Regionalität

„Hohenloher Birnenbrand/Hohenloher Birnenwasser“ EU-weit geschützt

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Zahlreiche Birnen hängen in einer Plantage an einem Birnenbaum.

Die Obstspirituose „Hohenloher Birnenbrand/Hohenloher Birnenwasser“ ist mit der Eintragung in das Register des europäischen Herkunftsschutzes EU-weit geschützt. Die Eintragung als geschützte geografische Angabe ist eine besondere Wertschätzung der landestypischen regionalen Produkte und des einzigartigen kulturellen Genusserbes.

„Die Vielfalt und Qualität von Produkten der baden-württembergischen Land- und Ernährungswirtschaft sind eine der großen Stärken unseres Landes. Viele dieser Produkte und insbesondere die hervorragenden regionalen Spezialitäten sind das Spiegelbild unserer lebendigen kulinarischen Kultur. Mit der Obstspirituose ‚Hohenloher Birnenbrand/Hohenloher Obstwasser‘ sind mit Veröffentlichung der Eintragung in das Register des europäischen Herkunftsschutzes seit Anfang Juni 2022 35 baden-württembergischen Originale als geografische Angabe entsprechend dem Spirituosenrecht der Europäischen Union (EU) EU-weit geschützt. Somit steht die Hohenloher Obstspirituose in einer Reihe mit Schottischem Whisky, Calvados oder Schwarzwälder Kirschwasser“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am 10. Juni 2022 in Stuttgart.

Die EU-Kommission hat den Hohenloher Birnenbrand in die Liste von 258 bereits geschützten Bränden aus der EU und Drittländern aufgenommen. Minister Hauk betont: „Somit dürfen zukünftig nur die Birnenbrände das Prädikat ‚Hohenloher Birnenbrand‘ tragen, wenn die Rohstoffe ausschließlich im geografischen Gebiet Hohenlohe erzeugt und die Obstspirituose auch dort destilliert wurde“. Es dürfen nur regionaltypische Birnensorten verarbeitet werden, die in der Regel auf starkwachsenden Unterlagen wachsen und vielfach über Jahrhunderte in Hohenlohe heimisch sind. Diese erwiesen sich für die entsprechenden Standortverhältnisse und insbesondere für die Verarbeitung in der Brennblase als besonders geeignet. Schon im 18. Jahrhundert empfahl Pfarrer Johann Friedrich Mayer – genannt Gipspfarrer – in seinem Landwirtschaftlichen Lehrbuch den Hohenloher Bauern insbesondere die Verarbeitung der Mostbirne zu Branntwein aufgrund ihrer besonderen regionalen Qualität. Seinen Beinahmen erwarb sich Mayer, indem er den Bauern seiner Zeit empfahl, den Nährstoffmangel der Böden durch die Gabe von Gips auszugleichen.

Obstbrennen als kulturelles Erbe

„Der EU-weite Schutz vor Nachahmung ist eine besondere Wertschätzung regionaler Produkte, der nochmals deutlich macht, dass in verschiedenen baden-württembergischen Regionen das Obstbrennen ein besonderes kulturelles Erbe ist, das seit Jahrhunderten gepflegt wird. Dies trägt maßgeblich zum Erhalt der Streuobstwiesen im Land bei und ist auch deshalb erhaltenswert“, betonte Minister Hauk.

Den entscheidenden Anstoß, sich auf den langen Weg der Eintragung als geografische Angabe zu machen, habe es auf dem Genussgipfel des Landes in Schwäbisch Hall im Jahr 2015 gegeben, wo unter dem Motto „Von Hohenlohes Streuobstwiesen“ unter anderem verschiedene regionaltypische Birnendestillate aus der Region, beispielsweise aus der Schnäwelesbirne, in Kombination mit regionalen Heumilchkäse vorgestellt wurden.

Ministerium für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz: Geoschutz

Europäische Kommission: Hohenloher Birnenbrand / Hohenloher Birnenwasser

Gemeinschaftsmarketing Baden-Württemberg: Geschützte Originale

Weitere Meldungen

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Forschende im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Bundesrat

Bundesrat ändert Wissenschaftsfreiheitsgesetz

Eine neue Asphaltdecke wird auf einer Straße aufgebracht. (Bild: Patrick Seeger / dpa)
Straßenverkehr

Fahrbahnsanierung auf B 462 abgeschlossen

Kisten mit Gemüse und Obst.
Welternährungstag

Ernährungssouveränität bedeutet Sicherheit

Eine junge Frau wird geimpft.
Ärztliche Versorgung

Auswahlverfahren zur Landarztquote 2026 abgeschlossen

Vertragsunterzeichnung "Programm Flächendeckung" beim BMDS
Digitalisierung

Digitale Verwaltungsleistungen in die Fläche bringen

von links nach rechts: Gerald Knaus, Staatssekretär Siegfried Lorek, Birgit Sippel, Dr. Thomas Gutschker
Migration

Lorek fordert stärkere Positionierung der EU in der Migrationspolitik

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Bürgerbeteiligung

Bürgerforum zur CO2-Speicherung

Logo des Wettbewerbs „Unser Dorf hat Zukunft“
Ländlicher Raum

29. Wettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ gestartet

Kuh friss Gras
Landwirtschaft

Antragstellung auf Futtermittelhilfe 2026 läuft an

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Bildung

Mit MINT- und Begabtenförderung das Land zukunftsfest machen

Tag der Nationalhymne in Rumänien
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien

Streuobst
Streuobst

Land fördert Streuobst-Projekte mit 500.000 Euro

Porträt Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke
Schule

ZSL-Präsident geht in Ruhestand

von links nach rechts: Prof. Peter Middendorf (Rektor der Universität Stuttgart), Ministerpräsident Cem Özdemir, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Jan Hesthaven (Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT))
Sicherheit

Innovationen für Sicherheit, Verteidigung und Resilienz