landesjustizprüfungsamts Sintje Leßner, Lukas Wörner, Dr. Fabian Haller, Paul Schwarz, stellvertretende Leiterin des Landesjustizprüfungsamtes Dr. Cornelia Iffland
Justiz

Examensfeier 2026 zum Zweiten juristischen Staatsexamen

IW JUNIOR Landeswettbewerb - Dorfgemeinschaftsladen
Start-up BW

Zwei Schülerfirmen beim Landeswettbewerb ausgezeichnet

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Flurneuordnung

Bescheidübergaben in drei Flurneuordnungsverfahren

Dreiteilige Collage mit jeweils einem Bild der Künstler: ANICA, Faxen, Freezy Bakery (von links nach rechts)
Landesjubiläum 2027

Song zum Landesjubiläum wählen

Der neue Vorstand des 21. Landeselternbeirats; von links: Jörg Vettermann und Susanne Balzer (beide stellvertretende Vorsitzende), Stephanie Wieland (stellvertretende Kassenwartin), Vanessa Scholz (Vorsitzende), Friedhelm Biene (Kassenwart), Chrissy Bach (Schriftführerin) und Georg Beier (stv. Vorsitzender).
Schule

Neuer Vorstand des Landeselternbeirats gewählt

Fluggäste laufen mit ihren Koffern durch ein Flughafenterminal.
Tierseuchen

Keine tierischen Lebensmittel im Reisegepäck