Forschung, Hochschulen und Kultur

Land bleibt verlässlicher Partner für Innovation

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Tafel mit dem Namen des Ministeriums im Eingangsbereich des Wissenschaftsministeriums in Stuttgart

Verlässlicher Partner für Innovation, Planungssicherheit für zentrale Forschungsvorhaben, Ausbau der Studiengänge für Zukunftsberufe und die Steigerung des Kunsthaushalts sind die Schwerpunkte des Etats 2023/2024 für das Wissenschaftsministerium.

Verlässlicher Partner für Innovation; Planungssicherheit für zentrale Forschungsvorhaben; Ausbau der Studiengänge für Zukunftsberufe; Steigerung des Kunsthaushalts – das sind die Schwerpunkte des Etats 2023/2024 für das Wissenschaftsministerium, wie ihn der Landtag beschlossen hat. „Innovation voranzutreiben und Wissen zu generieren zu den Herausforderungen unserer Zeit; dann dieses neue Wissen in Gesellschaft, Wirtschaft, Politik zu überführen und zur Basis unseres Handelns zu machen – darum geht es und dafür ist dieser Haushalt eine richtig gute Basis!“, sagte Wissenschaftsministerin Petra Olschowski. „In einem Zukunftshaushalt ist das Wissenschafts- und Kunstministerium das Zukunftsministerium.“

Baden-Württemberg stärke mit diesem Haushalt in der Krise Forschung, Lehre und Innovation. „Wir sind und bleiben ein verlässlicher, starker Partner für alle Wissenschaftsbereiche. Wir geben zentralen Forschungsvorhaben jetzt in unsicheren Zeiten finanzielle und inhaltliche Planungssicherheit. Wir bauen die Studiengänge der Zukunftsberufe auch im Gesundheitsbereich aus“, fasste die Ministerin die wesentlichen Ziele des 2023 um 422,1 Millionen und 2024 um weitere 250,9 Millionen auf 6,61 Milliarden Euro angewachsenen Haushalts für das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst zusammen.

Kunst und Kultur sind im Etat des Ministeriums 2023 mit 581,7 Millionen und 2024 mit 599,3 Millionen vertreten, 18,4 Millionen mehr als im laufenden Haushalt. „Wir lassen niemanden im Stich. Wir kämpfen dafür, dass kein Ort der Kultur aufgrund der Krise schließen muss“, sagte Staatssekretär Arne Braun, und weiter: „Wir machen Kultur zukunftsfest, indem wir die Kulturhäuser auf dem Weg zur Klimaneutralität mit unserer Agenda Green Culture unterstützen. Und wir stärken die Akteurinnen und Akteure in ländlichen Räumen in ihrer Vielfalt, Eigenart und in ihrem ehrenamtlichen Engagement.“

Die Schwerpunkte im Einzelnen:

