Bundeswehr

Jahresempfang für die im Land stationierten Streitkräfte

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Streitkräfteempfang 2021 in Bruchsal

Die Landesregierung hat Vertreter der Bundeswehr und der befreundeten Streitkräfte aus Europa und den USA sowie Vertreter aus Polizei, Politik, Wirtschaft und Verwaltung im Bruchsaler Schloss empfangen.

„Heute sind wir als Verbündete und Freunde zusammen – heute, am symbolträchtigen 11. November, dem Tag des Waffenstillstands. Am 11. November 1918 hat der aus Württemberg stammende und vor 100 Jahren ermordete Matthias Erzberger das Waffenstillstandsabkommen unterzeichnet – und damit den Ersten Weltkrieg beendet. Unser heutiges Beieinandersein hier in Bruchsal zeigt, welche Fortschritte wir in den letzten Jahrzehnten erreicht haben. Dieses gute Miteinander der Völker für den Frieden und die Freiheit in Europa müssen wir bewahren und immer weiter ausbauen. Dabei sind die Soldatinnen und Soldaten unserer Bundeswehr und unserer befreundeten Streitkräfte Garanten für den Frieden. Deshalb fühlen sich die baden-württembergische Landesregierung und die Bürgerinnen und Bürger unseres Landes der Bundeswehr und den befreundeten Streitkräften eng, ja sehr eng und sehr freundschaftlich verbunden. Deshalb ist die Zusammenarbeit der Landesbehörden mit den hier ansässigen Dienststellen der Streitkräfte und der Wehrverwaltung von großem gegenseitigem Vertrauen und großer Offenheit geprägt. Und deshalb haben die Bundeswehr und die befreundeten Streitkräfte mit Baden-Württemberg einen Partner, der ihre Leistungen für die Gesellschaft und für das Land sehr zu schätzen weiß“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl in Bruchsal. Minister Thomas Strobl begrüßte rund 200 Vertreterinnen und Vertreter der Bundeswehr und der befreundeten Streitkräfte aus Europa und den USA sowie Vertreter aus Polizei, Politik, Wirtschaft und Verwaltung zum Jahresempfang der Landesregierung für die im Land stationierten Streitkräfte im Bruchsaler Schoss.

Oberst Thomas Köhring, Kommandeur des Landeskommandos Baden-Württemberg, Generalleutnant Jürgen Knappe, Befehlshaber Multinationales Kommando Operative Führung und des Joint Support and Enabling Command der NATO, Reinhold Wismüller, Direktor beim Bundesamt für Infrastruktur, Umweltschutz und Dienstleistungen der Bundeswehr und Lieutenant General Kirk W. Smith, Stellvertretender Kommandeur des United States Africa Command sowie Général de Brigade Vincent Giraud, Militärgouverneur von Strasbourg begrüßten die Gäste ebenfalls. Das Landespolizeiorchester Baden-Württemberg musizierte bei einer von Fackeln erleuchteten Serenade im Schlosshof.

Heimkehr nach Afghanistaneinsatz

„Mit dem Abschluss der Mission Resolute Support sind die Soldatinnen und Soldaten aus einem langen und schweren Auslandseinsatz in Afghanistan auch an die Heimatstandorte nach Baden-Württemberg zurückgekehrt. Es ist mir aus diesem Anlass ein besonderes Anliegen, allen Bundeswehrangehörigen sehr herzlich zu danken, die bei der Operation Enduring Freedom, der International Security Assistance Force und der Mission Resolute Support ihren Beitrag zur Sicherheit in Afghanistan sowie zur Sicherheit in der Welt und auch in Deutschland geleistet haben. Die ihnen übertragenen militärischen Aufträge haben unsere Soldatinnen und Soldaten zweifellos erfüllt. Ihre Mission war kein Fehlschlag, auch wenn dies angesichts der bedauerlichen Entwicklung nach Ende der Mission in Afghanistan oft so dargestellt wird. Der Einsatz hat mehr Sicherheit auch für die Menschen in Baden-Württemberg gebracht. Auch was die politischen und gesellschaftlichen Verhältnisse in Afghanistan anbelangt, wird der jahrelange Einsatz für Frieden und Freiheit seine Wirkung gerade auf die jüngeren Menschen in diesem Land nicht verfehlen und könnte auf lange Sicht Grundlage für eine positive Entwicklung sein. In die Freude über die nunmehr an ihre Standorte in Baden-Württemberg zurückgekehrten Soldatinnen und Soldaten mischt sich leider auch die Trauer über die Gefallenen und Verwundeten. 59 Einsatzkräfte der Bundeswehr haben in Afghanistan für unsere Freiheit und Sicherheit ihr Leben lassen müssen, 35 davon fielen durch Feindeinwirkung. Wir werden sie alle in ehrenvoller Erinnerung behalten, wie auch die gefallenen Soldatinnen und Soldaten unserer Verbündeten“, so Innenminister Thomas Strobl.

„Die Bundeswehr steht neben ihrem militärischen Auftrag aber auch weiterhin bereit, im Not- und Katastrophenfall im verfassungsmäßigen Rahmen im Inland rasch und effektiv Hilfe zu leisten. Die Herausforderungen der Corona-Pandemie und die furchtbaren Unwetterereignisse in Rheinland-Pfalz und in Nordrhein-Westfalen haben gezeigt: Wir sind auf die schnelle und kompetente Hilfe der Bundeswehr in krisenhaften Situationen wie diesen angewiesen. Und wir konnten uns auf diese Hilfe verlassen. Dafür heute und hier ein herzliches Dankeschön – an die vierstellige Zahl von Soldatinnen und Soldaten, ohne die wir in Baden-Württemberg nicht so gut durch die Pandemie gekommen wären und auch an die Bundesverteidigungsministerin Annegret Kramp-Karrenbauer und das Landeskommando, für die erstklassige Zusammenarbeit und Unterstützung in der Corona-Lage im Land“, bedankte sich Minister Thomas Strobl für die gesamte Landesregierung.

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