Verbraucherschutz

Herbstzeit ist Pilzzeit

Anlässlich der aktuellen Pilzsaison warnt Minister Peter Hauk vor dem versehentlichen Verzehr von giftigen Pilzen. Er rät, die Angebote von Pilzexperten zu nutzen, um mit Waldpilzen sicher umzugehen und Verwechslungen mit Giftpilzen zu vermeiden.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Steinpilz im Wald
Symbolbild

„Die naturnahe und saisonale Küche mit Pilzen aus unseren Wäldern zu verfeinern, ist etwas ganz Besonderes. Dazu hatten unsere Waldpilze dieses Jahr die besten Voraussetzungen. Seit dem Spätsommer wachsen vor allem Steinpilze, Maronen, Waldchampignons, Birkenpilze, Rotkappen, verschiedene Pfifferlingsarten oder Austernseitlinge, die vom niederschlagsreichen Sommer profitieren und gut gedeihen. Verwechslungen mit ungenießbaren oder giftigen Arten können allerdings folgenschwer sein. Der hochgiftige Knollenblätterpilz zum Beispiel sieht dem Wiesen-Champignon sehr ähnlich. Wer kein Experte ist, kann die Pilze nicht so leicht auseinanderhalten. Immer wieder führen uns Fälle vor Augen, wie schnell Pilzvergiftungen, insbesondere für Kinder, auch lebensbedrohlich werden können. Deshalb appelliere ich an alle: Verlassen Sie sich nicht nur auf Smartphone-Apps, denn oftmals beziehen sie zu wenig Merkmale mit ein. Nur ein geschultes Auge kann die giftigen von den ungiftigen Pilzen unterscheiden. Sammeln Sie deshalb nur die Pilze, die Sie wirklich kennen“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk, am Donnerstag, 17. Oktober 2024, anlässlich der aktuellen Pilzsaison.

Pilzesammeln in ASP-Sperrzonen verboten

Viele Bürgerinnen und Bürger Baden-Württembergs verbinden jetzt ihren Waldspaziergang mit dem Sammeln von Pilzen und anderen Waldfrüchten. Vor dem Hintergrund der aktuellen Lage zur Afrikanischen Schweinepest (ASP) gilt beim Pilze sammeln in diesem Jahr besondere Umsicht. Pilzsammler sollten sich vorab informieren, ob ihr Waldstück, in dem sie auf die Pilzsuche gehen wollen, in einer ASP-Sperrzone liegt. Hinweise finden Sie auf den Webseiten des jeweiligen Land- beziehungsweise Stadtkreises. Aktuell trifft das vor allem auf die Städte Mannheim und Heidelberg sowie Teile des Rhein-Neckar-Kreises zu.

Um Wildschweine nicht unnötig zu beunruhigen und zu weiträumigen Fluchten zu bewegen, dürfen im Waldgebiet die befestigten Wege in dem Sperrbezirk, der von dem ASP-Seuchenausbruch besonders betroffen ist (sogenannte Sperrzone II, infizierte Zone), nicht verlassen werden. Deshalb ist auch das Pilzesammeln in dieser Zone nicht erlaubt.

Alle Waldbesucher können einen Beitrag leisten, um eine Ausbreitung der ASP zu verhindern. „Lassen Sie bitte keine Lebensmittel- und Speisereste beim Wandern oder dem Aufenthalt in der Natur zurück. Entsorgen Sie Speisereste am Rast- oder Parkplatz ausschließlich in gut verschließbaren Mülleimern oder nehmen die Reste wieder mit nach Hause, wo sie wiederverwendet oder Wildschwein-sicher im Mülleimer mit verschließbarem Deckel entsorgt werden können. Werfen Sie die Speisereste auf gar keinen Fall in die Landschaft. Das ist die beste ASP-Prophylaxe“, bedankte sich Minister Hauk bei allen Waldbesucherinnen und Waldbesuchern.

„Allen fleißigen Sammlerinnen und Sammlern wünsche ich noch eine lange und ausgiebige Pilzsaison, um die heimische Küche weiter mit leckeren Pilzgerichten zu bereichern. Schmackhafte Rezepte rund um das Thema Pilze, Waldfrüchte und Wildfleisch sind in der kostenfreien App ‚Von Daheim‘ des Ministeriums für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz zu finden. Neben Rezepten sind dort regionale Vermarkter zu finden, die Pilze und Wildfleisch anbieten“, erklärte Minister Hauk abschließend.

Weitere Meldungen

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Jetzt noch für „Spitze auf dem Land!“ bewerben

Landesgartenschau Ellwangen 2026
Ländlicher Raum

Positive Halbzeitbilanz der Landesgartenschau 2026

Ein Ausbilder im Garten- und Landschaftsbau (r.) erklärt einem angehenden Gärtner (l.) das Einpflanzen einer Dachbegrünung. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Meisterbriefe für Floristen und Gärtner

Ein Hauskaninchen wartet in seinem Stall in einem Gartengeschäft auf einen neuen Besitzer.
Tierschutz

Schülerinnen und Schüler machen sich für Tiere stark

Eine Zauneidechse (Bild: © dpa)
Naturschutz

1,1 Millionen Euro für Naturschutzprojekte

Flurneuordnung Hildrizhausen
Ländlicher Raum

7,5 Millionen Euro für Zukunftsforum Oberkochen

Einsatzkräfte der Feuerwehr errichten am Nonnenbach in Bad Saulgau im Ortsteil Moosheim einen Damm mit Sandsäcken gegen das Hochwasser.
Krisenvorsorge

Gemeinsam gesellschaftliche Resilienz stärken

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Ländlicher Raum

Investition in die Zukunft des Ländlichen Raums

Eine Wildbiene sucht an Blüten des Mehlsalbeis nach Nektar. (Bild: © Uwe Anspach/dpa)
Naturschutz

Zusätzliche Mittel für den Arten- und Biotopschutz

Landwirtschaft
Ländlicher Raum

Vereinbarkeit von Ernährungssicherung und Naturschutz

Blick über Baden-Württemberg
Landwirtschaft

Gemeinsamen Antrag 2026 bis 30. September korrigieren

Elzbach im Odennwald
Landwirtschaft

Prekäre Lage in den Gewässern Baden-Württembergs

Ein Auerhuhn steht im Wald.
Forst

Weniger Auerhähne als im Vorjahr

Junganlage im Weinberg
Weinbau

Rebflächenförderung 2027 geöffnet

Kreativland
Ländlicher Raum

„KreativLand BW gestalten!“ stärkt die Kreativwirtschaft