Konjunkturprognose

Baden-Württemberg wieder auf Wachstumskurs

Nach der aktuellen Konjunkturprognose ist Baden-Württemberg wieder in den Kreis der wachsenden Regionen Deutschlands und Europas zurückgekehrt.

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Ein Mitarbeiter bei Zeiss in Oberkochen
Symbolbild

„Endlich wieder Wachstum: Die baden-württembergische Wirtschaft lebt, sie ist anpassungsfähig und sie ist auch unter schwierigen weltwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in der Lage, Wachstum zu generieren“, sagte Wirtschaftsministerin Dr. Nicole Hoffmeister-Kraut zur aktuellen Konjunkturprognose des Tübinger Institut für angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim am 23. Juni 2026 in Stuttgart. Das dürfe in der Politik, so die Ministerin weiter, nun aber keinesfalls dazu führen, die Hände in den Schoss zu legen. Die Prognose gehe bereits im Jahresverlauf 2026 von wieder rückläufigen Wachstumsraten aus. Von einem selbsttragenden Aufschwung könne noch nicht die Rede sein.

„Baden-Württemberg hat nach wie vor ein hohes Potenzial. Wir müssen jedoch noch mehr tun, um in Zeiten harter Konkurrenz, steigender Kosten und nicht immer fairer Rahmenbedingungen unsere Möglichkeiten auszuschöpfen“, so Hoffmeister-Kraut, Ministerin für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus. Im Land gelte es nun, den im Koalitionsvertrag der neuen Landesregierung geregelten Vorrang für Wirtschaft im praktischen Verwaltungshandeln insbesondere bei Standortfragen umzusetzen. Die Investitionstätigkeit sei der Schlüssel für Wachstum und Innovation und damit für den Erhalt vieler zukunftsträchtiger Arbeitsplätze im Land. Dafür bedürfe es einer Willkommenskultur für Investitionen. Mit Blick auf Berlin sagte die Ministerin: „Deutschland braucht dringend einen Sommer der Reformen, damit wieder Zuversicht Platz greifen kann und sich Investoren für diesen Standort entscheiden.“

Konjunkturprognose

Das Tübinger Institut für angewandte Wirtschaftsforschung (IAW) hat in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim die aktuelle Konjunkturprognose erstellt. Die IAW-Prognose basiert auf einem Modell, das in Zusammenarbeit mit der Universität Hohenheim mit Förderung des Ministeriums für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus entwickelt wurde.

Nach den vorliegenden Berechnungen des IAW Tübingen und der Universität Hohenheim ist Baden-Württemberg wieder in den Kreis der wachsenden Regionen Deutschlands und Europas zurückgekehrt. So bestätigte sich die im Jahresverlauf 2025 ankündigende Entwicklung mit dem relativ hohen Wachstum von real Plus 0,7 Prozent im ersten Quartal 2026 (gegenüber Vorquartal). Damit dürfte Baden-Württemberg auch im Bundesländervergleich einen der vorderen Plätze belegen.

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