Klimaschutz

Kommunaler Wettbewerb „Auf dem Weg zur Klimaneutralität“ startet

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.

Das Umweltministerium startete den kommunalen Wettbewerb „Auf dem Weg zur Klimaneutralität“. Klimaaktive Kommunen können sich bis zum 31.Oktober 2022 um Landesmittel zur Umsetzung ihrer Klimaneutralitätskonzepte bewerben.

Startschuss für den kommunalen Wettbewerb „Auf dem Weg zur Klimaneutrali­tät“ des Umweltministeriums Baden-Württemberg: Ab dem 1. Juli 2022 können sich besonders klimaaktive Kommunen um Fördermittel zur Umsetzung ihrer ambitio­nierten Klimaneutralitätskonzepte bewerben. Eine Fachjury wählt dann aus dem Bewerberkreis vier Kommunen unterschiedlicher Größe aus, die bis 2025 für ihre Klimaschutzmaßnahmen eine finanzielle Unterstützung vom Land erhalten.

„Mit unserem Klimaschutzgesetz haben wir uns als Baden-Württemberg das ehrgeizige Ziel gesetzt, bis 2040 klimaneutral zu werden. Wichtige und zentrale Mitstreiter auf unserem Weg zu diesem Ziel sind unsere Kommunen im Land. Viele sind bereits Vorreiter und haben ambitionierte Klimaschutzkonzepte und -ziele“, sagte Umwelt- und Klimaministerin Thekla Walker anlässlich des Starts des neuen Förderwettbewerbs in Stuttgart.

Augenmerk auf bisher noch wenig erprobte Maßnahmen

Um diese ambitionierten Vorreiter weiter zu unterstützen und ihre Maßnahmen auf andere Kommunen zu übertragen, hat nun das Umweltministerium den kom­munalen Wettbewerb ins Leben gerufen. „Wir fördern mit unserem Klimawett­bewerb vier unterschiedlich große Modellkommunen, die glaubwürdig, konse­quent und nachvollziehbar das Ziel der Klimaneutralität für ihre Gesamt­gemarkung bis zum Jahr 2035 erreichen wollen“, so Thekla Walker weiter. Dabei solle ein besonderes Augenmerk auf die Entwicklung und Umsetzung bis­her wenig erprobter und deutlich beschleunigend wirkender Maßnahmen gelegt werden.

Insgesamt ist eine Förderung für drei Jahre angedacht, in denen die äußerst ambitionierten Klimaschutzkonzepte der Kommunen schlüssig umgesetzt werden sollen. Die unterschiedlichen Größenklassen stellen dabei sicher, dass sich die ergriffenen Klimaschutzmaßnahmen auf alle Kommunen im Land über­tragen lassen. Kompensationsmaßnahmen sollen gar nicht oder nur in einem möglichst geringen Umfang zum Einsatz kommen.

Höhe der Förderzuschüsse je nach Größe der Kommune

Kommunen, die sich am Wettbewerb beteiligen möchten, müssen entweder ein Klimaschutzkonzept besitzen oder mit dem European Energy Award (eea) zerti­fiziert sein und einen entsprechenden Maßnahmenplan vorlegen sowie am Klimaschutzpakt teilnehmen. Dabei müssen die Klimapläne und Klimamaßnahmen der Kommunen höchste Ambitionen aufweisen – Voraussetzung ist die Klimaneutralität bis zum Jahr 2035.

Je nach Größenklasse sind unterschiedliche Förderzuschüsse für die Kommune vorgesehen:

  • Größenklasse A: eine Gemeinde bis 20.000 Einwohnerinnen und Einwoh­ner, Fördermittel in Höhe von bis zu einer halben Million Euro
  • Größenklasse B: eine Gemeinde mit 20.000 bis 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, Fördermittel in Höhe von bis zu zwei Millionen Euro
  • Größenklasse C: eine Gemeinde mit mehr als 100.000 Einwohnerinnen und Einwohner, Fördermittel in Höhe von bis zu vier Millionen Euro
  • Größenklasse D: ein Landkreis, Fördermittel in Höhe von bis zu fünf Millionen Euro

Insgesamt stellt das Umweltministerium im Rahmen des Wettbewerbs bis zu 11,5 Millionen Euro bis zum Jahr 2025 bereit. Bewerbungsfrist ist am 31.Oktober 2022.

Weitere Informationen

Ministerium für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft: Wettbewerb für Vorreiter-Kommunen zur Klimaneutralität!
KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg: Landeswettbewerb für Vorreiter-Kommunen

KEA Klimaschutz- und Energieagentur Baden-Württemberg: Ausschreibung Wettbewerb zur Klimaneutralität (PDF)

Weitere Meldungen

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Ländlicher Raum

Flurneuordnung in Furtwangen bewilligt

Zwei Grundschüler stehen an einer Straße vor einer Schule.
Verkehrssicherheit

Bewerbungen für Verkehrspräventionspreis ab jetzt möglich

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Bewerbungstart für „Spitze auf dem Land!“

Transportroboter im öffentlichen Raum
Urbane Robotik

Land fördert robotische Systeme im städtischen Raum

Mittelständischer Betrieb in Baden-Württemberg bei der Taschenherstellung aus alten PET-Flaschen (Symbolbild, © dpa)
Wirtschaft

Landtag beschließt neugefasste Mittelstandsförderung

Ein Krebsforscher arbeitet in einem Labor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg mit einer Pipette. (Bild: picture alliance/picture alliance / dpa)
Gesundheitsschutz

PFOA-Belastung bei Einwohnern im Landkreis Rastatt sinkt weiter

Marktplatz Heilbronn, Videoschutz
Sicherheit

Landtag gibt Kommunen mehr Möglichkeiten zum Videoschutz

Marktplatz in Waiblingen
Städtebauförderung

270,63 Millionen Euro für 319 Städtebaumaßnahmen

Ländlicher Raum
Ländlicher Raum

Modernisierung Ländlicher Wege ist Zukunftssicherung

von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges, Präsident des Landgerichts Ravensburg Matthias Grewe, Präsident des Oberlandesgerichts Stuttgart Dr. Andreas Singer
Justiz

Neuer Präsident des Landgerichts Ravensburg

Ein Haus, dessen Grundgerüst aus Holz besteht, steht in einem Tübinger Neubaugebiet. (Bild: picture alliance/Sebastian Gollnow/dpa)
Holzbau

Aktualisierte Holzbau-Richtlinie stärkt Klimaschutz und Wirtschaft

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 3. Februar 2026

Kinder sind auf einer Straße mit dem Fahrrad unterwegs zur Schule. (Foto: © dpa)
Sicherer Schulweg

Mehr Verkehrssicherheit durch Schulstraßen und Schulzonen

Arbeiter bauen Präzisions-Klimasysteme zusammen, die für die Lithographie-Abteilung in der Chip Produktion eingesetzt werden.
Fachkräfte

Regionalprogramm Fachkräfte­sicherung bis 2027 verlängert

Gruppenbild Pou der Hinematioro mit Māori
Kunst und Kultur

Ahnenbild kehrt nach 250 Jahren zu den Māori zurück