Schule

Französisches Sprachdiplom DELF auch an Realschulen und Gemeinschaftsschulen

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Die deutsche und französische Flagge

Ab dem kommenden Schuljahr können auch Schülerinnen und Schüler der Realschulen und Gemeinschaftsschulen das Sprachdiplom DELF im Rahmen ihres regulären Französischunterrichts erwerben. Auch an den Gymnasien wird das Projekt ausgeweitet.

Baden-württembergische Gymnasiasten der zehnten Klassen können seit dem Schuljahr 2017/2018 das Sprachdiplom Diplôme d’études en langue française (DELF) auf der Grundlage einer zentralen Klassenarbeit erwerben. Das Kultusministerium, das Institut français Deutschland und das französische Bildungszentrum France Éducation international führen dieses international anerkannte Zertifikat als Leistungsnachweis an den Gymnasien des Landes durch. Die Schülerinnen und Schüler legen dabei eine zentrale Klassenarbeit ab, im Anschluss können sie sich für die mündliche Prüfung anmelden und bei Bestehen das DELF-Zertifikat erwerben. Bereits weit mehr als 200 Gymnasien nehmen an „DELF scolaire intégré“ teil.

Partnersprache Französisch stärken

Auf Grund der Tatsache, dass das Projekt an den Gymnasien von Anfang an ein großer Erfolg war, waren sich die Partner schnell einig, das Projekt auszuweiten: Ab dem Schuljahr 2021/2022 können nun auch Schülerinnen und Schüler der Realschulen und Gemeinschaftsschulen das DELF-Diplom im Rahmen ihres regulären Französischunterrichts erwerben. „Wir freuen uns, dass unser an den Gymnasien bereits erfolgreich implementiertes Projekt in Zusammenarbeit mit unseren französischen Partnern nun auch auf die Realschulen und die Gemeinschaftsschulen ausgeweitet werden kann“, sagt Kultusministerin Theresa Schopper und fügt an: „Durch das Projekt wird die Partnersprache gestärkt und somit kann die deutsch-französische Freundschaft noch lebendiger werden.“

42 Realschulen und 42 Gemeinschaftsschulen können sich für ihre Teilnahme an „DELF scolaire intégré“ bewerben, an Realschulen und an Gemeinschaftsschulen soll die zentrale Klassenarbeit am Ende der neunten Klasse auf dem Sprachniveau A2 durchgeführt werden, an den Gemeinschaftsschulen können Schülerinnen und Schüler der gymnasialen Oberstufe in der elften Klasse das Diplom auf dem Sprachniveau B1 ablegen. Die Lehrkräfte werden dazu vorab von den französischen Partnern geschult und als Prüfer akkreditiert. Auch an den Gymnasien wird das Projekt ausgeweitet, indem nicht nur wie bisher das Diplom in der zehnten Klasse auf dem Sprachniveau B1 erworben werden kann, sondern auch im Französischunterricht am Ende der achten Klasse auf dem Sprachniveau A2.

Konkreter Beitrag zum Aachener Vertrag

„Diese Erweiterung ist ein sehr konkreter Beitrag zu den deutsch-französischen Zielen, die im Aachener Vertrag 2019 vereinbart wurden. Die Attraktivität der französischen Sprache für Schülerinnen, Schüler und Familien wird durch diese neuartige Anerkennung der Sprachkompetenzen der Lernenden ohne Zweifel gestärkt werden“, sagt die französische Botschafterin Anne-Marie Descôtes und ergänzt: „Ich hoffe, dass dieses neue Angebot bei den Schülerinnen und Schülern, den Eltern und den Lehrkräften Begeisterung wecken wird. Ich bin der festen Überzeugung, dass diese Implementierung eines internationalen Sprachzertifikats genauso wegweisend wie auch zukunftsträchtig ist: es ist unser aller Beitrag zum konkreten Ausbau des Europäischen Bildungsraumes.“

Das DELF ist ein international anerkanntes Zertifikat für Französisch als Fremdsprache und wird vom französischen Bildungsministerium ausgestellt. Es hat lebenslange Gültigkeit und dient als offizieller Nachweis für französische Sprachkenntnisse, etwa bei der Immatrikulation an einer Hochschule oder bei der Bewerbung im frankophonen Ausland, in französischsprachigen Unternehmen und Institutionen.

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