Gesundheit

Gewinnerklassen bei Wettbewerb für rauchfreie Schulklassen ausgezeichnet

893 Schulklassen aus Baden-Württemberg haben am bundesweiten Nichtraucherwettbewerb „Be Smart – Don’t Start“ teilgenommen. Beim zusätzlichen Kreativwettbewerb hat eine Jury zehn besonders gelungene Projekte ausgezeichnet.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Rauchverbotsschild (Foto: © dpa)

Der Hauptgewinn beim Wettbewerb „Be Smart – Don´t Start“ geht in diesem Jahr nach Baden-Württemberg. Die Klasse 8a der Geschwister-Scholl-Realschule in Mannheim erhält den Hauptpreis der Deutschen Krebshilfe in Höhe von 5.000 Euro. Zehn weitere Schulklassen aus Baden-Württemberg haben vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit einen Preis in Höhe von 300 Euro erhalten. Insgesamt waren in diesem Schuljahr 893 Schulklassen aus Baden-Württemberg dem Aufruf zur Teilnahme gefolgt. Unter dem Motto „100 Prozent Smart!“ galt es, ein halbes Jahr rauchfrei zu sein und damit Nein zu sagen zu Tabak und Nikotin in jeglicher Form. Der Wettbewerb endete am 25. April. 707 Schulklassen (rund 80 Prozent) waren erfolgreich und haben damit an der bundesweiten Preisverlosung teilgenommen.

Zusätzlich zum bundesweiten Wettbewerb hat Baden-Württemberg einen eigenen Kreativwettwettbewerb auf Landesebene durchgeführt. Hier haben Schulkassen über 40 Beiträge eingereicht, aus denen die Jury zehn besonders gelungene Projekte ausgezeichnet hat. Die Gewinnerklassen waren am 3. Juli 2025 zur Preisverleihung in die Jugendherberge Stuttgart International eingeladen, wo sie ihre Kreativbeiträge vorgestellt haben. Sie durften sich über Urkunden und Preisgelder in Höhe von je 400 Euro freuen. Die Vielfalt und Kreativität der Beiträge war beeindruckend: die Ideen der Schülerinnen und Schüler reichten von plastischen Kunstwerken über Podcasts und selbstgedichtete Lieder bis hin zu außergewöhnlichen Aktionen wie Umfragen im Supermarkt. Viele Arbeiten beschäftigten sich nicht nur mit den bekannten Gefahren des Tabakkonsums, sondern auch mit neueren Entwicklungen wie E-Zigaretten und Vapes.

Zehn Gewinner beim Kreativwettbewerb

Die diesjährigen Gewinner des Kreativwettbewerbs sind:

  • die Klasse 8a der Realschule Sankt Georgen in Sankt Georgen
  • die Klasse 8b des Eduard-Mörike-Gymnasiums in Neuenstadt am Kocher
  • die Klasse 7b und 7c der Schloss-Realschule in Gaildorf
  • die Klasse 6b des Robert-Bosch-Gymnasiums in Wendlingen am Neckar
  • die Klasse 6a und 6b der Pestalozzischule in Schwäbisch Gmünd
  • die Klasse 7b des Goethe-Gymnasiums in Ludwigsburg
  • die Klasse 7b der Hebelschule in Titisee-Neustadt
  • die Klasse 8c des Klettgau-Gymnasiums Tiengen in Waldshut-Tiengen
  • die Klasse 7 der Ludwig-Uhland-Schule in Schömberg
  • die Klasse 7 der Pestalozzischule in Schwäbisch Gmünd

Zahl der teilnehmenden Schulklassen steigt kontinuierlich

Gesundheitsminister Manne Lucha sagte: „Die positive Resonanz bei ‚Be Smart – Don’t Start‘ reißt nicht ab. Ganz im Gegenteil: im Vergleich zum Vorjahr haben sich noch mehr Schulklassen in Baden-Württemberg beteiligt. Das spricht für interessierte und motivierte Schülerinnen und Schüler, denn über die Teilnahme bei ‚Be Smart – Don’t Start‘ stimmen die Klassen aktiv ab. Bemerkenswert sind außerdem das Engagement der Lehrkräfte und die gute Kooperation der Partner auf Landes- und kommunaler Ebene. Dass die Schülerinnen und Schüler bei ihren kreativen Projekten zum Thema Nichtrauchen auch Trends wie das Vapen thematisieren, zeigt, wie wichtig die Präventionsarbeit weiterhin ist“.

