Gesundheit

Deutsch-Französische Solidarität im Kampf gegen Corona

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Rettungswagen stehen vor der Notaufnahme der Universitätsklinik Freiburg. (Bild: picture alliance/Patrick Seeger/dpa)

Wissenschaftsministerin Theresia Bauer und die Präsidentin des Conseil départemental du Haut-Rhin, Brigitte Klinkert, haben die Universitätsklinik Freiburg besucht. Die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitsbereich soll weiter gestärkt werden.

„Die deutsch-französische Freundschaft steht auf festem Boden. Das hat uns die Corona-Krise gezeigt. Die nachbarschaftlichen Beziehungen zwischen Baden-Württemberg und dem Elsass sind besonders eng: Wir haben deshalb keinen Moment gezögert und Soforthilfe geleistet, als uns der Hilferuf der Präsidentin des Departementrats des Haut-Rhin erreichte. Man hilft sich schließlich unter Freunden. Besonders freue ich mich, dass wir von hier aus ein Zeichen der Solidarität setzen konnten, das deutschland- und europaweit Nachahmer gefunden hat. Das ist das Europa, das ich leben möchte“, sagte die Wissenschaftsministerin Theresia Bauer anlässlich eines gemeinsamen Besuchs mit der Präsidentin des Conseil départemental du Haut-Rhin, Brigitte Klinkert, am Universitätsklinikum Freiburg.

Starke Zusammenarbeit in der Corona-Krise

„Dank der ungeheuren Solidaritätsbekundung des Landes Baden-Württemberg hat uns diese Krise trotz der geschlossenen Grenzen noch enger zusammengeführt. Ich möchte der Ministerin hier meinen aufrichtigen Dank aussprechen: Danke, tausend Mal danke, Ihre Hilfe hat es uns ermöglicht, Leben zu retten. Sie allein veranschaulicht die Bedeutung der deutsch-französischen Freundschaft“, sagte Präsidentin Klinkert.

Die Uniklinik Freiburg war das erste Krankenhaus, das am 21. März 2020 innerhalb weniger Stunden einen elsässischen Patienten während der Covid-19-Krise aufgenommen hat. Neben dem Universitätsklinikum in Südbaden haben auch die Universitätskliniken in Heidelberg, Mannheim und Ulm sowie weitere Krankenhäuser in Baden-Württemberg schwerstkranke Patientinnen und Patienten aus dem Elsass aufgenommen. „Unser besonderer Dank gilt den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern aller beteiligter Kliniken für die ärztliche und pflegerische Betreuung der französischen Patienten. Sie haben einen wertvollen Dienst geleistet“, so Präsidentin und Ministerin.

Initiativen und Netzwerke am Oberrhein ausbauen

Bauer und Klinkert verständigten sich darauf, die gute und wertvolle grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen zwischen Baden-Württemberg und dem Elsass und speziell Haut-Rhin noch weiter zu stärken und dabei auf bereits bestehende Initiativen und Netzwerke am Oberrhein aufzubauen.

„Die Gesundheitskrise hat deutlich gemacht, dass die grenzüberschreitende Zusammenarbeit im Gesundheitswesen weiterhin verstärkt werden muss. In Zukunft sollte es möglich sein, dass die Einwohner des Dreiländerecks in Colmar und in Freiburg gleichermaßen behandelt werden können. Wir müssen unser Fachwissen bündeln. Wir brauchen ein echtes gemeinsames Management dessen, was uns am meisten am Herzen liegt: die Gesundheit“, betonte Klinkert.

Hochspezialisierte universitäre Spitzenmedizin

Für Haut-Rhin wie auch für Baden-Württemberg könne durch die verstärkte Kooperation eine Win-Win-Situation entstehen, so Bauer: „Die Pandemie hat uns alle vor große Herausforderungen gestellt. Wenn wir unsere Erfahrungen im Sinne von lessons learned aus der Corona-Pandemie zusammenbringen, gewinnen beide Seiten wichtige neue Erkenntnisse. Die Hochschulmedizin unserer beiden Länder kann hier sehr wichtige Beiträge leisten. Ein solcher Austausch kann auch Modellcharakter innerhalb der Europäischen Union erlangen.“

Weitere Meldungen

Eine Frau befestigt einen „Rauchen-Verboten“-Aufkleber an einer Scheibe (Bild: © dpa).
Nichtraucherschutz

Neue Regeln für Raucherinnen und Raucher vom 1. Juni an

Logo von Start up BW
Start-up BW

OSORA medical im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Windräder
Windenergie

Land setzt sich für Ausbau der Windenergie ein

von links nach rechts: Präsidentin des Landesjustizprüfungsamts Sintje Leßner, Lukas Wörner, Dr. Fabian Haller, Paul Schwarz, stellvertretende Leiterin des Landesjustizprüfungsamtes Dr. Cornelia Iffland
Justiz

Examensfeier 2026 zum Zweiten juristischen Staatsexamen

Symbolbild: Bewohner des Mehrgenerationenhauses in Überlingen stehen auf Balkonen.
Jugend und Familie

Land setzt Schwerpunkte für gesellschaftlichen Zusammenhalt

Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Gesundheitsschutz

Temperaturanstieg und hohe UV-Strahlung am Pfingstwochenende

IW JUNIOR Landeswettbewerb - Dorfgemeinschaftsladen
Start-up BW

Zwei Schülerfirmen beim Landeswettbewerb ausgezeichnet

Das beschauliche Dorf Hiltensweiler, ein Teilort von Tettnang, wird von der Abendsonne angestrahlt. Im Hintergrund sind der Bodensee und die Alpen zu sehen.
Ländlicher Raum

Entwicklungsprogramm Länd­licher Raum 2027 ausgeschrieben

Neu gebaute Häuser stehen hinter einer noch unbebauten Fläche eines Neubaugebiets.
Bauen

Fristen für Förderaufrufe verlängert

Ein älteres Paar wandert bei Sonnenschein auf einem Feldweg bei Fellbach zwischen zwei Rapsfeldern hindurch. (Bild: Christoph Schmidt / dpa)
Flurneuordnung

Bescheidübergaben in drei Flurneuordnungsverfahren

Der neue Vorstand des 21. Landeselternbeirats; von links: Jörg Vettermann und Susanne Balzer (beide stellvertretende Vorsitzende), Stephanie Wieland (stellvertretende Kassenwartin), Vanessa Scholz (Vorsitzende), Friedhelm Biene (Kassenwart), Chrissy Bach (Schriftführerin) und Georg Beier (stv. Vorsitzender).
Schule

Neuer Vorstand des Landeselternbeirats gewählt

Ministerpräsident Cem Özdemir bei seiner Regierungserklärung im Landtag von Baden-Württemberg
Regierungserklärung

„Wir brauchen neuen Mut für eine neue Zeit“

Mitarbeiterinnen des Malteser Hilfsdienstes stehen mit Lebensmitteln vor einer Haustür.
Ehrenamt

Bewerbung für Engagement-Preis gestartet

Hunde im Tierheim. (Bild: Norbert Försterling / dpa)
Tierschutz

Land fördert Tierheim Dreherhof im Ostalbkreis

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Ausbildung

13 Millionen Euro für überbetriebliche Berufsausbildung