Auszeichnung

Bundesverdienstkreuz für Renate Sick-Glaser

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Verdienstorden der Bundesrepublik Deutschland. (Bild: dpa)

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut hat Renate Sick-Glaser das Bundesverdienstkreuz überreicht. Renate Sick-Glaser hat sich mit ihrem außergewöhnlichen ehrenamtlichen Engagement für Bildung, Sport und karitative Zwecke in hohem Maße um die Menschen im Land verdient gemacht.

Für ihr außergewöhnliches ehrenamtliches und soziales Engagement hat Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut heute das von Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier verliehene Verdienstkreuz am Bande der Bundesrepublik Deutschland an Renate Sick-Glaser überreicht. Die Aushändigung fand im Rahmen einer Feierstunde in den Räumen der SICK Sensor Intelligence Academy (SIA) in Waldkirch-Buchholz statt.

„Für Renate Sick-Glaser ist es zu einer Lebensaufgabe geworden, Kinder und Jugendliche für die Welt der Technik zu begeistern, ihr Interesse zu wecken und Talente zu fördern. Über die von ihrer Mutter gegründete ‚Gisela und Erwin Sick Stiftung‘ hat sie viele nachhaltig wirkende Großprojekte angestoßen und insbesondere den Förderschwerpunkt der MINT-Bildung erheblich ausgeweitet. Damit hat sie sich nicht zuletzt um den Technologiestandort Baden-Württemberg in hohem Maße verdient gemacht“, so Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut in ihrer Laudatio. Als Beispiele nannte sie unter anderem das Schülerforschungszentrum Region Freiburg mit inzwischen fünf Standorten und die Gründung einer MINT-Region Südbaden, eines Zusammenschlusses von außerschulischen Einrichtungen zu dem Zweck, entsprechende Förderangebote für Schülerinnen und Schüler weiterzuentwickeln und auszubauen. In beiden Fällen sei Renate Sick-Glaser mit ihrer Stiftung die entscheidende Impulsgeberin und Unterstützerin gewesen.

Daneben setze sich Frau Sick-Glaser mit der von ihr ins Leben gerufenen „Renate und Waltraut Sick Stiftung“ insbesondere für die Inklusion junger benachteiligter Menschen ein. Hier nannte die Ministerin als herausragende Beispiele die Unterstützung der Freiburger Straßenschule, einer Anlaufstelle für junge Menschen ohne festen Wohnsitz, sowie die großzügige finanzielle Förderung des Behindertensports, etwa im Paralympischen Trainingsstützpunkt Freiburg. „Ihr Lebenswerk, liebe Frau Sick-Glaser, verdient großen Respekt und Anerkennung. Sie haben sich um unser Gemeinwesen und um die Menschen in unserem Land im höchsten Maße verdient gemacht“, so Hoffmeister-Kraut.

Renate Sick-Glaser

Renate Sick-Glaser wurde 1948 in München geboren. Nach einer Ausbildung zur Krankengymnastin machte sie sich 1987 mit einer eigener Praxis selbstständig. 1998 wechselte sie zur Unterstützung ihrer Mutter Gisela Sick in die SICK AG in Waldkirch, einem weltweit führenden Hersteller von intelligenten Sensoren und Sensorlösungen für die Fabrik-, Logistik- und Prozessautomation. Von 2004 bis 2017 war sie Geschäftsführerin der SICK Holding GmbH, von 2007 bis 2022 Mitglied des Aufsichtsrats der Sick AG. 2018 übernahm sie die Geschäftsführung der Sick-Glaser GmbH. Ihre Mehrheitsanteile an der SICK Holding GmbH hat sie im Februar 2022 ihrem Sohn Sebastian übertragen. 2013 rief sie gemeinsam mit ihrer Schwester die „Renate und Waltraut Sick Stiftung“ mit Sitz in Freiburg ins Leben. 2019 trat sie zudem die Nachfolge ihrer Mutter als Vorsitzende des Stiftungsrates der „Gisela und Erwin Sick Stiftung“ an.

Das Bundesverdienstkreuz wurde 1951 vom damaligen Bundespräsidenten Theodor Heuss gestiftet und wird für besondere politische, wirtschaftliche oder geistige Leistungen verliehen.

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