Hochschulmedizin

Baden-Württemberg ist erfolgreich bei Digitalisierung der Medizin

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Eine Sozialarbeiterin misst die Blutdruckwerte eines Probanden und übermittelt diese drahtlos per Smartphone an einen Arzt.

Die Medizinstandorte Tübingen, Heidelberg, Freiburg und Mannheim waren mit ihren jeweiligen Konsortien bei der Förderinitiative des Bundes zum Thema Digitalisierung in der Medizin erfolgreich.

„Ich freue mich über diesen Erfolg – unsere Universitätskliniken sind bei der Digitalisierung der Medizin vorn dabei. Darin liegt ein echter Mehrwert für die Menschen: Sie verbessert die medizinische Vorsorge für jeden von uns. Sie hilft Erkrankungen künftig schneller zu diagnostizieren und zielgerichtet zu therapieren. Sie ermöglicht eine noch bessere und schnellere Versorgung für Patienten durch IT-basierte Diagnosen und zur geeigneten Therapiewahl bei seltenen Erkrankungen“, gratulierte Wissenschaftsministerin Theresia Bauer.

Gleichwohl gebe es noch viel zu tun. „Ob beim Hausarzt, Facharzt oder im Krankenhaus – im Bereich Telemedizin hinkt Deutschland noch deutlich hinterher. Wir müssen hier aufschließen und die Möglichkeiten ergreifen, die die Digitalisierung uns bietet“, so Bauer weiter.

Projekt DIFUTURE – Data Integration for Future Medicine

Digitale Patientendaten zusammenzuführen und auszuwerten, um Krankheiten besser zu verstehen und schneller die richtigen Entscheidungen zu treffen – das ist das Ziel des Projekts DIFUTURE (Data Integration for Future Medicine). Das Konsortium aus der Eberhard-Karls-Universität Tübingen, der Technischen Universität München (TUM), der Ludwig-Maximilians-Universität München (LMU), und der Universität Augsburg wird mit weiteren Partnern aus der Industrie und aus dem universitären Bereich verschiedenste Arten von Daten aus der Krankenversorgung und der Forschung harmonisieren, integrieren und analysieren. Ziel ist es, Krankheitsursachen und Verläufe besser zu verstehen. Mit diesem Wissen sollen Erkrankungen künftig wirkungsvoll verhindert, schneller diagnostiziert sowie zielgerichteter und nebenwirkungsarm therapiert werden.

Das Projekt DIFUTURE bearbeitet konkret die Fragen, mit denen sich Patienten immer wieder auseinandersetzen müssen, in Krankheitsverläufen, Präzisionstherapien, aber auch möglichen Mustern von Vor- und Begleiterkrankungen. Weitere Anwendungsfälle des Projekts werden die Parkinson Erkrankung, seltene Erkrankungen, Krebs, Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Schlaganfall sein.

Projekt HiGHmed – Heidelberg-Göttingen-Hannover Medizininformatik

Forschung und Versorgung zu verbessern – mit neuen medizininformatischen Lösungen und einem übergreifenden Datenaustausch. Das Projekt HiGHmed mit den medizinischen Fakultäten und Universitätsklinika in Heidelberg, Göttingen und Hannover sowie dem Deutschen Krebsforschungszentrum (DKFZ) in Heidelberg möchte Krankenhausinfektionen besser bekämpfen sowie Krebs- und Herz-Kreislauferkrankungen durch personalisierte Ansätze wirkungsvoller behandeln. HiGHmed legt zudem großen Wert Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Bereich der Medizininformatik zu qualifizieren sowie die Ärzteschaft und das Gesundheitspersonal im Umgang mit den neuen Technologien zu trainieren.

Datensicherheit und Datenschutz in einer zunehmend digitalisierten Welt sicherstellen und gleichzeitig die Möglichkeiten der Digitalisierung in der Medizin zu nutzen – das betrachtet HiGHmed als ihre Aufgabe im Bereich der Medizininformatik. Gerade bei der Übertragung von so persönlichen Daten, wie es bei der Erstellung von Diagnosen und Therapien der Fall ist, muss Datenschutz und -sicherheit höchste Priorität haben.

MIRACUM – Medical Informatics in Research and Care in University Medicine

Acht Universitätsklinka aus fünf Ländern – darunter das Universitätsklinikum Freiburg und die Universitätsklinik Mannheim. Ob bildgebende Diagnosen, genetische und molekulare Untersuchungen, alle diese Informationen möchte das Projekt MIRACUM verknüpfen, um beispielsweise Hirntumore künftig wirkungsvoller behandeln zu können. Durch die geplante Datenanalyse können Patientinnen und Patienten mit verbesserter Trennschärfe verschiedenen Subgruppen zugeordnet und dadurch gezielter therapiert werden. Die Behandlung von Krebserkrankungen erfordert die Zusammenarbeit von Ärztinnen und Ärzten unterschiedlicher Fachrichtungen. Sie benötigen in Tumorkonferenzen und in ihrer täglichen Arbeit alle verfügbaren Informationen ihrer Patienten: vollständig und auf einen Blick. MIRACUM wird den Nutzen vernetzter Daten und guter visueller Aufarbeitung auch in diesem Umfeld demonstrieren. Außerdem wird das Konsortium Datenabfragen für die Rekrutierung von Patientinnen und Patienten für klinische Studien erleichtern.

Weitere Informationen

Digitale Produkte und Anwendungen in der Gesundheitsversorgung, aber auch die Gesundheitsforschung schaffen mit wachsender Geschwindigkeit immer mehr Daten. Diese Datenmengen müssen zusammengebracht und ausgewertet werden – mit dem Ziel Krankheiten besser zu verstehen und zu behandeln. Letztendlich soll ein lernendes, digital vernetztes Gesundheitssystem entstehen, in dem die richtige Information zur richtigen Zeit vorliegt.

Das Bundesministerium für Bildung und Forschung stellt den Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern aus der Förderlinie Medizininformatik rund 120 Millionen Euro in den nächsten vier Jahren zur Verfügung.

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Das Bild ist in vier orangefarbene Kacheln unterteilt. Jede Kachel beinhaltet eine Empfehlung zum Umgang mit großer Hitze. Kachel eins: In der Mittagshitze Schatten aufsuchen und große Anstrengungen möglichst meiden. Kachel zwei: Ausreichend trinken, zum Beispiel Wasser oder Saftschorle. Koffein und Alkohol meiden. Kachel drei: Leichte Baumwollkleidung in hellen Farben tragen. Sonnenbrille und Mütze oder Hut aufsetzen. Kachel vier: Auf Menschen achten, die die Empfehlungen nicht selbst umsetzen können und ihnen helfen. Im Zentrum des Bildes ist ein Kreis in dem eine Sonne strahlt. Ein Thermometer zeigt eine Temperatur von 40 Grad Celsius.
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