Tierschutz

Kostenfreie App für Tierschutz-Eigenkontrolle bei Milchrindern

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Kühe auf einer Weide. Foto: Oliver Berg/dpa - (c) dpa - Bildfunk

Eine von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen entwickelte Web-App erleichtert die Tierschutz-Eigenkontrolle bei Milchrindern. Mit der internetbasierten App können die Tierhalter alle relevanten Daten per Smartphone erfassen und sich die automatische Auswertung direkt nach Hause schicken lassen.

„Die Tierschutz-Eigenkontrolle ist nicht nur eine Pflicht, sondern auch eine große Chance für tierhaltende Betriebe. Deshalb freut es mich, dass jetzt in Zusammenarbeit mit Prof. Dr. Barbara Benz von der Hochschule für Wirtschaft und Umwelt Nürtingen-Geislingen eine internetbasierte App entwickelt werden konnte, die die Durchführung dieser Eigenkontrolle bei Milchrindern erleichtert“, sagte die Landesbeauftragte für Tierschutz Dr. Cornelie Jäger. „Mit dieser App können die Tierhalterinnen und Tierhalter alle relevanten Daten zum Betrieb und die Indikatoren im Stall per Smartphone erfassen und sich die automatische Auswertung direkt nach Hause schicken lassen“, erklärte Jäger die neu entwickelte Web-App.

Das kleine Programm wurde speziell für die Anwendung auf dem Smartphone entwickelt und wird kostenfrei zur Verfügung gestellt. „Sie müssen nur mit dem Smartphone die Internetseite Eigenkontrolle-Kuh.de anwählen und schon kann es losgehen“, ermunterte Jäger die Rinderhalter, sich mit dem neuen Angebot zu befassen. In einem ersten Schritt würden Daten zur ganzen Herde erfasst; anschließend ließen sich mehrere wichtige tierbasierte Indikatoren bei einer Stichprobe aus einzelnen Tieren erheben. Die Auswertung für den Betrieb geschehe automatisch und könne nur von der Tierhalterin oder vom Tierhalter eingesehen werden. „Wir wollen mit diesem Tool einen Beitrag zur Entwicklung der Milchrinderhaltungen leisten und hoffen auf eine rege Nutzung dieser Web-App“, erklärte die Landestierschutzbeauftragte.

„Der Entwickler der App hat mit viel Engagement die fachlichen Vorarbeiten im Zusammenhang mit unserem Q-Wohl-Projekt aufgegriffen und umgesetzt. Ein wunderbarer Synergieeffekt aus Fachkompetenz und neuer Technologie, der am Ende den Tieren zugute kommt“, freute sich Jäger und setzt darauf, dass die Web-App zur Eigenkontrolle in Zusammenarbeit mit den Nutzern kontinuierlich weiter optimiert werden kann.

Webanwendung zum Tierschutz: Eigenkontrolle Kuh

Landesbeauftragte für Tierschutz

Q-Wohl-Projekt Konsolidierter Kriterienkatalog

Q-Wohl-Projekt Projektbericht

Weitere Meldungen

Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal eines Reformhauses. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Land mit vielfältiger Bio-Qualität auf BIOFACH präsent

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Furtwangen bewilligt

Ländlicher Raum
Ländlicher Raum

Modernisierung Ländlicher Wege ist Zukunftssicherung

Ein Haus, dessen Grundgerüst aus Holz besteht, steht in einem Tübinger Neubaugebiet. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Holzbau

Aktualisierte Holzbau-Richtlinie stärkt Klimaschutz und Wirtschaft

Kuhweide mit Kühen
Tierschutz

Impfung hilft gegen Ausbruch der Blauzungenkrankheit

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. Februar 2026

Kisten mit Gemüse und Obst.
Verbraucherschutz

Produkte mit Qualitätszeichen gemeinsam bekannter machen

Flurneuordnung Schefflenz-Oberschefflenz
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Walldürn schreitet zügig voran

BaWü zu Tisch - Drei Personen sitzen an einem Tisch
Ernährung

Start der landesweiten Ernährungstage

Säue schauen durch die Absperrung eines Stalles auf einem Bauernhof. (Bild: © dpa)
Landwirtschaft

Grundstein für Schlachthof in Gärtringen gelegt

Nest der Asiatischen Hornisse
Landwirtschaft

Nestentfernung von Asiatischer Hornisse wird weiter gefördert

Gisela Splett mit Patenschaftsurkunde
Vermögen und Bau

Patenschaft für Kronenkranich in der Wilhelma

Traktor auf einem Feld
Ökolandbau

Land fördert überregionale Koope­rationen der Bio-Musterregionen

Ein Biber, fotografiert an einem Fluss (Quelle: dpa).
Artenschutz

Biberverordnung hilft bei Konfliktfällen

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Grand Est und Land mobilisieren für Zukunft der Bioökonomie