Verkehr

Förderung für Rad- und Fußwege stärkt Verkehrssicherheit

Baden-Württemberg stellt für das aktuelle Förderprogramm für die kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur 2025 bis 2029 insgesamt über 400 Millionen Euro bereit.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Fahrradfahrer fährt auf einer Fahrradstraße.

Zu Fuß gehen und Radfahren sollen in Baden-Württemberg einfacher, schneller und sicherer werden. Derzeit werden landesweit 26 Prozent der Wege zu Fuß und elf Prozent mit dem Fahrrad zurückgelegt. Neue, getrennt geführte Radwege und breitere Fußwege tragen maßgeblich zur Erhöhung der Verkehrssicherheit bei.

Das aktuelle Förderprogramm für die kommunale Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur 2025 bis 2029 umfasst mehr als 1.000 Maßnahmen mit einem Investitionsvolumen von über einer Milliarde Euro. Das Land Baden-Württemberg stellt hierfür insgesamt über 400 Millionen Euro bereit. Damit handelt es sich um das bisher größte Förderprogramm für Rad- und Fußwege in Baden-Württemberg.

Das Gesamtförderprogramm setzt sich aus neu angemeldeten Vorhaben für das Jahr 2025 sowie laufende Maßnahmen aus den Vorjahren zusammen. Seit der letzten Programmveröffentlichung im Jahr 2024 wurden 258 neue Maßnahmen mit einer Gesamtinvestition von rund 165 Millionen Euro hinzugefügt.

LGVFG: Größtes Förderprogramm für Rad- und Fußwege

Die Förderung erfolgt über das Landesgemeindeverkehrsfinanzierungsgesetz (LGVFG). Mit dem Gesetz unterstützt das Land Baden-Württemberg Landkreise, Städte, Gemeinden und Verkehrsunternehmen beim Um- und Ausbau ihrer Verkehrsinfrastruktur. Der Förderanteil des Landes beträgt 50 Prozent der förderfähigen Kosten, bei besonders klimafreundlichen Maßnahmen sogar bis zu 75 Prozent.

Verkehrsminister Winfried Hermann betonte: „Sicherheit für Fußgängerinnen, Fußgänger und Radfahrende beginnt mit einer durchdachten Infrastruktur. Klare Wegeführungen, ausreichend breite Rad- und Fußwege sowie sichere Querungen schützen alle Verkehrsteilnehmende – insbesondere Kinder, ältere und mobilitätseingeschränkte Personen. Mit unserer Förderung investieren wir in eine lebenswerte Zukunft, in der klimafreundliche und aktive Mobilität zu Fuß und mit dem Fahrrad nicht nur möglich, sondern auch attraktiv und sicher ist.“

Mehr Radwege, mehr Fahrradabstellplätze

Insgesamt wollen die Kommunen mit Hilfe der Landesförderung des LGVFG in den Jahren 2025 bis 2029 rund 650 Kilometer neue Radwege und 30.000 zusätzliche Fahrradabstellplätze schaffen. Darüber hinaus umfasst das Programm über 160 Maßnahmen aus dem RadNETZ Baden-Württemberg. Das RadNETZ erleichtert den schnellen Ausbau der Fahrradinfrastruktur in Baden-Württemberg, verbindet zentrale Knotenpunkte im Land und sorgt für einheitliche Qualitätsstandards. Ein Drittel aller Maßnahmen im aktuellen Förderprogramm zielen besonders auf die Verbesserung der Verkehrssicherheit ab.

Minister Hermann sagte: „Wir fördern die aktive Bewegung im Alltag. Das ist gesund und umweltverträglich. Wer zu Fuß oder mit dem Rad unterwegs ist, soll sich auf sichere und attraktive Wege verlassen können. Vor allem auf kürzeren Strecken von bis zu zehn Kilometern ist das Fahrrad eine praktische und klimafreundliche Alternative zum Auto – so leistet jede und jeder einen Beitrag zum Klimaschutz! Das wachsende Förderprogramm zeigt uns, dass die Kommunen weiterhin großes Interesse an dem Ausbau der nachhaltigen und gesunden Mobilität haben.“

Das LGVFG-Programm wird jährlich vom Verkehrsministerium auf Grundlage der Vorschläge der Regierungspräsidien fortgeschrieben. Um die Förderbedingungen zu vereinfachen, hat das Land erst kürzlich eine neue Verwaltungsvorschrift zum LGVFG veröffentlicht.

Programm des Landes Baden-Württemberg für die Anlage kommunaler Rad- und Fußverkehrsinfrastruktur nach LGVFG 2025 bis 2029

Programm Regierungspräsidium Stuttgart (PDF, barrierefrei)

Programm Regierungspräsidium Karlsruhe (PDF, barrierefrei)

Programm Regierungspräsidium Freiburg (PDF, barrierefrei)

Programm Regierungspräsidium Tübingen (PDF, barrierefrei)

Weitere Meldungen

Visualisierung vom Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen Ansicht West
Vermögen und Bau

Frauenklinik am Universitäts­klinikum Tübingen wird erweitert

Verkehrsunfallbilanz 2025
Verkehrsunfallbilanz 2025

Straßenverkehr in Baden-Württemberg wird immer sicherer

Stuttgart Neckarpark
Wohnraumoffensive

Land unterstützt Kommunen mit Bau-Turbo

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Ein Windrad ist auf der Holzschlägermatte bei Freiburg zu sehen.
Erneuerbare Energien

Mehr Windkraft für Baden-Württemberg

PV-Anlage auf dem Landtag in Stuttgart
Erneuerbare Energien

Photovoltaik-Ziel bereits vorab erreicht

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt

Zwei Grundschüler stehen an einer Straße vor einer Schule.
Verkehrssicherheit

Bewerbungen für Verkehrs­präventionspreis ab jetzt möglich

Firma WMB Ventilatoren GmbH in Obersontheim
Ländlicher Raum

Bewerbungsstart für „Spitze auf dem Land!“

Transportroboter im öffentlichen Raum
Urbane Robotik

Land fördert robotische Systeme im städtischen Raum

Mittelständischer Betrieb in Baden-Württemberg bei der Taschenherstellung aus alten PET-Flaschen (Symbolbild, © dpa)
Wirtschaft

Landtag beschließt neugefasste Mittelstandsförderung

Ein Krebsforscher arbeitet in einem Labor des Nationalen Centrums für Tumorerkrankungen in Heidelberg mit einer Pipette. (Bild: picture alliance/picture alliance / dpa)
Gesundheitsschutz

PFOA-Belastung bei Einwohnern im Landkreis Rastatt sinkt weiter

Marktplatz in Waiblingen
Städtebauförderung

270,63 Millionen Euro für 319 Städtebaumaßnahmen