Infektionsschutz

Kontaktperson im Land nicht an Andes-Hantavirus erkrankt

Nach dem Ausbruch des Andes-Hantavirus auf einem Expeditionskreuzfahrtschiff musste sich eine Kontaktperson aus dem Land in Quarantäne begeben. Die Person blieb während des gesamten Beobachtungszeitraums symptomfrei, die Quarantäne wurde aufgehoben.

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Eine Mitarbeiterin des Landesgesundheitsamts Baden-Württemberg hält einen Abstrich eines Covid-19 Verdachtsfalles aus Baden-Württemberg in der Hand. (Bild: picture alliance/Marijan Murat/dpa)
Symbolbild

Die Person, die sich in Baden-Württemberg nach Ausbruch des sogenannten Andes-Hantavirus auf einem Kreuzfahrtschiff Anfang Mai dieses Jahres vorsichtshalber in Quarantäne begeben musste, ist gesund und konnte die sechswöchige Quarantäne nun beenden. Dies teilte Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand mit.

„Ich freue mich, dass die Person gesund die Quarantäne verlassen konnte. Mein Dank gilt ausdrücklich dem Öffentlichen Gesundheitsdienst und allen beteiligten Behörden für die schnelle, sorgfältige und verlässliche Arbeit – von der Kontaktpersonennachverfolgung bis zur täglichen Betreuung in der Quarantäne. Dieses besonnene Vorgehen hat maßgeblich dazu beigetragen, Risiken zu minimieren und die Bevölkerung zu schützen“, sagte Gesundheitsminister Oliver Hildenbrand. 

Die tägliche Gesundheitsüberwachung erfolgte durch das Gesundheitsamt des Landkreises Heilbronn. Die Person blieb während des gesamten Beobachtungszeitraums symptomfrei. Labordiagnostische Blutuntersuchungen am 1. Juni 2026 und am 19. Juni 2026 fielen negativ aus. Nach Ablauf der sechs Wochen konnte die Quarantäne am 21. Juni 2026 ohne weitere Maßnahmen beendet werden.

Andes-Hantavirus kann von Mensch zu Mensch übertragen werden

Im Zusammenhang mit dem Ausbruch des Andes-Hantavirus auf dem Expeditionskreuzfahrtschiff MS Hondius wurden international umfangreiche Kontaktpersonennachverfolgungen und Quarantänemaßnahmen durchgeführt. Das Andes-Hantavirus ist die einzige bekannte Hantavirus-Spezies, bei der eine Mensch-zu-Mensch-Übertragung beschrieben ist. Der Ausbruch wurde Anfang Mai 2026 bekannt. Bis Ende Mai wurden insgesamt 13 Erkrankungsfälle (davon zwölf laborbestätigte und ein wahrscheinlicher Fall) erfasst, darunter drei Todesfälle unter Passagieren und Besatzungsmitgliedern.

Für enge Kontaktpersonen der Erkrankten galten entsprechend internationaler Empfehlungen Überwachung beziehungsweise Quarantäne für die Dauer von sechs Wochen. Währenddessen wurden in mehreren Ländern außerhalb Deutschlands weitere positive Labornachweise bei zunächst asymptomatischen, in Quarantäne befindlichen Passagieren festgestellt.

Entwarnung auch in Bayern, Berlin und Sachsen

Auch bei den übrigen in Deutschland unter Quarantäne stehenden drei Kontaktpersonen (Bayern, Berlin, Sachsen) wurden bis zum Ende der Beobachtungszeit keine positiven Nachweise oder Symptome bekannt.

Aus Sicht des Öffentlichen Gesundheitsdienstes kann der Fall in Baden-Württemberg als abgeschlossen bewertet werden. Für die Allgemeinbevölkerung bestand zu keinem Zeitpunkt ein erhöhtes Risiko. Weitere Maßnahmen sind derzeit nicht erforderlich.

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