Weiterbildung

Betriebliche Weiterbildung wieder auf Vor-Corona-Niveau

Ein Bericht des Landes für das Jahr 2023 zeigt, dass der Anteil weiterbildungsaktiver Betriebe im Land erstmals wieder so hoch ist wie vor der Corona-Pandemie.

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Mehrere Personen sitzen an einem Tisch bei einer Besprechung.

Im Auftrag des Wirtschaftsministeriums hat das Tübinger Institut für Angewandte Wirtschaftsforschung e. V. (IAW) den Bericht „Betriebliche Fort- und Weiterbildung in Baden-Württemberg 2023“ (PDF) veröffentlicht. Auf Grundlage des IAB‐Betriebspanels wird hierin die Weiterbildungsaktivität der Betriebe im Land analysiert.

Berufliche Weiterbildung ist ganz klar einer der zentralen Schlüssel, um den voranschreitenden wirtschaftlichen Strukturwandel erfolgreich zu bewältigen. Die Studienergebnisse zeigen deutlich, dass unsere Betriebe dies verstanden haben und dass Weiterbildung gelebt wird. Es ist eine positive Nachricht, dass der Anteil weiterbildungsaktiver Betriebe im Land erstmals wieder so hoch ist wie vor der Corona-Pandemie (56 Prozent). Baden-Württemberg liegt damit außerdem über dem bundesweiten Durchschnitt (49 Prozent)“, sagte Arbeits- und Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut.

Der Anteil weiterbildungsaktiver Betriebe in Baden-Württemberg verzeichnete im ersten Halbjahr 2023 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum einen deutlichen Anstieg von acht Prozentpunkten auf 56 Prozent. Am häufigsten wurden für die betriebliche Weiterbildung auch im Jahr 2023 externe Kurse genutzt (90 Prozent). Es folgen die Weiterbildung am Arbeitsplatz (80 Prozent), interne Kurse (71 Prozent), die Teilnahme an Vorträgen, Fachtagungen und ähnlichem (63 Prozent) und das selbstgesteuerte Lernen (47 Prozent). Alle Formen der Weiterbildung konnten in den letzten Jahren einen Zuwachs verzeichnen.

Starker Zuwachs beim selbstgesteuerten Lernen

Besonders stark war dieser Zuwachs beim selbstgesteuerten Lernen. 2023 lag der Anteil um ganze 29 Prozentpunkte höher als im Jahr 2019. Dies lässt sich vor allem mit den Auswirkungen der Corona-Pandemie erklären, wodurch nun verstärkt auf Online- und Remote-Angebote zurückgegriffen wird. Am meisten genutzt wird diese Form der Weiterbildung in Betrieben mit 500 und mehr Beschäftigten. Eindrucksvoll ist der Anstieg besonders bei den Klein- und Kleinstbetrieben im Land, bei denen es zwischen 2019 und 2023 zu einem Zuwachs von rund 30 Prozentpunkten kam.

Die Ergebnisse der Studie zeigen auch, dass Menschen mit niedrigem Qualifikationsniveau weiterhin seltener an Weiterbildungsmaßnahmen teilnehmen als Höherqualifizierte. Die Weiterbildungsquote der Frauen liegt weiterhin über jener der Männer.

Das Ministerium für Wirtschaft, Arbeit und Tourismus fördert die berufliche Weiterbildung im Land auf vielfältige Weise. So unterstützt das Ministerium Weiterbildungsteilnehmende durch Maßnahmen wie die Fachkursförderung, die Förderung nach dem Aufstiegsfortbildungs-Förderungsgesetz (AFBG) und die Meisterprämie. Gestärkt wird die berufliche Weiterbildung auch durch die Förderung des Netzwerks Fortbildung und der Regionalbüros, der überbetrieblichen Berufsbildungsstätten sowie von innovativen Projekten. Das Wirtschaftsministerium pflegt und entwickelt zudem die zentrale Weiterbildungsplattform „Fortbildung-BW“. Im Rahmen der gemeinsamen Weiterbildungsoffensive des Landes WEITER.mit.BILDUNG@BW führt das Wirtschaftsministerium unter anderem die Informations- und Werbekampagne THE CHÄNCE durch. Diese soll für die Weiterbildung sensibilisieren und über die damit verbundenen beruflichen und persönlichen Chancen informieren.

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