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JobTicket BW sticht in See

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Verkehrsminister Winfried Hermann (M.) unterzeichnet eine Vereinbarung zur Ausweitung des Angebots auf die Bodenseeschifffahrt mit dem Geschäftsführer der Katamaran-Reederei Bodensee GmbH & Co. KG, Christoph Witte (r.), sowie dem Geschäftsführer der Stadtwerke Konstanz GmbH, Dr. Norbert Reuter (l.) (Quelle: Verkehrsministerium Baden-Württemberg).

Zum Jahreswechsel 2016/2017 wird das JobTicket BW für die unmittelbar beim Land Beschäftigten auf die Bodenseeschifffahrt ausgeweitet. Verkehrsminister Winfried Hermann unterzeichnete im Rahmen des 19. Mainauer Mobilitätsgesprächs eine entsprechende Kooperationsvereinbarung mit dem Geschäftsführer der Katamaran-Reederei Bodensee GmbH & Co. KG, Christoph Witte, sowie dem Geschäftsführer der Stadtwerke Konstanz GmbH, Dr. Norbert Reuter.

„Im Januar 2016 haben wir das bezuschusste Jobticket für die Beschäftigten beim Land eingeführt. Bislang haben bereits gut 20.000 Landesbedienstete dieses Angebot genutzt. Besonders erfreulich ist, dass davon 37 Prozent Abo-Neukunden sind. Es freut mich sehr, dass wir heute die Kooperationsvereinbarungen mit den Betreibergesellschaften der Bodenseeschifffahrt zum JobTicket BW unterzeichnen können. Das ist eine kleine, aber wichtige Weiterentwicklung des JobTicket BW, mit der wir auch die Wünsche der Beschäftigten hier in der Bodensee-Region erfüllen“, sagte Minister Hermann.

Vereinbarung zur Ausweitung des Angebots auf die Bodenseeschifffahrt

Damit können künftig die Schiffsverbindungen Meersburg – Konstanz, Friedrichshafen – Konstanz sowie Wallhausen – Überlingen deutlich kostengünstiger für die Pendelstrecken zur Arbeit genutzt werden. Das Land zahlt einen monatlichen Zuschuss von 20 Euro für den Fahrausweis im Jahresabo. Durch die Verbindungen über den Bodensee können lange Wegstrecken mit dem Auto vermieden werden. Dr. Reuter, Geschäftsführer der Stadtwerke Konstanz dazu: „JobTicket-Kunden sparen hohe Kosten für den Unterhalt des Fahrzeugs sowie Parkplatzkosten, die Arbeitgeber sparen Kosten für die Bereitstellung von Parkraum, der gerade in einer Stadt wie Konstanz zunehmend begehrt und teurer wird. Die Ausweitung des JobTickets Baden-Württemberg auf die seequerenden Verbindungen macht die Stadt damit nochmals ein Stückchen lebenswerter.“ Christoph Witte, Geschäftsführer der Katamaran-Reederei Bodensee ergänzte: „Dieses Projekt hilft dem ÖPNV und bringt Ökologie und Ökonomie zusammen.“

Gemeinsam mit der Lennart-Bernadotte-Stiftung stellt das Ministerium für Verkehr Baden-Württemberg in der Veranstaltungsreihe „Mainauer Mobilitätsgespräche“ auf der Bodensee-Insel Mainau aktuelle Beispiele aus der Praxis nachhaltiger Mobilität vor. Dieses Jahr ging es darum, welche Wege aus Stress und Schadstoffbelastung das Mobilitätsmanagement eröffnet. 

In Baden-Württemberg pendeln täglich 5,4 Millionen Menschen zwischen Wohnung und Arbeitsstätte. Mehr als die Hälfte davon fahren weniger als zehn Kilometer, eine ideale Strecke für Rad oder Pedelec. Dennoch benutzen 64 Prozent der Berufspendler das eigene Auto. Das Mobilitätsmanagement bietet Unternehmen und seinen Beschäftigten viele Möglichkeiten für eine moderne und nachhaltige Mobilität – gleichzeitig bedeutet es ein Pluspunkt für die Beschäftigten. 

„Die Bodenseeregion ist ein gutes Beispiel für eine Region mit viel Pendler- und Freizeitverkehr. Die Infrastruktur kommt da nicht mehr hinterher. Die Folge sind täglich Stau, Stress und Luftverschmutzungen. Was wir zusätzlich zum Infrastrukturausbau brauchen, sind intelligente Lösungen. Das Mobilitätsmanagement mit Jobticket, Firmen-Pedelecs, Mitfahr-Apps oder elektrischen Fahrzeugen im Fuhrpark bietet Lösungsbeiträge. Gleichzeitig können sogar Kosten- und Krankenstand in Firmen gesenkt werden und Klima- und Umweltschutz profitieren ebenso“, so Minister Hermann in seiner Eröffnungsrede.

Nach politischen und fachlichen Einführungen und einer Podiumsdiskussion am Vormittag mit Verkehrsminister Winfried Hermann, dem Stadtpräsidenten von St. Gallen, Thomas Scheitlin, der Verkehrsplanerin Gisela Stete aus Darmstadt und Dr. Malgorzata Wiklinska, Leiterin der Denkfabrik des Autozulieferers ZF, fanden am Nachmittag drei Werkstattgespräche in kleineren Gruppen statt. Praktikerinnen und Praktiker berichteten in der „Fahrradwerkstatt“, der „Autowerkstatt“ und der „Haltestelle“ über ihre unterschiedlichen Erfahrungen mit dem Mobilitätsmanagement.   

Verkehrsministerium: Pressemitteilung mit Präsentationen der Referenten der Mainauer Mobilitätsgespräche

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