Zusammenhalt

Land wird Bündnis gegen Einsamkeit gründen

Einsamkeit betrifft viele Menschen – unabhängig von Alter und Lebenslage. In einem landesweiten Bündnis sollen bereits bestehende Initiativen, Vereine und Verbände eine gemeinsame Strategie gegen Einsamkeit entwickeln.

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Eine Jugendliche schaut aus dem Fenster.
Symbolbild

Baden-Württemberg geht entschlossen gegen die weit in der Gesellschaft verbreitete Einsamkeit vor: Das Land wird noch in diesem Jahr ein landesweites Bündnis gegen Einsamkeit gründen. Das kündigte der Minister für Soziales, Arbeit und Gesundheit Oliver Hildenbrand anlässlich der bundesweiten Aktionswoche gegen Einsamkeit an. 

„Einsamkeit ist kein Randthema, sondern eine gesellschaftliche Herausforderung, die viele Menschen betrifft – unabhängig von Alter und Lebenslage. Mit unserem Bündnis wollen wir die relevanten Akteure, Organisationen und Verbände im Land an einen Tisch bringen, bestehende Initiativen bündeln und gemeinsam eine wirksame Strategie gegen Einsamkeit entwickeln und umsetzen“, sagte der Minister am Freitag, 19. Juni 2026, in Stuttgart.

„Länger andauernde Einsamkeit erhöht das Risiko für psychische Erkrankungen. Sie kann die Lebensqualität erheblich beeinträchtigen und die Lebenserwartung verringern. Deshalb handeln wir jetzt und wollen unseren Plan gegen Einsamkeit mit der Gesundheitsstrategie des Landes (‚Health in all policies-Strategie‘) verbinden“, so der Minister weiter.

Studie zeigt Handlungsbedarf

Wie groß der Handlungsbedarf ist, zeigt eine aktuelle Studie der Bertelsmann Stiftung (PDF): Rund 30 Prozent der Menschen in Baden-Württemberg fühlen sich einsam, etwa acht Prozent sogar stark. Die vom Sozialministerium geförderte und im November 2025 veröffentlichte Studie enthält zudem ganz konkrete Handlungsempfehlungen, die in die Landesstrategie einfließen sollen.

Bereits auf dem Weg zur Strategie hatte das Land einen Ideenwettbewerb gegen Einsamkeit (PDF) gestartet. Ziel war, kreative und engagierte Konzepte ausfindig zu machen, die Einsamkeit wirksam bekämpfen und den gesellschaftlichen Zusammenhalt stärken sollen. Mehr als 300 Initiativen, Vereine und Organisationen aus ganz Baden-Württemberg reichten bis Ende Januar 2026 ihre Konzeptideen ein. 35 Projektideen wurden Ende April mit insgesamt 875.000 Euro prämiert und werden derzeit umgesetzt. „Das große Engagement im Land zeigt: Viele Menschen wollen Einsamkeit nicht hinnehmen, sondern aktiv etwas dagegen tun. Dieses große Potenzial greifen wir mit unserem Bündnis gezielt auf“, sagte Minister Hildenbrand.

Beitrag zur Allianz gegen Einsamkeit des Bundesfamilienministeriums

Auch auf Bundesebene werden die Aktivitäten verstärkt: In der Aktionswoche gegen Einsamkeit vom 22. bis 26. Juni 2026 soll eine bundesweite Allianz gegen Einsamkeit gegründet werden. Baden-Württemberg wird sich mit seinem Landesbündnis hier aktiv beteiligen.

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Gruppenfoto der 54. Sportministerkonferenz. V.l.: Klaus Zimmermann, Staatssekretär im Ministerium für Inneres und Sport des Landes Sachsen-Anhalt, Olaf Bull, Staatsrat beim Senator für Inneres und Sport in Bremen, Stefan Gruhner, Chef der Staatskanzlei und Thüringer Minister für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport und Ehrenamt, Florian Birkmeyer, Ministerialdirektor im Ministerium für Bundes- und Europaangelegenheiten, Sport, Ehrenamt und Medien des Landes Rheinland-Pfalz, Andrea Milz, Staatssekretärin für Sport und Ehrenamt des Landes Nordrhein-Westfalen, Reinhold Jost, Minister für Inneres, Bauen und Sport im Saarland, Franziska Becker, Staatssekretärin für Inneres und Sport in Berlin, Nils Thiede, Leiter der Abteilung Jugend, Familie und Sport im Ministerium für Soziales, Gesundheit und Sport Mecklenburg-Vorpommern, Sandro Kirchner, Staatssekretär im Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Sport und Integration, Magdalena Finke, Ministerin für Inneres, Kommunales, Wohnen und Sport des Landes Schleswig-Holstein, Ulf Bandiko, Amtschef im Ministerium des Inneren und Sport von Sachsen, Theresa Schopper, die für den Sport zuständige Ministerin für Landesentwicklung und Wohnen Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz, Daniela Behrens, Ministerin für Inneres und Sport von Niedersachsen, Thomas Weikert, Präsident des Deutschen Olympischen Sportbundes (DOSB), Diana Stolz, hessische Ministerin für Familie, Senioren, Sport, Gesundheit und Pflege, Andy Grote, Senator für Inneres und Sport in Hamburg, und Ronald Rauhe, Staatsminister für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt.
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