  • Das Land finanziert seine Innovationscampus-Modelle ab 2023 strukturell. Die Innovationscampus-Vorhaben in den Themenbereichen Künstliche Intelligenz, Mobilität, Gesundheit und Lebenswissenschaften, Nachhaltigkeit und Quantentechnologie bündeln jeweils im großen Maßstab die Stärken des Landes, unsere Wissenschaft und Wirtschaft, und beides im Dialog mit Stiftungen und gesellschaftlichen Initiativen. Petra Olschowski sagte: „Gerade für so komplexe Vorhaben ist ein starkes und stabiles Umfeld wichtig. Sie brauchen Konstanz und einen langen Atem.“ Deswegen stehen für die nun wichtige finanzielle Verlässlichkeit mehr als 30 Millionen Euro zusätzlich strukturell zu der bestehenden befristeten Finanzierung zur Verfügung.
  • Im Etat wird auch Vorsorge dafür getroffen, die Universitäten und Landeseinrichtungen, die ihre Energiekosten über ihren eigenen Haushalt tragen, aber auch die Studierendenwerke in dieser schwierigen Zeit zu unterstützen. Dadurch sollen die Hilfsmaßnahmen des Bundes ergänzt werden. „Dass die Hochschulen auch im Winter offen bleiben, ist ein enorm wichtiges Signal insbesondere gegenüber den jungen Menschen, den Studierenden, denen die Pandemiejahre sowieso schon in der Seele und in den Knochen stecken und die vielfach belastet sind“, betonte Petra Olschowski.
    Das gilt auch für die Kultur: „Bund, Land und Kommunen werden in einer gemeinsamen Kraftanstrengung alles dafür tun, dass Kultur gut durch den Winter kommt“, versprach Staatssekretär Arne Braun. Das Publikum komme nach den Einschränkungen durch die Pandemie langsam zurück. „Deshalb: Kommen Sie ins Theater, gehen Sie ins Museum oder ins Kino! Nutzen Sie die Angebote. So kommen Kunst und Kultur gut durch den Winter. Und Sie können für ein paar Stunden die Heizung runterdrehen.“
  • Das Land investiert über die Hochschulfinanzierungsvereinbarung II auch in den kommenden zwei Jahren verstärkt in die Grundfinanzierung von Forschung und Lehre. Das Land sichert den Hochschulen einen verlässlichen Aufwuchs ihrer Finanzierung bis 2025 um jährlich 3,5 Prozent zu. 2023/2024 geht es hier insgesamt immerhin um rund 150 Millionen Euro an zusätzlichen strukturellen Mitteln, über die die Hochschulen frei verfügen können.
  • Das Ministerium sorgt für mehr Studienplätze in den Gesundheitsfachberufen, auch im Lehramt Sonderpädagogik. „Das sind Bereiche, die sich unmittelbar auf die Zukunftsfähigkeit einer Gesellschaft auswirken“, so Petra Olschowski. Baden-Württemberg hat auf die gestiegenen Qualifikationsanforderungen im Gesundheitsbereich reagiert und neue Ausbildungswege für die medizinische Versorgung aufgebaut, etwa die Bachelor-Studiengänge Physiotherapie und Logopädie. Es wird auch in der Ergotherapie einen weiteren Ausbau geben. In der Hebammenausbildung bringt das Land die Akademisierung zügig voran. Dafür stellt das Land ab 2023 jährlich rund 4 Millionen Euro und 38,5 Stellen zur Verfügung.

Weitere Meldungen

Rauchverbotsschild (Foto: © dpa)
Gesundheit

Schülerinnen und Schüler sagen Nein zu Tabak und Nikotin

Ein Mitarbeiter des Fraunhofer Instituts, führt bei der Eröffnung des neuen "Future Work Lab" des Fraunhofer Instituts in Stuttgart einen Roboterarm. (Foto: dpa)
Hochschulen und Forschung

Resilienz des Wissenschaftssystems braucht Mut und Haltung

Landgericht Ulm
Justiz

Bekämpfung von sexuellem Kindesmissbrauch auf der Kippe

Abschlussveranstaltung zum Projekt "Nachhaltige Schulverpflegung" am 07.07.2026
Ernährung

Nachhaltige Schulverpflegung prägt Bewusstsein

Eine gelbe Leiter steht vor einem Bücherregal
Literatur

Alfred Kröner Verlag erhält Verlagspreis Literatur 2026

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Hochschulen

Schnellbau-Initiative bringt zusätzlichen Investitionsschub

Oper Stuttgart
Sanierung Opernhaus

Pläne für Interimsspielstätte liegen vor

BaWü-Labs GO!
Forschung

Zehn Jahre Reallaborförderung in Baden Württemberg

Bio-Musterregion Heidenheim plus
Landwirtschaft

Meisterbriefe für Nachwuchs im Molkereihandwerk

Staatssekretär Raimund Haser steht vor seinem Fahrrad mit einem Fahrradhelm auf dem Kopf und hält ein Handy in die Kamera.
Radverkehr

RadMelder startet auf der Landesgartenschau

Die frisch gekürte Badische Weinkönigin Rosa Kost (Mitte) steht mit den beiden ebenfalls frisch gekürten Badischen Weinprinzessinnen Tina Müller (links) und Viktoria Benz (rechts) auf der Bühne.
Weinbau

Rosa Kost ist neue Badische Weinkönigin

Die Faxen
Landesjubiläum 2027

Jubiläumssong für Baden-Württemberg gewählt

Verdienstkreuz für Volker Jobst
Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Volker Jobst

Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut (Mitte) mit dem Gewinnerteam „Cover Curtains“ des „Start-up BW Young Talents 2026“-Wettbewerbs.
Start-up BW

Schülerteam „Cover Curtains“ gewinnt „Start-up BW Young Talents“

Auf durchsichtigem Grund steht Rrealschulpreis NANU?!", dahinter ist verschwommen ein Gebäude zu sehen.
Schule

Landessieger des NANU?!-Wettbewerbs 2026 gekürt