Gesundheit

Warnung vor Hitzewelle mit Tropennächten

In den kommenden Tagen werden Temperaturen von bis zu 35 Grad sowie anhaltend warme Nächte erwartet. Dies belastet den menschlichen Körper und kann zu gesundheitlichen Problemen führen.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ein Thermometer zeigt fast 36 Grad Celsius an.
Symbolbild

Kurz vor dem kalendarischen Sommerbeginn steht Baden-Württemberg die nächste Hitzewelle bevor. Der Deutsche Wetterdienst rechnet in den kommenden Tagen mit den ersten Hitzewarnungen für dieses Jahr. Erwartet werden Temperaturen von bis zu 35 Grad sowie anhaltend warme Nächte („Tropennächte“). Diese Kombination stellt eine Belastung für den menschlichen Körper dar und kann zu gesundheitlichen Problemen führen. Typische Warnzeichen für hitzebedingte Erkrankungen sind unter anderem stark erhöhte Körpertemperatur, Schwindel, Erbrechen oder Verwirrtheit bis hin zu Bewusstseinsstörungen. In solchen Fällen sollte umgehend ärztliche Hilfe in Anspruch genommen werden.

„Die bevorstehende Hitzewelle ist kein bloßes Sommerphänomen, sondern ein ernstzunehmendes Gesundheitsrisiko. Es ist jetzt besonders wichtig, auf sich und seine Mitmenschen zu achten, rechtzeitig vorzusorgen und auf Warnsignale des Körpers zu achten. Trinken Sie bitte ausreichend und meiden Sie wenn möglich die Mittagssonne“, sagte Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand am Mittwoch, 17. Juni 2026, in Stuttgart.

Tipps gegen Hitze

Die Deutsche Gesellschaft für Ernährung empfiehlt bei Hitze alle ein bis zwei Stunden mindestens ein Glas Wasser (0,2 Liter) zu trinken – auch ohne Durstgefühl. Das entspricht etwa 2 bis 2,5 Liter Wasser am Tag. Dies ist ein grober Richtwert, der je nach individuellen Faktoren wie Alter, Erkrankungen und körperlicher Aktivität variiert. Um den Körper abzukühlen, eignen sich Arm- und Fußbäder. Diese sollten allerdings nicht zu kalt sein, da sonst Kreislaufprobleme oder übermäßiges Schwitzen auftreten können.

Der Minister und das Kompetenzzentrum Klimawandel und Gesundheit am Landesgesundheitsamt rufen die Bevölkerung zu Achtsamkeit während der kommenden Hitzewelle auf und empfehlen Folgendes:

  • Ausreichend Wasser trinken.
  • Leichte Kost bevorzugen (zum Beispiel kalte Suppen, Salate) sowie auf eine ausreichende Versorgung mit Elektrolyten achten.
  • Direkte Sonne meiden, insbesondere zwischen 11 und 15 Uhr. Möglichst im Schatten und an kühlen Orten aufhalten.
  • Körperliche Anstrengung soweit möglich vermeiden oder in die kühleren Morgen- oder Abendstunden verlegen.
  • Wohnräume kühl halten: tagsüber abdunkeln, nachts lüften.
  • Vor UV-Strahlung schützen: lange und luftige Kleidung, Sonnencreme (bestenfalls Lichtschutzfaktor 50+ und regelmäßig nachcremen), Sonnenbrille (mit UV-Schutz) und Kopfbedeckung tragen.

Besondere Vorsicht gilt für Menschen, die regelmäßig Medikamente einnehmen. Hitze kann Wirkung und Verträglichkeit von Arzneimitteln beeinflussen. Einige Präparate wirken sich auf den Flüssigkeitshaushalt, die Schweißproduktion, den Kreislauf und/oder die Temperaturregulation aus oder erhöhen die Lichtempfindlichkeit der Haut. „Wer Medikamente einnimmt, sollte unbedingt ärztlich oder in der Apotheke klären, worauf bei Hitze zu achten ist. Falsche Lagerung oder Einnahme können gesundheitliche Risiken deutlich erhöhen“, sagte Hildenbrand.

Aufeinander Acht geben

„Achten Sie in diesen Tagen nicht nur auf sich selbst, sondern auch auf Ihre Mitmenschen. Fragen Sie nach, bieten Sie Hilfe an und unterstützen Sie besonders ältere, pflegebedürftige und chronisch kranke Menschen. Und haben Sie ein besonderes Auge auf Säuglinge und Kleinkinder. Auch Personen, die schwer körperlich und/oder im Freien arbeiten, Schwangere und Obdachlose bedürfen eines besonderen Schutzes und erhöhter Aufmerksamkeit. Hitzeschutz ist eine gemeinsame Aufgabe“, betonte der Gesundheitsminister.

Landesgesundheitsamt: Informationen und Tipps zum Thema Hitze

Pressemitteilung vom 19. Juni 2026: Waldbrandgefahr steigt

Weitere Meldungen

Evangelische Stadtkirche St. Georg in Weikersheim
Denkmalförderung

Rund 5,4 Millionen Euro für 43 Kulturdenkmale

Ein Windrad dreht sich bei Herbolzheim vor einem Strommast.
Energieversorgung

Task Force soll Ausbau des Stromnetzes beschleunigen

Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
Sportministerkonferenz

Mehr Bewegung für Kinder und Jugendliche in Deutschland

Eröffnung der Wanderausstellung der IBA'27 in der baden-württembergischen Landesvertretung in Berlin
Städtebau

IBA’27-Ausstellung in Berlin eröffnet

Schülerinnen mit Smartphones
Internet

Junge Menschen im Umgang mit Gefahren im Netz stärken

Eine junge Frau wird geimpft.
Ärztliche Versorgung

Auswahlverfahren zur Landarztquote 2026 abgeschlossen

Eine Asiatische Tigermücke (Aedes albopictus) sitzt auf einem Finger und sticht zu.
Gesundheitsschutz

Kein erhöhtes Risiko wegen West-Nil-Virus

In einer Wohngemeinschaft sitzen Studierende um den Küchentisch und unterhalten sich (Bild: © dpa).
Wohnraumförderung

Land fördert im Neubau bundesweit die meisten Wohnheimplätze

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Bildung

Mit MINT- und Begabtenförderung das Land zukunftsfest machen

von links nach rechts: Prof. Peter Middendorf (Rektor der Universität Stuttgart), Ministerpräsident Cem Özdemir, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Jan Hesthaven (Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT))
Sicherheit

Innovationen für Sicherheit, Verteidigung und Resilienz

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet

Start-up WOW Challenge
Start-up BW

BLACKPIN.IOT im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Erzieherin und Kind beim Lesen
Literatur

Frederick Tag 2026 gestartet

Vordere Reihe (von links nach rechts): Julia Hellmann, Minister der Justiz und für Migration Moritz Oppelt und Petra Klein  Hintere Reihe (von links nach rechts): Dr. Sarah Straub, Michael Kühn, Anne Stöhr, Panajotis Neuert und Claudia Österle
Justiz

Tag der ehrenamtlichen Betreuerinnen und Betreuer 2026

Gesundes Essen bei der Zubereitung.
Ernährung

Impulse für eine gelungene Seniorenverpflegung