Ombudsstelle

Erste Entschädigungszahlungen für Beamtinnen und Beamte

Die neu eingerichtete Ombudsstelle hat in ihrer ersten Sitzung über die ersten Entschädigungszahlungen an betroffene Beamtinnen und Beamte entschieden.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Polizisten kontrollieren eine Gruppe Jugendlicher. (Foto: dpa)

Die in Baden-Württemberg neu eingerichtete Ombudsstelle hat in ihrer ersten Sitzung am Donnerstag, 10. Juli 2025, über die ersten Entschädigungszahlungen an betroffene Beamtinnen und Beamte entschieden. „Im Juni haben wir das Gesetz beschlossen, jetzt wurden die ersten Zahlungen in Höhe von insgesamt 9.200 Euro beschlossen. Und das ist ein wichtiges Signal: Wir lassen euch nicht alleine. Wer für unseren Rechtsstaat einsteht, muss sich auch auf diesen verlassen können. Durch die Entscheidungen der Ombudsstelle erhalten nun alle Beamtinnen und Beamten, die im Dienst für unsere Gesellschaft zu Schaden gekommen sind, die hierfür gebotene Anerkennung. Wir schützen die, die uns schützen – und das nicht nur mit Worten, sondern mit konkreten Maßnahmen“, sagte der stellvertretende Ministerpräsident und Innenminister Thomas Strobl zu den Entscheidungen der Ombudsstelle.

Der Landtag von Baden-Württemberg beschloss im vergangenen Jahr eine Änderung des Landesbeamtengesetzes, um bestehende Lücken bei der Schmerzensgeldregelung für Beamtinnen und Beamte zu schließen. Im Anschluss wurde die Ombudsstelle eingerichtet, die sich aus Vertreterinnern und Vertretern der Geschäftsbereiche des Justiz-, Kultus- und Innenministeriums sowie einem Mitglied der kommunalen Landesverbände und der Arbeitsgemeinschaft der Vorsitzenden Hauptpersonalräte zusammensetzt und mehrmals jährlich tagt. Die Ombudsstelle entscheidet in Einzelfällen auch dann über eine Entschädigung, wenn ein Schmerzensgeldanspruch nicht geltend gemacht werden kann. Dies ist beispielsweise bei Schuldunfähigkeit des Täters der Fall oder, wenn dieser nicht identifiziert werden konnte.

Fünf Fälle positiv beschieden

In der ersten Sitzung wurden fünf Fälle positiv beschieden. Die betroffenen Beamtinnen und Beamten erhalten Entschädigungszahlungen in Höhe von insgesamt 9.200 Euro.

In einem der Sachverhalte wurde ein Polizeibeamter infolge eines tätlichen, rechtswidrigen Angriffs bei einem Einsatz verletzt. Er erlitt eine Prellung im Gesichtsbereich sowie eine Ellenbogendistorsion. Der Angreifer konnte zwar identifiziert werden, aufgrund einer darauffolgenden Abschiebung war die Forderung nach einem Schmerzensgeld jedoch nicht möglich. Zur Vermeidung einer unbilligen Härte gewährte die Ombudsstelle dem geschädigten Polizisten nun eine angemessene Entschädigung.

Weitere Meldungen

Verkehrsunfallbilanz 2025
Verkehrsunfallbilanz 2025

Straßenverkehr in Baden-Württemberg wird immer sicherer

Eine muslimische Einwanderin sitzt mit anderen Personen am Tisch und schaut sich während des Englischunterrichts Blätter mit Grammatikaufgaben an.
Integration

Lucha kritisiert Zulassungsstopp bei Integrationskursen

Justizministerin Marion Gentges (Vierte von links) mit dem Team des Projekts „DIE MUTMACHER“
Justiz

Begleithunde unterstützen in Strafprozessen

von links nach rechts: Justizministerin Marion Gentges, Sabine Gwarys, Adam Michel (Vorstand AMSEL) und der Bürgermeister der Stadt Ettenheim, Bruno Metz
Justiz

Bundesverdienstkreuz für Sabine Gwarys

Symbolbild: Schatten von Händen einer erwachsenen Person und dem Kopf eines Kindes sind an einer Wand eines Zimmers zu sehen. (Bild: dpa)
Polizei

Pädokrimineller Täter festgenommen

Marktplatz Heilbronn, Videoschutz
Sicherheit

Landtag gibt Kommunen mehr Möglichkeiten zum Videoschutz

von links nach rechts: Amtschef des Ministeriums der Justiz und für Migration Elmar Steinbacher, Ministerin der Justiz und für Migration Marion Gentges, Präsident des Landgerichts Ravensburg Matthias Grewe, Präsident des Oberlandesgerichts Stuttgart Dr. Andreas Singer
Justiz

Neuer Präsident des Landgerichts Ravensburg

Minister Strobl Einweihung Schnellladesäule
Polizei

Polizei Baden-Württemberg testet Schnellladesäule

von links nach rechts: Thorsten Klay (Stellvertretender Landesvorsitzender und Geschäftsführer der Deutschen Justiz-Gewerkschaft Baden-Württemberg), Justizministerin Marion Gentges und Adrian Peschla (Stellvertretender Vorsitzender des Deutschen Gerichtsvollzieher Bunds Baden-Württemberg) mit Gegenständen der Schutzausrüstung
Justiz

Komplette Schutzausrüstung für Gerichtsvollzieher kommt

Förderbescheide Rettungsdienst
Rettungsdienst

Land investiert kräftig in Rettungswachen

von links nach rechts: Amtschef Elmar Steinbacher, Präsidentin des Landgerichts Ravensburg Luitgard Wiggenhauser, Justizministerin Marion Gentges und Präsident des Oberlandesgerichts Stuttgart Dr. Andreas Singer
Justiz

Präsidentin des Landgerichts Ravensburg verabschiedet

von links nach rechts: Amtschef Elmar Steinbacher, Präsident des Landgerichts Stuttgart Hans-Peter Rumler, Justizministerin Marion Gentges und Präsident des Oberlandesgerichts Stuttgart Dr. Andreas Singer
Justiz

Präsident des Landgerichts Stuttgart verabschiedet

von links nach rechts: Amtschef Elmar Steinbacher, Justizministerin Marion Gentges, Leitender Oberstaatsanwalt Rainer Feil und Generalstaatsanwalt Frank Rebmann
Justiz

Neuer Leiter der Staatsanwaltschaft Ellwangen

Landtag, Plenarsaal von oben
Landtagswahl

Zahlen, Daten und Fakten zur Landtagswahl

Seitlich geöffnetes Feuerwehrfahrzeug. Quelle: Gertrud-Luckner-Gewerbeschule Freiburg, Klasse D3FG, Schuljahr 09/10
Kommunen

Land beschafft Löschfahrzeuge für Städte und Gemeinden