Kultusministerin Theresa Schopper sagte: „Der Wettbewerb motiviert nicht nur kurzfristig dazu, rauchfrei zu bleiben, sondern hilft dabei langfristig gesunde Lebensgewohnheiten zu entwickeln. Und das beste dabei: Durch das gemeinsame Ziel und das starke Wir-Gefühl in der Klasse wächst auch der Zusammenhalt – alle ziehen an einem Strang. Ein Gewinn für alle Schülerinnen und Schüler ist aber die Erkenntnis, dass Rauchen eben nicht cool ist, und dass ein rauchfreies Leben ein freieres und auch gesünderes Leben ist.“

Prävention als Investition in die Gesundheit

Johannes Bauernfeind, Vorstandsvorsitzender der AOK Baden-Württemberg, betonte: „Als Krankenkasse wissen wir: Prävention im Jugendalter ist die beste Investition in die Gesundheit. ‚Be smart – don’t start‘ zeigt eindrucksvoll, wie kreativ und selbstbewusst junge Menschen Verantwortung für ihre Gesundheit übernehmen. Jede rauchfreie Klasse spart nicht nur Leid, sondern auch Ressourcen für spätere Behandlungen – das ist doppelt smart!“

Der Präsident des Zentrums für Schulqualität und Lehrerbildung (ZSL) in Baden-Württemberg, Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke, sagte: „Der Wettbewerb hat einmal mehr gezeigt, wie viel Potenzial, Kreativität und Verantwortungsbewusstsein in unseren Schülerinnen und Schülern steckt. Mit ihrer Entscheidung für ein rauchfreies Leben haben sie nicht nur ihre Gesundheit gestärkt, sondern auch wichtige Lebenskompetenzen wie Selbstregulation, Reflexion und Teamgeist unter Beweis gestellt. Die vielen ideenreichen Beiträge und die starke Beteiligung machen deutlich: Gesund leben ist nicht nur vernünftig – es ist auch smart. Ein großes Dankeschön an alle, die mitgemacht und ein starkes Zeichen für ein bewusstes, selbstbestimmtes Aufwachsen gesetzt haben.“

Wettbewerb „Be Smart – Don’t Start“

Der bundesweite Wettbewerb „Be Smart – Don´t Start“ für rauchfreie Schulklassen wird gefördert vom Bundesinstitut für Öffentliche Gesundheit, der Stiftung Deutsche Krebshilfe sowie dem AOK-Bundesverband und weiteren öffentlichen und privaten Institutionen. Er wird vom Institut für Therapie- und Gesundheitsforschung (IFT-Nord) in Kiel koordiniert.

In Baden-Württemberg wird der Wettbewerb vom Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration koordiniert und gefördert. Weitere Kooperationspartner und Förderer auf Landesebene sind das Ministerium für Kultus, Jugend und Sport, das Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung und die AOK Baden-Württemberg.

Landesgesundheitsamt Baden-Württemberg: Be Smart – Don't Start Schulklassenwettbewerb

Quelle:

Ministerium für Soziales, Gesundheit und Integration Baden-Württemberg / Ministerium für Kultus, Jugend und Sport Baden-Württemberg / AOK Baden-Württemberg / ZSL Zentrum für Schulqualität und Lehrerbildung Baden-Württemberg

Weitere Meldungen

Visualisierung vom Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen Ansicht West
Vermögen und Bau

Frauenklinik am Universitäts­klinikum Tübingen wird erweitert

Verkehrsunfallbilanz 2025
Verkehrsunfallbilanz 2025

Straßenverkehr in Baden-Württemberg wird immer sicherer

Stuttgart Neckarpark
Wohnraumoffensive

Land unterstützt Kommunen mit Bau-Turbo

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

Visualisierung Campus St. Alban
Innovationspreis

Zehn Preise für kirchliche Wohnprojekte

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Forschung

4,2 Millionen Euro für Quantentechnologie-Demonstratoren

Justizministerin Marion Gentges (Vierte von links) mit dem Team des Projekts „DIE MUTMACHER“
Justiz

Begleithunde unterstützen in Strafprozessen

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal eines Reformhauses. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Land mit vielfältiger Bio-Qualität auf BIOFACH präsent

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt

Wirtschaftsministerin Dr, Nicole Hoffmeister-Kraut (Zweite von rechts) überreicht Adolf Klek (Mitte) die Staufermedaille des Landes Baden-Württemberg.
Auszeichnung

Adolf Klek mit Staufermedaille geehrt

von links nach rechts: Justizministerin Marion Gentges, Sabine Gwarys, Adam Michel (Vorstand AMSEL) und der Bürgermeister der Stadt Ettenheim, Bruno Metz
Justiz

Bundesverdienstkreuz für Sabine Gwarys

Auszubildende in einer Berufsschule (Foto: © dpa)
Ausbildung

Duale Ausbildungsvorbereitung erhöht Karrierechancen