Umwelt

Handy-Aktion Baden-Württemberg startet

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Eine Hand hält in einer Recyclingfirma ein ausgedientes Mobiltelefon. (Foto: dpa)

Eine gemeinsame Kampagne kirchlicher und zivilgesellschaftlicher Träger, des Umweltministeriums und der Telekom will über die globalen Zusammenhänge in der Handyproduktion und deren Auswirkungen informieren und dazu beitragen, dass möglichst viele alte Handys gesammelt und einem geordneten Recycling zugeführt werden.

Die Handy-Aktion Baden-Württemberg ist ein gemeinsames Projekt kirchlicher und zivilgesellschaftlicher Träger, des Ministeriums für Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-Württemberg und der Deutschen Telekom Technik GmbH. Sie steht unter dem Dach der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes. Schirmherr der Aktion ist Umweltminister Franz Untersteller.

Beitrag zum nachhaltigeren Konsum

„Vielen Handynutzern sind die globalen Zusammenhänge in der Handyproduktion und deren Auswirkungen auf Umwelt und Gesellschaft nicht bewusst. Mit der Kampagne wollen wir hierüber informieren und gleichzeitig aktiv dazu beitragen, dass möglichst viele Handys gesammelt und einem geordneten Recycling zugeführt werden,“ erklärte der Minister zum Auftakt der Aktion.

„Es ist ein zentrales Anliegen der Nachhaltigkeitsstrategie des Landes, auf den drastischen Anstieg unseres Ressourcenverbrauchs und seine Konsequenzen aufmerksam zu machen und damit einen Beitrag zum nachhaltigeren Konsum zu leisten,“ sagte Untersteller. „Ich freue mich daher sehr, dass wir mit der Handy-Aktion Baden-Württemberg ein Projekt begleiten können, das sich ganz gezielt dieser Thematik annimmt. Gebrauchte Handys enthalten viele wertvolle Rohstoffe. Sachgerecht recycelt tragen sie wesentlich zur Schonung unserer Ressourcen bei.“

Rund 100 Millionen ungenutzte Althandys in Deutschland

Schätzungen zufolge liegen derzeit in Deutschland rund 100 Millionen Althandys ungenutzt in Schubladen. Das entspricht rund 876 Tonnen Kupfer, 26 Tonnen Silber, 2,5 Tonnen Gold und zahlreichen weiteren wertvollen Edelmetallen im Gesamtwert von über 160 Millionen Euro. Schon allein aus Gründen der Ressourcenschonung sollten Altgeräte daher sachgerecht dem Recycling zugeführt werden. Nur so kann sichergestellt werden, dass auch zukünftig der Bedarf an notwendigen Rohstoffen gedeckt wird.

Die Deutsche Telekom Technik GmbH unterstützt das Projekt mit dem neu entwickelten Handysammelcenter. Cornelia Szyszkowitz, Nachhaltigkeitsexpertin der Telekom, sieht die Notwendigkeit eines raschen Bewusstseinswandels im Umgang mit wertvollen Ressourcen. „Die Nutzungsdauer von Smartphones ist relativ kurz und die Telekom bringt viele neue Geräte in den Markt. Daher sehen wir es im Rahmen unserer gesellschaftlichen Verantwortung als unsere Pflicht, uns für die Rücknahme zu engagieren und die längere Nutzung sowie ein hochwertiges Recycling zu ermöglichen. Wir freuen uns, die Kampagne des Landes Baden-Württemberg zu unterstützen.“

Im Trägerkreis der Handy-Aktion haben sich verschiedene Organisationen aus Baden-Württemberg zusammengeschlossen, die gemeinsam aktiv werden wollen. Sie kommen aus der Jugendarbeit, aus Kirche und Zivilgesellschaft, Aktionsgruppen, Fachdiensten und Eine-Welt-Organisationen. Dabei sind die Evangelischen Landeskirchen in Baden und Württemberg, die Diakonie Württemberg, Brot für die Welt, das Deutsche Institut für Ärztliche Mission e.V., das Evangelische Jugendwerk in Württemberg, die Aktion Hoffnung Rottenburg-Stuttgart e.V., der Dachverband Entwicklungspolitik Baden-Württemberg e.V. und das Entwicklungspädagogische Informationszentrum Reutlingen.

Handy-Aktion

Nachhaltigkeitsstrategie des Landes Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Masterplan Wasserversorgung

Beirat für sichere Wasserversorgung gegründet

Ein Mitarbeiter montiert im Porsche Werk in Stuttgart-Zuffenhausen eine Vorderachse mit Elektromotor. (Foto: © dpa)
Automobilindustrie

Anpassungen bei EU-CO₂-Regulierung gefordert

Einsatzkräfte der Feuerwehr errichten am Nonnenbach in Bad Saulgau im Ortsteil Moosheim einen Damm mit Sandsäcken gegen das Hochwasser.
Klimawandel

Land rüstet sich für Extremwasserereignisse

Wasser läuft aus einem Wasserhahn in ein Glas.
Bodenverunreinigungen

1,2 Millionen Euro für PFAS-Forschung

German Expo Pavilion / Hotaka Matsumura - German Pavilion - to download, click on "high-res download"
Kreislaufwirtschaft

Expo-Ausstellung aus Osaka kommt nach Stuttgart

Windräder
Windenergie

Land setzt sich für Ausbau der Windenergie ein

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben

Neu gebaute Häuser stehen hinter einer noch unbebauten Fläche eines Neubaugebiets.
Bauen

Fristen für Förderaufrufe verlängert

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Flurneuordnung

Bescheidübergaben in drei Flurneuordnungsverfahren

Hunde im Tierheim. (Bild: Norbert Försterling / dpa)
Tierschutz

Land fördert Tierheim Dreherhof im Ostalbkreis

Ministerin für den Ländlichen Raum, Marion Gentges MdL
Verwaltung

Amtsübergabe im Ministerium Ländlicher Raum

Broschüre Kulturdenkmale und Photovoltaikanlagen
Denkmalpflege

Neue Broschüre zu Photovoltaik auf Kulturdenkmalen

Holzbau
Forst

Fünfter Fachkongress Holzbau

Biosphärengebiet Schwäbische Alb - Blick von Teck
Naturschutz

Erfolgsmodell Biosphärengebiet Schwäbische Alb wächst

Ein Mitarbeiter einer Biogasanlage von Naturenergie Glemstal befüllt die Anlage mit Biomasse.
Bioökonomie

Süddeutscher Biogasgipfel in Ulm