Forschung

Grundsteinlegung für das Center for Visual Computing of Collectives

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Neubau für das Center for Visual Computing of Collectives der Universität Konstanz (Visualisierung: © Kresings Architektur, Münster)

An der Universität Konstanz wurde der Grundstein für das Center for Visual Computing of Collectives (VCC) gelegt. Dadurch entsteht ein neues interdisziplinäres Spitzenforschungszentrum mit einer ausgeklügelten Infrastruktur. Insgesamt werden für den Neubau 25,1 Millionen Euro investiert.

„Mit dem VCC baut das Land ein neues interdisziplinäres Spitzenforschungszentrum mit einer ausgeklügelten Infrastruktur an der Universität Konstanz“, sagte Finanzstaatssekretärin Gisela Splett bei der Grundsteinlegung. Ausgewiesene Expertinnen und Experten aus den Fachgebieten Biologie und Informatik würden hier künftig eng zusammenarbeiten. „Schwerpunkt der Forschung ist das natürliche Verhalten von Tieren im Kollektiv“, so Splett.

Neues interdisziplinäres Spitzenforschungszentrum

„Mit diesem Neubau entsteht eine der modernsten Einrichtungen weltweit zur Erforschung von Gruppenverhalten. Der zu Grunde liegende Big-Data-Ansatz, der hier erstmalig in dieser Dimension in der Verhaltensbiologie zum Einsatz kommen wird, hat das Potenzial, uns vollkommen neue Erkenntnisse über die besondere Logik zu verschaffen, die komplexen, interagierenden Systemen zu Grunde liegt. Diese Thematik spielt auch in unserem menschlichen Alltag eine wichtige Rolle: Im Verkehr, in der Logistik oder bei dicht gedrängten Menschenmengen auf Großveranstaltungen,“ betonte der Amtschef im Wissenschaftsministerium Ulrich Steinbach.

3.200 Quadratmeter Fläche für Erforschung von Schwarmverhalten

Das neue VCC wird auf rund 3.200 Quadratmeter Fläche die Erforschung von Schwarmverhalten und Gruppenbewegungen in Tiergemeinschaften mit neuen Ansätzen ermöglichen. In den Speziallaboren soll die Bewegung aller Individuen eines Schwarms verfolgt werden. Dabei wird versucht, das Umfeld so naturnah wie möglich zu halten. So soll Vogelschwärmen im sogenannten Imaging-Hangar eine natürliche Landschaft vermittelt werden. Fische werden in Bodenseewasser, also ihrem natürlichen Umfeld, gehalten. Die Daten, die bei der Bewegungsanalyse der Schwärme entstehen, werden in einem weiteren Speziallabor mit modernster Technik visualisiert und ausgewertet. Aus der Erforschung des Schwarmverhaltens ergeben sich beispielsweise Ansätze zur Prävention landwirtschaftlicher Schädlingsplagen, Erkenntnisse zur Ausbreitung von Krankheitswellen und Grundlagen für die Steuerung autonomer Roboter.

Der energieeffiziente Neubau entsteht an der Nordseite des Campusareals der Universität Konstanz. Das Gebäude wird mit Nahwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung versorgt. Wo notwendig wird das Forschungszentrum mit Bodenseewasser gekühlt, das auch für die Fische benötigt wird.

25,1 Millionen Euro werden investiert

Insgesamt werden für den Neubau 25,1 Millionen Euro investiert. Hinzu kommt eine Risikovorsorge in Höhe von rund 1,9 Millionen Euro. Der Bund hat das Bauprojekt in sein Programm zur Förderung überregionaler Forschungsgebäude aufgenommen und beteiligt sich mit 50 Prozent. Jeweils 25 Prozent investieren die Universität Konstanz und das Land Baden-Württemberg in den Neubau. Das Amt Konstanz vom Landesbetrieb Vermögen und Bau Baden-Württemberg soll das Bauprojekt bis zum Jahreswechsel 2020 / 2021 umsetzen.

Center for Visual Computing of Collectives

Weitere Meldungen

Ein Mitarbeiter von Kawasaki führt bei der Industriemesse Hannover Messe am Messestand von Microsoft die Überwachung und Steuerung einer Maschine mit einer AR-Brille (Augmented Reality) vor.
Industrielle Innovation

Baden-Württemberg auf der Hannover Messe 2026

Logo von Start up BW
Start-up BW

Auswahl für Start-up BW Pre-Seed steht

Verleihung Gigabitkommune@BW
Breitbandausbau

33 weitere Gigabitkommunen

Wort-Bild-Marke der Innovationsallianz Baden-Württemberg
Innovation

Land stärkt Innovationsallianz mit über 40 Millionen Euro

Quantum for all
Quantenforschung

Weitere 4,5 Millionen Euro für Graduiertenschule

Eine Hand hält am 18.04.2016 an einer Tankstelle in Tübingen (Baden-Württemberg) einen Tankstutzen.
Verbraucherschutz

Hauk kritisiert deutsche Spritpreise

Wanderer gehen bei Reichelsheim durch den herbstlichen Odenwald (Hessen).
Forst

KI unterstützt Waldmanagement im Klimawandel

Hände eines Kioskmitarbeiters legen Geld in eine Kasse.
Steuern

Viele Mängel bei Kassenkontrollen in Barber-, Tattoo- und Nagelstudios

Ein Ingenieur kontrolliert in einem Labor mit einem Mikroskop einen Chip zum Einsatz in einen Quantencomputer.
Innovation

Land fördert 14 Prototypen für Zukunftstechnologien

Gewinnerteam Regional Cup Tübingen
Start-up BW

ELASTheal gewinnt den Regional Cup Tübingen

Eine Mitarbeiterin der Firma Lütze fertigt Bauteile für elektronische Steuerungen für Schienenfahrzeuge.
Innovation

Land fördert Technologie­kooperation mit der Ukraine

Logo und Schriftzug der „Agentur für Arbeit“ an einem Gebäude.
Arbeitsmarkt

Verhaltene Frühjahrsbelebung am Arbeitsmarkt

Die NECOC-Versuchsanlage am KIT produziert festen Kohlenstoff aus klimaschädlichem Kohlenstoffdioxid.
Wirtschaft

Land fördert innovatives Verfahren für klimaneutrale Produktion

Bescheidübergabe am 31. März 2026
Wirtschaft

Land stärkt Automotive-Standort im Rems-Murr-Kreis

Euro-Banknoten
Haushalt

Ratingagenturen bestätigen Spitzenbewertungen für das Land