Arbeit

Hoffmeister-Kraut kritisiert geplante Umsetzung der Arbeitszeitreform

Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut kritisiert die Umsetzung der vereinbarten Arbeitszeitreform als völlig unzureichend. Jedes Unternehmen sollte auf ein Modell mit wöchentlicher Höchstarbeitszeit umstellen können.

Berechne Lesezeit
  • Teilen
Ministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut

Im Koalitionsvertrag der Bundesregierung hatte die Bundesregierung vereinbart, durch eine Anpassung des Arbeitszeitgesetzes mehr Flexibilität für Unternehmen und Beschäftigte durch die Möglichkeit einer wöchentlichen anstatt einer täglichen Höchstarbeitszeit zu schaffen. Hierzu ist heute ein erster Entwurf des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales bekannt geworden. Dieser sieht allerdings nur einen minimalinvasiven Eingriff in das bestehende Arbeitszeitgesetz vor.

Sichtbares Zeichen hierfür ist, dass die bisherige Regelarbeitszeit von acht Stunden am Tag völlig unangetastet bleiben soll. „Die vorgesehene Erweiterung der bereits bestehenden Ausnahmeregelungen schreibt einen aufwändigen Abstimmungsprozess zwischen den Tarifvertragsparteien vor. Dieses Goldplating der maßgeblichen europäischen Arbeitszeitrichtlinie steht geradezu im Widerspruch zur angestrebten und versprochenen Flexibilität, möglichst kurzfristig auf aktuelle Entwicklungen in den Betrieben reagieren zu können. Der Vorteil größerer Zeitautonomie soll zudem ebenfalls möglichst allen Arbeitnehmern zugutekommen, um private Belange besser mit beruflichen Anforderungen in Einklang bringen zu können“, so Wirtschaftsministerin Hoffmeister-Kraut.

Insofern muss die Ausnahme zur Regel gemacht werden. Jedes Unternehmen – auch nicht tarifgebundene – sollte auf ein Modell mit wöchentlicher Höchstarbeitszeit umstellen können. Den Rahmen hierfür bildet die europäische Arbeitszeitrichtlinie mit 48 Stunden wöchentlicher Höchstarbeitszeit. „Aus meiner Sicht wird die Umstellung eines Arbeitszeitmodells in einem Unternehmen ohnehin nur unter Berücksichtigung der Belange und Interessen der Beschäftigten erfolgversprechend sein. Hierfür braucht es keine gesetzliche Regelung“, so Hoffmeister-Kraut abschließend.

Weitere Meldungen

Ein Ausbilder erklärt in einem Techniklabor jugendlichen Auszubildenden etwas.
Bildung

Mit MINT- und Begabtenförderung das Land zukunftsfest machen

Tag der Nationalhymne in Rumänien
Handwerk

Wirtschaftsministerin reist nach Rumänien

Porträt Prof. Dr. Thomas Riecke-Baulecke
Schule

ZSL-Präsident geht in Ruhestand

von links nach rechts: Prof. Peter Middendorf (Rektor der Universität Stuttgart), Ministerpräsident Cem Özdemir, Wissenschaftsministerin Petra Olschowski und Prof. Jan Hesthaven (Präsident des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT))
Sicherheit

Innovationen für Sicherheit, Verteidigung und Resilienz

Vier Jugendliche sitzen auf einer Freitreppe und betrachten etwas auf dem Smartphone
Bürgerbeteiligung

Auswahlprozess für neuen Jugendberaterkreis gestartet

Symbolbild zur Künstlichen Intelligenz mit einem Prozessor und dem Schriftzug "AI Artificial Intelligence Technology"
Wirtschaft

Erweiterung der SUSS MicroTec SE in Karlsruhe

Start-up WOW Challenge
Start-up BW

BLACKPIN.IOT im Landesfinale des „Start-up BW Elevator Pitch“

Lang gestreckter, historisch verzierter Raum mit hohen Rundbogenfenstern, Parkettboden und einer Orgel am Ende des Saals. Moderne Sitzmöbel und Tische bilden verschiedene Arbeits- und Aufenthaltsbereiche.
Vermögen und Bau

MINT-Exzellenzgymnasium in Bad Saulgau eröffnet

Auszeichnung der Gigabitkommunen mit Herrn Minister
Digitalisierung

Fast ein Drittel der Kommunen erreicht vollständige Gigabitversorgung

Bescheidübergabe Reallabor für physische KI am IPAI CAMPUS
Künstliche Intelligenz

Zehn Millionen Euro für Reallabor für physische KI am IPAI CAMPUS

Baden-Württemberg-Empfang am Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse
Kultur- und Kreativwirtschaft

Landesstand auf der Frankfurter Buchmesse

Logo von Start up BW
Start-up BW

Gründerwasen 2026 in Stuttgart

Bescheidübergabe am 7. Oktober 2026
Technologie

Innovations- und Transferzentrum für Drohnen und Drohnenabwehr

Euro-Banknoten und -Münzen
Haushalt

Haushaltsentwurf für 2027 verabschiedet

Key Visual Wirtschaftsgipfel Afrika
Außenwirtschaft

Fünfter Wirtschaftsgipfel Afrika in Stuttgart