Lärmschutz

Lärmschutz stärker berücksichtigen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Auf einem Schild ist ein Piktogramm mit dem Hinweis auf Lärmschutz abgebildet. (Foto: dpa)

Beim Herbsttreffen der Initiative Motorradlärm hat Staatssekretärin Elke Zimmer an die zukünftige Bundesregierung appelliert, dem Lärmschutz bundespolitisch eine größere Bedeutung einzuräumen.

Anlässlich des diesjährigen Herbsttreffens der Initiative Motorradlärm in Kernen appellierte Staatssekretärin Elke Zimmer an die kommende Bundesregierung, dem Schutz vor Lärm und hierbei auch dem Schutz vor Motorradlärm auf bundespolitischer Ebene mehr Gewicht beizumessen: „In den letzten Jahren ist hier bundesrechtlich viel zu wenig passiert. Lärm beeinträchtigt erheblich unsere Lebensqualität und schädigt die Gesundheit. Für die Landesregierung ist der Schutz gegen Lärm daher ein essentielles Thema, das auch im Koalitionsvertrag (PDF) verankert wurde. Als für den Lärmschutz in Baden-Württemberg zuständige Staatssekretärin stelle ich fest, dass auf Landes- und Kommunalebene viel zu oft Handlungsmöglichkeiten beim Lärmschutz fehlen, weil Bundesrecht dem entgegensteht.“

Mehr als 160 Gemeinden und Landkreise in Initiative Motorradlärm vertreten

Besonders erfolgreich ist in Baden-Württemberg die Initiative Motorradlärm. Sie ist ein Zusammenschluss von mittlerweile mehr als 160 Gemeinden und Landkreisen sowie dem Regionalverband Südlicher Oberrhein. Die Mitglieder repräsentieren über ein Viertel der elf Millionen Bürgerinnen und Bürger von Baden-Württemberg. Unterstützt wird die Initiative durch weitere Vereine, Verbände und Institutionen im Land. Die Initiative fordert, dass Motorräder leiser werden, sie leiser gefahren werden und dass eine laute, rücksichtslose Fahrweise Konsequenzen hat. Dafür müssten die europäischen Regelungen für die Zulassung von Motorrädern angepasst und der bundesrechtliche Rahmen erweitert werden. Diese Forderungen der Initiative Motorradlärm wurden in den Bundesratsentschluss vom 15. Mai 2020 (PDF) aufgenommen. Die Bundesregierung wurde darin aufgefordert die notwendigen rechtlichen Anpassungen vorzunehmen. Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer weigerte sich jedoch die Beschlüsse des Bundesrates umzusetzen.

„Diese Weigerungshaltung muss ein Ende haben. Ich setze da meine Hoffnungen in die kommende Bundesregierung“, ergänzt Staatssekretärin Zimmer.

Motorradlärm-Display sorgt für rücksichtsvollere Fahrweise

Anlässlich des Treffens der Initiative Motorradlärm hat sich Staatssekretärin Zimmer von Kernens Bürgermeister Benedikt Paulowitsch auch die Situation am Lärm-Hotspot in Kernen an der L1199 schildern lassen und sich selbst ein Bild vor Ort gemacht. An dieser Stelle hat Kernen ein vom Land Baden-Württemberg gefördertes Motorradlärm-Display aufgestellt. Bei lauter oder zu schneller Fahrweise fordert es die Vorbeifahrenden auf, leiser beziehungsweise langsamer zu fahren. „Das Display hat gewisse positive Effekte im Hinblick auf eine rücksichtsvollere Fahrweise erzielt,“ erklärt Bürgermeister Paulowitsch, „jedoch reichen derlei lokale Instrumente bei Weitem nicht aus. Wir brauchen bundesweite Normen für Hersteller und eine Bundesregierung, die sich der Problematik annimmt.“ Staatssekretärin Zimmer erklärte, dass alle Handlungsmöglichkeiten ausgeschöpft werden müssen. Dazu gehörten notfalls, wenn alle anderen Mittel nicht helfen, auch Verkehrsbeschränkungen in Form von Geschwindigkeitsbeschränkungen und Verkehrsverboten. Sie forderte von der neuen Bundesregierung, dass die rechtlichen Voraussetzungen für eine Umsetzung von Verkehrsbeschränkungen aus Gründen des Schutzes vor Lärm vereinfacht werden.  

Weitere Meldungen

Das Bild zeigt den neuen Dienststellenleiter der LVT BW Peter Siller frontal im Porträt.
Landesvertretung

Peter Siller neuer Dienststellenleiter der Landesvertretung beim Bund

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast.
Energieversorgung

Task Force soll Ausbau des Stromnetzes beschleunigen

Start-up BW Local
Gründungsförderung

Auszeichnung für 23 Kommunen und Kommunalverbünde

Delegationsreise China
Außenwirtschaft

Dörflinger auf Delegationsreise in China

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Bundesrat

Bundesrat ändert Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Eine neue Asphaltdecke wird auf einer Straße aufgebracht. (Bild: Patrick Seeger / dpa)
Straßenverkehr

Fahrbahnsanierung auf B 462 abgeschlossen

Vertragsunterzeichnung "Programm Flächendeckung" beim BMDS
Digitalisierung

Digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen

Schematische Darstellung von CCS-Prozessen zur on-shore-Speicherung (links) und off-shore-Speicherung (rechts).
Klimaschutz

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

Logo des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“
Ländlicher Raum

29. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gestartet

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Bildung

Mit MINT- und Begabtenförderung das Land zukunftsfest machen

Tag der Nationalhymne in Rumänien
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien

Porträt Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke
Schule

ZSL-Präsident geht in Ruhestand

von links nach rechts: Prof. Peter Middendorf (Rektor der Universität Stuttgart), Ministerpräsident Cem Özdemir, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Jan Hesthaven (Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT))
Sicherheit

Innovationen für Sicherheit, Verteidigung und Resilienz

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet