Ländlicher Raum

Gesetzentwurf zum Ausbau von Telekommunikations­netzen

Berechne Lesezeit
  • Teilen
In luftiger Höhe werden Arbeiten an einem Mobilfunkmast vorgenommen.

Der Bundesrat hat dem Entschließungsantrag des Landes Baden-Württemberg zum Ausbau von Telekommunikationsnetzen stattgegeben. Ziel ist es, lokales Roaming als Übergangslösung bis zum vollständigen Ausbau des Mobilfunknetzes einzuführen, um insbesondere die „grauen Flecken“ im Ländlichen Raum zu minimieren.

„Die Zukunft des Ländlichen Raums hängt auch von der Verfügbarkeit stabilen und schnellen Internets im Ländlichen Raum ab. Daher begrüße ich es ausdrücklich, dass der Bundesrat sich für lokales Roaming als Übergangslösung in der Mobilfunkversorgung ausgesprochen hat. So können wir Angebotslücken im Ländlichen Raum schnell schließen“, sagte der Minister für Ernährung, Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, Peter Hauk.

Der Bundesrat hat in seiner Sitzung vom 27. September 2024 dem Entschließungsantrag des Landes Baden-Württemberg zu diesem Thema stattgegeben. Der Entschließungsantrag zielt darauf ab, lokales Roaming als Übergangslösung bis zum vollständigen Ausbau des Mobilfunknetzes einzuführen, um insbesondere die „grauen Flecken“ im Ländlichen Raum zu minimieren. Nationales beziehungsweise lokales Roaming bedeutet das Nutzen eines fremden Funknetzes, wenn das Netz des eigenen Anbieters nicht verfügbar ist.

Derzeit weist das Mobilfunknetz deutschlandweit erhebliche sogenannte „grauen Flecken“ auf. Damit sind Gegenden gemeint, in denen die Bewohnerinnen und Bewohner von mindestens einem Mobilfunkanbieter, aber nicht von allen versorgt werden. „Baden-Württemberg hat ein großes Interesse daran, dass diese Lücken möglichst schnell und unkompliziert geschlossen werden“, betonte Minister Hauk. Der Bundesrat sieht die Bundesregierung in der Pflicht, der Bundesnetzagentur strengere Vorschriften bezüglich der Anordnung von lokalem Roaming aufzuerlegen.

Bundesnetzagentur soll lokales Roaming anordnen

Bisher hat die Bundesnetzagentur in diesem Bereich weitreichendes Regulierungsermessen. Künftig soll die Bundesnetzagentur lokales Roaming anordnen, sobald es zur Beseitigung sogenannter „grauer Flecken“ dient und diese Lücken innerhalb angemessener Fristen nicht anderweitig geschlossen werden können. Die Verpflichtung soll zeitlich beschränkt und/oder regional begrenzt auferlegt werden können. Nur so kann zeitnah eine stabile Mobilfunkversorgung gewährleistet werden.

„Die derzeitigen Bemühungen beim Mobilfunkausbau sind weder ausreichend noch effektiv. Daher ist es richtig, dass jetzt der Gesetzgeber tätig wird, damit die Verbraucherinnen und Verbrauchern eine bessere Netzqualität und Mobilfunkversorgung bekommen“, sagte Minister Peter Hauk. Schon die letztjährige Verbraucherschutzministerkonferenz unter Vorsitz von Baden-Württemberg habe den Bund einstimmig gebeten, durch nationales Roaming eine Versorgung mit mehr als einem Netzbetreiber in den grauen Flecken bereitzustellen.

Weitere Meldungen

Visualisierung vom Anbau der Frauenklinik am Universitätsklinikum Tübingen Ansicht West
Vermögen und Bau

Frauenklinik am Universitäts­klinikum Tübingen wird erweitert

Eine Frau bedient das Portal ELSTER der deutschen Steuerverwaltungen zur Abwicklung der Steuererklärungen und Steueranmeldungen über das Internet.
Steuern

Digitale Steuererklärung wird deutlich einfacher

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Integration

Lucha kritisiert Zulassungsstopp bei Integrationskursen

Stuttgart Neckarpark
Wohnraumoffensive

Land unterstützt Kommunen mit Bau-Turbo

Gruppenbild anlässlich der Unterzeichnung einer Absichtserklärung zur Intensivierung der wirtschaftlichen Zusammenarbeit zwischen Baden-Württemberg und der ukrainischen Region Lwiw
Absichtserklärung

Baden-Württemberg und Lwiw vertiefen wirtschaftliche Zusammenarbeit

DEHOGA Cup
Start-up BW

Kleinblatt GmbH aus Stuttgart gewinnt den DEHOGA CUP

Forscher im Forschungszentrum M3 des Universitätsklinikums Tübingen
Innovation

Land fördert Digitales Innovationszentrum am Uniklinikum Freiburg

Ein Windrad ist auf der Holzschlägermatte bei Freiburg zu sehen.
Erneuerbare Energien

Mehr Windkraft für Baden-Württemberg

Ein Clown der Narrenzunft Rottenburg läuft beim großen Umzug des Weißnarrentreffens in Villingen-Schwenningen durch die Innenstadt (Quelle: dpa).
Verbraucherschutz

Produktkontrollen für ein unbe­schwertes Feiern des Faschings

GNSS-Empfänger mit Sonnenaufgang
Digitale Infrastruktur

Satellitenpositionierungsdienst SAPOS® stark genutzt

Ministerpräsident Winfried Kretschmann (Dritter von rechts) und der Antisemitismusbeauftragte Dr. Michael Blume (Vierter von links) mit den Vorständen der Israelitischen Religionsgemeinschaften Württembergs und Baden
Religion

Kretschmann trifft Vorstände der jüdischen Gemeinschaften

Kabinettssitzung in der Villa Reitzenstein in Stuttgart
Landesregierung

Bericht aus dem Kabinett vom 10. Februar 2026

Flur in einem Krankenhaus
Gesundheit

248 Millionen Euro für Investitionen an 20 Kliniken

Eine Frau greift nach einem Apfel aus dem Obst- und Gemüseregal eines Reformhauses. (Foto: © dpa)
Landwirtschaft

Land mit vielfältiger Bio-Qualität auf BIOFACH präsent

Ein Mann hält ein Ringbuch mit Bauplänen, mit dem Zeigefinger deutet er auf ein Baufeld
Flächenmanagement

„Flächen gewinnen durch Innenentwicklung“ wird gestärkt